City-Manager Michael Schröder kam nicht umhin, das neue Imbiss-Angebot zugleich freudig der Welt zu präsentieren.
City-Manager Michael Schröder kam nicht umhin, das neue Imbiss-Angebot zugleich freudig der Welt zu präsentieren. ZVG
Veronika Brumm und Inhaber Alexander Veszely stecken hinter der Ketwurst-Rückkehr.
Veronika Brumm und Inhaber Alexander Veszely stecken hinter der Ketwurst-Rückkehr. Tim Prahle
DDR-Snack

Ketwurst als Feinkost zurück in Neubrandenburg

Gourmets aufgepasst: Mit der Ketwurst gibt es ein beliebtes DDR-Gericht fortan wieder in der Neubrandenburger Innenstadt. Allerdings mit einem kleinen Haken.
Neubrandenburg

Ein langes Brötchen, eine Brühwurst und Ketchup-Soße. Fertig ist die Ketwurst, die jenseits der ehemaligen innerdeutschen Grenze auch gerne als „DDR-Hotdog” bezeichnet wird.

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Der beliebte Imbiss-Snack ist nun nach Neubrandenburg zurückgekehrt. Im erst vor einigen Wochen in der Turmstraße eröffneten „Käsekrämer Feinkost” gingen am Wochenende die erste Ketwürste über die Theke. Einige Dutzend, vorerst nur zur Probe. „Es war eine Idee und wir wollten schauen, wie gut es angenommen wird”, sagt Inhaber Alexander Veszely, der gemeinsam mit Mitarbeiterin Veronika Brumm auf die Idee gekommen war.

Diese hatte die Ketwurst bereits vermisst, kennt noch die vielen Imbissbuden, die von Beginn der Neunziger Jahre für lange Zeit hinter der Bibliothek standen. Nach ihnen hatten die Neubrandenburger noch einige Jahre über „Gerits Gerüchteküche” die Chance auf eine Ketwurst. Doch in den vergangenen Jahren wurde die Kreisstadt zur Ketwurst-Wüste.

„Es ist ein Alleinstellungsmerkmal”, sagt Alexander Veszely, der in dem Laden sonst Hochprozentiges und natürlich Käse verkauft. „Wir sind kein Imbiss, sondern ein Feinkostladen”, betont er. „Allerdings ist die Ketwurst auch irgendwie feine Kost”, fügt er lachend an. Auf den „Original”-Stempel würde er gerne verzichten. „Es ist nicht die DDR-Tomatensoße von vor 30 Jahren. Wir haben selbst eine kreiert”, sagt der Inhaber.

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Täglich werde es die Ketwurst aber vorerst nicht geben, obwohl das Interesse groß ist. Dutzende Anfragen hatte es bereits am Montag gegeben. Das dürfte auch an City-Manager Michael Schröder liegen, der am Sonnabend zuvor zu den Glücklichen gehörte, die eine Ketwurst bekamen – und sein Glücksgefühl umgehend bei Facebook teilte. „Es ist toll, wenn diese Tradition wieder kommt. Es erweitert das Angebot”, sagte er dem Nordkurier. Ketwurst sei immer ein Renner gewesen „und ich bin mir sicher, dass wir nicht nur die alten Neubrandenburger, sondern auch Touristen und junge Menschen damit überraschen können”, so Schröder.

Doch soweit ist es im Feinkostgeschäft noch nicht. Man schaue sich die Nachfrage noch ein bisschen an, bis dahin bleibt es ein Angebot fürs Wochenende oder besondere Anlässe, meint Alexander Veszely. Bereits zum Vier-Tore-Fest werde es auf jeden Fall wieder die Ketwurst in seinem Laden geben.

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