Neubau

Klares Votum zu Schwimmhallen-Standort in Neubrandenburg

Der bis dato zweitplatzierte Standort für einen Schwimmhallen-Neubau liegt in der Gunst der Neubrandenburger Stadtvertreter nun vorne. Er ist auch Favorit vieler Vereine.
Wo heute Busse parken und zu Nachwendezeiten der Divi-Markt stand, könnten die Neubrandenburger in einer neuen Schwimmhal
Wo heute Busse parken und zu Nachwendezeiten der Divi-Markt stand, könnten die Neubrandenburger in einer neuen Schwimmhalle am Weidenweg künftig ihre Bahnen ziehen. Mirko Hertrich
Neubrandenburg

In der Debatte über den Standort für eine neue Schwimmhalle in Neubrandenburg könnte der bislang in einer Machbarkeitsstudie zweitplatzierte Weidenweg das Rennen machen. Die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses empfahlen am Donnerstagabend mehrheitlich mit fünf Stimmen den Bau der Schwimmhalle auf dem Divi-Parkplatz am Weidenweg. Drei Mitglieder könnten sich für den in der Machbarkeitsstudie erstplatzierten Standort auf dem Lokschuppen-Areal erwärmen, ein Ratsherr empfahl den Standort auf dem Messeplatz. Der vierte mögliche Bauplatz auf dem RWN-Gelände fiel komplett durch.

CDU-Stadtvertreter in Standort-Frage uneinig

Die Stadtverwaltung hatte in der mehrjährigen Diskussion über den Schwimmhallen-Standort eine entsprechende Empfehlung erbeten. Klar positionierte sich im Stadtentwicklungsausschuss die Linksfraktion. „Das Lokschuppen-Areal ist nicht der Favorit meiner Fraktion, unser Favorit ist der Weidenweg“, sagte der Vize-Fraktionsvorsitzende Jan Kuhnert. Genau so positionierte sich die AfD, während sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen für einen Neubau auf dem denkmalgeschützten, aber stark mit Altlasten kontaminierten Lokschuppen-Areal aussprach. Die beiden Vertreter der SPD im Ausschuss empfahlen ebenfalls den Standort Weidenweg, sagten aber nichts zur Positionierung ihrer Fraktion. Ein uneinheitliches Stimmungsbild gaben die drei Vertreter der CDU ab, von denen jeweils einer die Standorte Weidenweg, Lokschuppen und Messeplatz empfahl.

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Die Mitglieder des Ausschusses für Generationen, Bildung und Sport (GBS) hatten sich am Vortag nicht auf einen Standort-Favoriten festlegen können. Die Stimmen der zehn Mitglieder teilten sich unentschieden auf den Standort Lokschuppen und den Standort Weidenweg auf. Während der Schwimmhallen-Diskussion war es allerdings dort vorrangig nicht um die Standort-Frage gegangen, sondern in erster Linie um ein Raumkonzept. Mehrere Varianten – mit unterschiedlichen Bahnenanzahlen und -längen, stehen dafür zur Auswahl, die allesamt auch umsetzbar wären, egal, wo die Schwimmhalle letztlich gebaut wird, so Frank Renner, Fachbereichsleiter Stadtplanung, Wirtschaft, Bauordnung und Kultur.

Am 3. Februar könnte endgültige Entscheidung fallen

Die GBS-Ausschussmitglieder hatten sich daraufhin mit Aussagen zum Standort zurückgehalten. Nicht so zwei ihrer Gäste, die zum Thema Raumkonzept ihre Expertise einbrachten. So machte sich Frank Benischke, Präsidiumsmitglied beim Landessportbund und Vizepräsident Leistungssport, beiläufig für den Weidenweg stark und erklärte dies mit kurzen Wegen gleich für mehrere Grundschulen und für Schüler des Sportgymnasiums. Insbesondere Letztere seien aufgrund ihrer Stundentaktung auf eine dichte Anbindung angewiesen – und diese wäre mit dem Weidenweg eher gegeben als mit dem Lokschuppen-Areal. Auch Theo Hadrath, Vorsitzender der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern, unterstützte diese Ansicht.

Letztlich votierten die GBS-Ausschussmitglieder fünf zu fünf für die beiden genannten Standorte. Die beiden anderen ins Feld geführten Standorte – auf dem RWN-Gelände und am Messeplatz – gingen leer aus. Ihre Entscheidungen begründeten die Mitglieder nicht. Am 3. Februar könnte zumindest die Standortentscheidung endgültig fallen. Die Stadtverwaltung trennte dafür in ihrer Vorlage die Abstimmung über den Standort von der Entscheidung über den Raumplan zur Ausgestaltung der Schwimmhalle.

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