KLIMASTREIK

FridaysForFuture jetzt auch in Neubrandenburg und Friedland

Schüler wollen jetzt auch in Neubrandenburg und Friedland für mehr Klimaschutz streiken und dafür den Unterricht schwänzen. Dies stößt allerdings auf Skepsis.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Susanne Schulz Susanne Schulz
Jeweils am Freitag „streiken“ jede Woche weltweit und jetzt auch in der Region immer mehr junge Menschen für mehr Klimaschutz.
Jeweils am Freitag „streiken“ jede Woche weltweit und jetzt auch in der Region immer mehr junge Menschen für mehr Klimaschutz. Klaus-Dietmar Gabbert
Neubrandenburg.

Unter dem Motto #FridaysForFuture (Freitag für Zukunft) demonstrieren Jugendliche weltweit seit Wochen jeweils freitags für mehr Klimaschutz. Für diesen Freitag sind nun auch Demonstrationen Schüler in Neubrandenburg und Friedland dazu aufgerufen, in einem „globalen Streik“ ihren Protest auf die Straße zu tragen und das wie in anderen Städten auch während der Unterrichtszeit.

In der Neubrandenburg ruft eine junge Frau im Internet für Freitag um 11 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz auf. Die Veranstaltung steht unter der Überschrift: „Fehlstunden verkraften wir. Die Klimakrise eher nicht so.“ In Friedland soll einem Aufruf auf Instagram zufolge am Freitag um 8 Uhr der Marktplatz zum Schauplatz des Klimastreiks werden. Schon mehrfach ist Heiko Böhnke als Schulleiter der neuen Friedländer Gesamtschule (nfg) darauf angesprochen worden.

Nicht auf Kosten des Unterrichts

Sich für Klimafragen zu engagieren, finde er durchaus in Ordnung, stellt er klar. „Und wenn Schüler am Freitagnachmittag um 15 Uhr dafür demonstrieren, haben sie meine volle Unterstützung.“ Auf Kosten des Unterrichts aber dürfe solches Engagement nicht gehen. Am vergangenen Freitag hatte Böhnke dem Wunsch einer Schülerin stattgegeben, im Atrium der Schule einen Vortrag zum Thema Klimawandel zu halten.

„Das hat sie super gemacht, und das ist auch super angekommen“, berichtet er. An die Bedingung, diesen Auftritt nicht für einen Aufruf zum Schulstreik zu benutzen, habe sich das Mädchen gehalten. Innerhalb der Schule gebe es auch keine entsprechenden Aushänge. Somit bleibe abzuwarten, was nun tatsächlich am Freitag auf dem Marktplatz vonstatten gehe und wie darauf zu reagieren sei.

Aus dem Bildungsministerium hieß es dazu, „wir freuen uns, wenn sich Schülerinnen und Schüler an gesellschaftlichen und politischen Debatten und Aktionen beteiligen und sich einbringen“. Allerdings weist Ministeriumssprecher Henning Lipski auch darauf hin, dass die Schulpflicht erfüllt werden müsse. Die Teilnahme an einer Demonstration stehe der Schulpflicht also entgegen. Dies hätten die Staatlichen Schulämter den Schulen mitgeteilt.

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Kommentare (7)

Herr Minister sie irren sich. Hier lerne Schüler ihre Interessen zu vertreten. Als Aufrecht Bürger mit Rückgrat. Leute ohne Rückgrat haben wir genug. Zumal es um Ihre Zukunft geht nicht um ihre Herr Minister. Und noch etwas, wären Sie und ihre Kollegen in der Regierung nicht so Inkompetent, dann hätten wir ein guten Klimaschutz.

Aber die Bildung sollte man auch nicht vernachlässigen, oder?! ;o) Ich weise Sie darauf hin, dass wir eine Bildungsministerin haben. Der Herr aus dem Artikel ist nur ein Sprecher.

Herr Minister sie irren sich. Hier lerne Schüler ihre Interessen zu vertreten. Als Aufrecht Bürger mit Rückgrat. Leute ohne Rückgrat haben wir genug. Zumal es um Ihre Zukunft geht nicht um ihre Herr Minister. Und noch etwas, wären Sie und ihre Kollegen in der Regierung nicht so Inkompetent, dann hätten wir ein guten Klimaschutz.

Ist doch eine feine Sache wenn man schwänzen mit schwätzen verbinden kann . Einen Hauch von Glaubwürdigkeit würde die Sache bekommen wenn die Bildungsverweigerer das in ihrer Freizeit machen würden..

Gehn da halt paar, oder auch paar mehr Schüler Nachmittags auf die Straße, kümmert doch niemanden, der sich ums Thema umweltschutz nicht kehrt. Aber so wie jetzt, ist doch ein toller Aufreger für all die "Bildungsverweigerer"rufer, die Demos werden breiter bekannt weil mehr Leute drüber reden, positiv wie negativ.

Da bin ich ja mal gespannt wie es sich am 19.04 verhält. Da ist dann Karfreitag. Ich glaube kaum, dass sich auch nur ein Schüler dann blicken lässt zur Demo. Macht ja auch keinen Sinn wenn die Schule eh geschlossen ist:-)

Wird da ne Demo überhaupt genehmigt?