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Komposthaufen in Grischow wegen illegalem Müll gesperrt

Erst war nur Schutt und Müll abladen verboten, jetzt ist der Komposthaufen komplett gesperrt. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

Grischow.Nun haben es die Grischower Schwarz auf Weiß: Der Komposthaufen am Ortsrand, auf den die Einwohner jahrelang ihre Gartenabfälle bringen konnten, ...

Grischow.Nun haben es die Grischower Schwarz auf Weiß: Der Komposthaufen am Ortsrand, auf den die Einwohner jahrelang ihre Gartenabfälle bringen konnten, ist gesperrt. Bürgermeister Peter Driemecker hat alle Grischower schriftlich darüber informiert, weil dort zunehmend illegal Müll entsorgt wurde (der Nordkurier berichtete). Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurde das Thema umfassend diskutiert. Dabei sprachen sich einige Abgeordnete dafür aus, eine neue Möglichkeit für Bürger zu schaffen, die nicht genug Platz für einen eigenen Kompost haben und ihre Gartenabfälle schlecht bis Altentreptow bringen können. Gemeindevertreterin Kornelia Ernst hatte im Vorfeld der Sitzung 20 Haushalte dazu befragt. Die Bürger würden eine Annahmestelle für ihre Gartenabfälle begrüßen und seien auch bereit, einen „gewissen Obolus“ dafür zu bezahlen, sagte sie.
Eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei es jedenfalls nicht, betonte Peter Driemecker, der sehr verärgert ist über die Unvernunft der Bürger. Denn was dort auf dem Komposthaufen und nebenan auf der Steinwiese auf dem Holzhaufen fürs Osterfeuer entsorgt wurde, sei mit Sicherheit nicht nur von außerhalb angefahren worden, sagte er. Das Umweltamt hatte die Auflage erteilt, den Müll aus dem Holz zu sammeln, bevor das Feuer entzündet wird. Einem Aufruf zur Aufräumaktion am Holzstapel in Vorbereitung des Osterfeuers war nach seinen Angaben aber kaum ein Einwohner gefolgt. Vor allem waren es Gemeinderatsmitglieder, die auch mit Hilfe schwerer Technik massenweise Unrat wie Autoreifen, Bauschutt, Blechtüren, Gipsplatten, Möbelteile und blaue Abfallsäcke aus dem Haufen herausholten. Trotz Sperrschilds sei inzwischen aber schon wieder Baumschnitt zu dem Haufen gebracht worden. Da auf dem benachbarten Komposthaufen immer mehr nicht kompostierbare Dinge abgeladen wurden wie Unrat oder Steine, fährt ihn auch der Bauer nicht mehr ab und die Gemeinde muss sich selbst um die Abfuhr kümmern.
Trotzdem wollen sich die Gemeindevertreter Gedanken machen über einen neuen kleinen Kompostplatz. Unter anderem haben sie die langfristige Nutzung des ehemaligen Wasserwerk-Geländes am Sportplatz bei der GKU beantragt, wie der Bürgermeister informierte. Sie sind sich einig, dass so eine Fläche eingezäunt sein und sich jemand finden muss, der vielleicht einmal wöchentlich Gartenabfälle annimmt. Das Thema wird die Gemeinde wohl noch eine Weile beschäftigen.ab