BAULAND IN NEUBRANDENBURG

Kleingärtner ringen Oberbürgermeister nieder

In der Abstimmung während der Stadtvertretersitzung zum Thema Kleingärten in Broda haben zwar die Vorschläge der Linken und die der CDU Niederlagen erlitten – letztendlich haben die besorgten Parzellen-Pächter aber dennoch gewonnen.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Vor der Stadtvertretersitzung hatten Kleingärtner erneut für den Erhalt ihrer Parzellen protestiert.
Vor der Stadtvertretersitzung hatten Kleingärtner erneut für den Erhalt ihrer Parzellen protestiert. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Die gut 130 Kleingärtner des Kleingartenvereins Broda-Neukrug müssen in absehbarer Zeit nicht befürchten, dass ihre Lauben platt gemacht werden und Eigenheimen weichen sollen. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) hat vor den Stadtvertretern am Donnerstag erklärt, dass die Stadtverwaltung ihre Vorschläge für die Änderung des Flächennutzungsplans und einen Bebauungsplan in Broda-Neukrug zurückzieht.

Neubrandenburg hat seit Jahren starken Zuzug und wachsende Geburtenzahlen. Um attraktiv zu bleiben, brauche man mehr modernen Wohnraum, hatte Witt argumentiert.

Die Stadt hatte auf das attraktive Stück Land zwischen Ölmühlenbach, Y-Kreuzung und Seestraße eine Auge geworfen. Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage nach Bauland in Neubrandenburg und der Tatsache, dass woanders Tausende Gärten leer stehen, sollten hier Wohnungen entstehen. Die Stadtverwaltung sah aber keine Mehrheiten mehr für ihren Vorschlag. Zuvor war schon der Vorlage der Linken – die wollten die Gärten erhalten sehen und „daneben” Baugrundstücke erschließen – abgelhent worden und auch dem Vorschlag der CDU erging es nichtbesser. Die Christdemokraten wollten zwar auch die Gärten erhalten – aber eben nicht sämtliche. Die SPD lehnte mehrheitlich alles ab.

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Kommentare (3)

einen Gärtner! Erst recht nicht eine Haufen Gärtner. Ihren ganzen Stolz lassen die sich nicht einfach so wegnehmen.

Die Kleingärtner haben kein Rechtsanspruch auf den erhält der Gärten. Hier läßt sich die Stadt viel Geld und Grundsteuern entgehen. Wohnungsbau hat Vorrang und gerade an solchen zentralen stellen. Zumal genug Gärten leer stehen in Neubrandenburg. Die Stadtverwaltung sollte hier nochmal Gründlich nachrechnen und Notfalls Enteignungen vornehmen. Jetzt sind diese für die Stadt gerade günstig. Also schmeißt die Gärtner raus und verkauft es so hoch wie möglich.

... den Kleingärtnern persönlich von Angesicht zu Angesicht sagen. Anonym solchen Unfug zu verbreiten hat viel Mut gekostet, oder?