FÖRDERMITTEL

Knapp 100.000 Euro für die Fischerinsel im Tollensesee

Das Haus auf der Fischerinsel im Tollensesee ist vom Verfall bedroht. Nun gibt es Geld aus Schwerin, doch das reicht nur für Sicherungs- und Planungsmaßnahmen.
Im Mittelpunkt des Konflikts um die Fischerinsel steht das vom Verfall bedrohte und denkmalgeschützte alte Fischerhaus, d
Im Mittelpunkt des Konflikts um die Fischerinsel steht das vom Verfall bedrohte und denkmalgeschützte alte Fischerhaus, das schon 1729 in Ratsprotokollen erwähnt wurde. Gerhard Rosenfeld
Neubrandenburg.

Die Stadt Neubrandenburg erhält für die Fischerinsel im Süden des Tollensesees Fördermittel. Rund 94.000 Euro stelle das Land dafür in diesem Jahr zur Verfügung, teilte das Rathaus mit. „Das Geld reicht nicht aus, um das denkmalgeschützte Haus auf der Insel zu sanieren. Wir sind aber verpflichtet, Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen und weitere Planungsmaßnahmen in Gang zu setzen. Dies können wir jetzt tun“, teilte Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Montag mit.

Sensibler Bereich zwischen Natur- und Denkmalschutz

Der Stadt Neubrandenburg als Besitzerin bereiten die Fischerinsel und das denkmalgeschützte vom Verfall bedrohte Gebäude seit Jahren Sorgen, hieß es. Die jüngsten Instandsetzungsmaßnahmen an dem Haus seien im Zuge einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Jahr 2006 durchgeführt worden. An der künftigen Nutzung der Fischerinsel scheiden sich die Geister. Das idyllische Eiland liegt vor dem Ort Wustrow am Südzipfel des Tollensesees – seit Jahrzehnten weitgehend unberührt vom Menschen und als Teil gleich mehrerer Schutzgebiete.

Hinzu kommt, dass es sich bei der Fischerinsel um einen äußerst sensiblen Bereich im Spannungsfeld zwischen Naturschutzgebiet (Nonnenhof) und dem Denkmalschutz handelt. Außerdem gehört die Fischerinsel zum Vogelschutzgebiet mit europaweiter Bedeutung. Damit gelten entsprechend strenge Regularien, was die Nutzung betrifft.

Die Fischerinsel liegt im Brutgebiet des Vogelschutzgebietes und darf von Menschen nicht betreten werden.Nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises außerhalb der Brutzeit ist dies möglich. Das Gebäude sei demnach nicht nutzbar, stehe aber unter Denkmalschutz, sagte eine Rathaussprecherin. Dieser Denkmalstatus wiederum verpflichte zu entsprechenden Maßnahmen, um den Erhalt zu sichern. Auf sowie im Umfeld der Insel finden sich zudem viele Bodendenkmale.

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Kommentare (1)

Genau. 100.000 für etwas was nicht nutzbar ist. Die Welt wird immer bekloppter.