500. GEBURT IM BONHOEFFER-KLINIKUM

Klein Ida lässt in Neubrandenburg die Herzen höher schlagen

Im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum konnten sich Ärzte, Schwestern, Hebammen und selbstverständlich Eltern über die 500. Geburt in diesem Jahr freuen.
Tina Broschatt freut sich über ihre Ida. Das Mädchen ist die 500. Geburt im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenb
Tina Broschatt freut sich über ihre Ida. Das Mädchen ist die 500. Geburt im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg. Paulina Jasmer
Neubrandenburg.

Von einer großen „Ida-Show“ spricht Tina Broschatt, wenn sie an den vergangenen Freitag denkt. Denn an diesem Tag, kurz vor Mitternacht, hatte es Töchterchen Ida mehr als eilig, endlich auf die Welt zu kommen. Den ganzen Tag schon war die werdende Mama spazieren gegangen, abends noch eine kleine Runde mit Ehemann Vincent. Nichts tat sich. Es musste beinahe Mitternacht schlagen, bis sich das kleine Fräulein zur Welt wagte, dann aber mit Karacho. Innerhalb einer Stunde war sie da – vier Tage später als der angesetzte Termin. Papa Vincent konnte gerade so noch informiert werden und in den Kreißsaal hetzen. Ida wurde mit 48 Zentimetern und 2900 Gramm geboren.

Das Mädchen ist die 500. Geburt in diesem Jahr im Neubrandenburger Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum. Insgesamt 516 Erdenbürger sind bis 31. Juli geboren worden. Das heißt, es gab 2020 schon 16 Zwillingspaare, wie ein Blick in die Statistik zeigt. 2019 war die 500. Geburt bereits am 7. Juli gewesen.

Für Tina und Vincent Broschatt ist es das zweite Kind. Zuhause wartet schon Leo, der heute endlich seine kleine Schwester in echt sehen kann. Bisher hatte es nur Liebesgrüße per Handy gegeben mit „Ida, ich liebe dich“ zum Beispiel. Doch in Corona-Zeiten sind die Besuche im Klinikum streng reglementiert. Heute wollen Mama und Ida in Ruhe nach Hause kommen. „Am Montag hatte Leo seinen ersten Tag als Kindergartenkind. Das wäre alles vielleicht ein bisschen viel geworden“, sagt die 30-jährige Zweifach-Mama, die keine Unbekannte im Klinikum ist. Sie arbeitet als Kinderkrankenschwester auf der K21, der Frühgeborenenstation.

Vor einer Woche gab es einen Fehlalarm

Vor einer guten Woche hatte es bei Tina Broschatt aber einen „Fehlalarm“ gegeben. Das heißt, sie lag schon im Kreißsaal. Aber ohne ihren Vincent. „Der musste draußen warten, weil erst geklärt werden musste, ob es wirklich losgeht“, so die Neubrandenburgerin. Bange Minuten, die hart gewesen seien. Doch in Corona-Zeiten werde streng darauf geachtet, wer wen wann begleiten darf. Zur Geburt vor ein paar Tagen sei es dann aber kein Problem gewesen, den Kindsvater dabei zu haben. Alles in allem findet Tina Broschatt die Besuchsregel ganz gut. Die engsten Verwandten wären als Besuch schon schön gewesen, aber es sei auch ohne sehr gut gegangen. Denn so könne man die Zeit mit dem Kind viel besser genießen. „Seien wir mal ehrlich, eine so intensive Zeit werde ich mit Ida wohl nicht mehr haben“, meint sie mit einem Lachen.

Hinsichtlich der Regelung zur Begleitperson gibt es indes fortan eine Lockerung im Klinikum. „Die Krankenhausleitung hat in der vergangenen Woche festgelegt, dass schwangere Frauen bei pränatalen Untersuchungen, der Feinsonografie, wieder eine Begleitperson mitbringen dürfen“, heißt es. Vor einigen Wochen hatte ein Neustrelitzer Paar darüber geklagt, dass der werdende Vater am Eingang abgewiesen worden war (der Nordkurier berichtete). Klinikumssprecherin Anke Brauns weist allerdings erneut darauf hin, dass Begleitpersonen bei ambulanten Patienten nicht erlaubt seien – nur in Ausnahmefällen, wenn es medizinisch notwendig ist. Für stationäre Patienten gelte weiterhin, dass sie einmal täglich durch eine festgelegte Bezugsperson besucht werden können.

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Kommentare (1)

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