Insgesamt 16 Bewohner der Aufgänge Nr. 4, 6 und 8 mussten ihre Wohnungen bis zur vollständigen Belüftung durch
Insgesamt 16 Bewohner der Aufgänge Nr. 4, 6 und 8 mussten ihre Wohnungen bis zur vollständigen Belüftung durch die Feuerwehr verlassen. Felix Gadewolz
Nach ersten Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg könnte es sich in der Cölpiner Straße um vor
Nach ersten Ermittlungen des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg könnte es sich in der Cölpiner Straße um vorsätzliche Brandstiftung handeln. Felix Gadewolz
Die Berufsfeuerwehr, die Freiwillen Feuerwehren Oststadt und Innenstadt konnten das Feuer zügig löschen.
Die Berufsfeuerwehr, die Freiwillen Feuerwehren Oststadt und Innenstadt konnten das Feuer zügig löschen. Felix Gadewolz
In Neubrandenburg, Cölpiner Straße 6 brach am Montag gegen 22 Uhr ein Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses aus.
In Neubrandenburg, Cölpiner Straße 6 brach am Montag gegen 22 Uhr ein Brand im Keller eines Mehrfamilienhauses aus. Felix Gadewolz
Brandstiftung

▶ Kellerbrand in Neubrandenburg – Feuer wurde wohl gelegt

Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Täters setzt sich die Serie von Brandstiftungen in Neubrandenburg trotzdem fort. 3 Menschen wurden durch ein gelegtes Feuer verletzt.
Neubrandenburg

Trotz der Festnahme eines mutmaßlichen Täters reißt die Serie von Brandstiftungen in Neubrandenburg nicht ab. Nach einem Kellerbrand am Montagabend geht der Brandursachenermittler von vorsätzlicher Brandstiftung aus, teilte eine Polizeisprecherin dem Nordkurier mit. In Neubrandenburg waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Feuer gelegt worden, vor allem in der Oststadt und bei den Bootsschuppen am Oberbach.

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Zur genauen Klärung der Ursache für das gegen 22 Uhr in einem Keller in der Cölpiner Straße 6 ausgebrochenen Feuers hatte die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg den Brandort beschlagnahmt und den Einsatz des Brandursachenermittlers angeordnet, der sich am Dienstagvormittag ein Bild in dem Brandhaus machte.

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Anders als bei vorangegangenen Bränden wurden bei dem Feuer am späten Montagabend in der Ihlenfelder Vorstand mehrere Menschen leicht verletzt. Insgesamt 16 Bewohner der Aufgänge Nr. 4, 6 und 8 mussten ihre Wohnungen verlassen. 3 Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, konnten jedoch „ohne Befund” wieder nach Hause, wie die Polizei weiter informierte.

Die Neubrandenburger Berufsfeuerwehr und die Freiwillen Feuerwehren Oststadt sowie Innenstadt konnten das Feuer zügig löschen. Nach der vollständigen Belüftung durch die Einsatzkräfte durften die Bewohner zurück in ihre Wohnungen. Die Höhe des vom Feuer verursachten Sachschadens wird laut Sprecherin auf 60.000 Euro beziffert. Anwohner berichteten dem Nordkurier, dass infolge des Kellerbrands Internet- und TV-Empfang ausgefallen sind.

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Seit März verzeichnete die Neubrandenburger Feuerwehr knapp ein Dutzend Feuer an Wohnhäusern, bei denen wegen Brandstiftung ermittelt wird, gut die Hälfte davon allein im März. Der Sachschaden geht in die Hunderttausende. Noch mehr Schaden richteten von Ostern bis Mitte Mai drei Brandanschläge auf das Bootsschuppenareal am Oberbach an, bei denen 80 Bootsschuppen mitsamt Booten überwiegen komplett zerstört wurden. Für diese Fälle setzte die Polizei eine Ermittlungsgruppe ein, die bislang allerdings keine konkreten Ergebnisse präsentieren konnte.

Ein Fahndungserfolg gelang der Polizei Anfang Juli nach neuerlichen Brandstiftungen in der Oststadt. Ein 31-jährige Neubrandenburger ging den Fahndern in die „Fotofalle”. Die Ermittler hatten zuvor in den Kellergängen eines Wohnhauses in der Robert-Koch-Straße, in dem es zuvor schon zwei Mal brannte, mit richterlicher Anweisung Überwachungskameras installiert. Die Aufnahmen bestätigten den bereits zuvor bestehenden Verdacht. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

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