HASS-POST

Krebs-Verfluchung alarmiert Neubrandenburgs SPD

Ein hasserfüllter Absender wünschte dem CDU-Politiker Ruprecht Polenz einen qualvollen Tod durch Krebs und verwies dabei hämisch auf das Schicksal der SPD-Politikerin Sylvia Bretschneider. Deren Parteifreunde aus Neubrandenburg reagierten solidarisch.
Der Münsteraner CDU-Politiker Ruprecht Polenz hat eine gegen ihn gerichtete Hass-Mail öffentlich gemacht.
Der Münsteraner CDU-Politiker Ruprecht Polenz hat eine gegen ihn gerichtete Hass-Mail öffentlich gemacht. Britta Pedersen
Neubrandenburg ·

Der CDU-Politiker Ruprecht Polenz hat am 7. Januar eine Hass-Mail gegen ihn veröffentlicht, in der auch gegen die verstorbene Neubrandenburger Politikerin Sylvia Bretschneider (SPD) gehetzt wird. Daraufhin solidarisierte sich deren ehemaliger Ortsverein mit dem CDU-Mann.

Lieber Krebserkrankung für Polenz als Attentat

Polenz veröffentlichte einen Screenshot der E-Mail auf seinem Twitter-Kanal. In der Mail wünscht ihm der Absender eine Krebserkrankung und dass er mit seinem „krankhaften Anti-AfD-Hass so zerfressen” werde wie „die Sozenhaßfratze Sylvia Bretschneider”. Die SPD-Politikerin aus Neubrandenburg ist im April 2019 nach langem Leiden an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben und war bis zu ihrem Tod Landtagspräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern gewesen.

Die gewünschte Krebserkrankung für Polenz solle ihn lange leiden lassen, so der Absender, obwohl er einen Anschlag auf seine Person verdiene. Ruprecht Polenz, ehemaliges Bundestagsmitglied, spricht sich öffentlich immer wieder gegen Rassismus und für Antifaschismus aus.

SPD-Ortsverein stärkt CDU-Mann den Rücken gegen den Hass

Nachdem der CDU-Mann diesen Hasspost auf Twitter öffentlich machte, gab es in den Kommentaren unter dem Beitrag eine Welle der Solidarisierung mit dem Politiker.

Auch der SPD-Ortsverein Neubrandenburg meldete sich zu Wort. Sie solidarisieren sich in ihrem Tweet mit Polenz. „Alle demokratischen Parteien und ihre Abgeordneten sind diesem Hass ausgesetzt. Hier zählen keine programmatischen Unterschiede, sondern nur: #niewieder.”

 

Die Sonntagsfrage - unser kostenloser Wahl-Newsletter

Von aktuellen Umfrage-Ergebnissen über scharfe Analysen bis zu kuriosen Wahlkampf-Pannen: Mit dem neuen Nordkurier-Newsletter "Die Sonntagsfrage" erhalten Sie wöchentlich alle relevanten Informationen zur anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Keine Sorge, das Angebot ist für Sie kostenlos und mit keinerlei Verpflichtungen verbunden.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

zur Homepage

Kommentare (1)

So wie Herr oder Frau Körner Ihr Anliegen vorträgt ist es ohne wen und aber zurückzuweisen.
Das Frau Bretschneider nun aber sehr vielen Menschen persönlich aus Eigennutz geschadet hat ist bekannt. Für mich wäre es nun schon wichtig zu erfahren, was der Auslöser war, dass jemand so was schreibt, was es in keinem Fall entschuldigt.
Es hört sich nämlich sehr danach an, dass Herr Ruprecht Polenz sehr viel mit seinem Verhalten dazu beiträgt, dass viele Menschen nicht gut auf Ihn zu sprechen sind. Ihn dann nur als Opfer darzustellen ist grundsätzlich falsch. Es wird ja behauptet, dass Herr Polenz die Antifa unterstützt und gegen andere demokratische Parteien hetzt, dann ist er nicht nur Opfer sondern auch Täter !!
Sein Verhalten ist dann der Auslöser und in gleicher Weise zu verurteilen.