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Kita-Anbau schafft’s nicht in die Stadtvertretung

Viel Spaß haben die Kinder einer dritten Klasse der BIP-Schule mit einem Schwungtuch. Für ihre jüngeren Altersgenossen im Kita-Alter sieht es mit einem Anbau iher Einrichtung nocht so fröhlich aus.
Viel Spaß haben die Kinder einer dritten Klasse der BIP-Schule mit einem Schwungtuch. Für ihre jüngeren Altersgenossen im Kita-Alter sieht es mit einem Anbau iher Einrichtung nocht so fröhlich aus.
NK-Archiv

Nach der Ablehnung in den Ausschüssen noch auf die Tagesordnung der Stadtvertretung gehoben, fand der Antrag auf Städtebauförderung erneut keine Gnade.

Der Antrag auf Städtebaufördermittel für eine Erweiterung der BIP-Kita in der Johannesstraße ist von der Tagesordnung der Stadtvertretung gestrichen worden. Den schon im Generationen- und Hauptausschuss diskutierten Bedenken wegen möglicher Überkapazitäten schloss sich am Donnerstag eine Mehrheit der Abgeordneten an.

Die Stadt hatte auf eine derzeitige Kita-Auslastung von über 90 Prozent verwiesen und steigenden Bedarf, unter anderem auch durch Flüchtlingsfamilien, prognostiziert. Von der Jugendhilfeplanung des Landkreises wurden die Erweiterungspläne unterstützt. Zudem hatten vor allem Kitas aus der Oststadt bereits darauf hingewiesen, dass ihre Kapazitäten ausgeschöpft seien – vor allem durch zunehmende Nachfrage aus der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber. Auch wegen des gesetzlichen Anspruchs auf Krippenplätze und des veränderten Betreuungsschlüssels für Kindergartengruppen werde mehr Platz benötigt.

Die Gegner der Erweiterung indessen monierten, dass keine verlässlichen Zahlen für die Bedarfsentwicklung der nächsten Jahre vorlägen. Überdies würden durch die geplante Kita am Weidenweg bereits neue Plätze entstehen. Die BIP-Kita will mit dem Anbau 45 zusätzliche Plätze schaffen. Die Investition von fast 590 000 Euro ist aber ohne Städtebauförderung nicht zu leisten.