KREISTAG

Weniger Geld trotz sinkender Kreisumlage in Neubrandenburg

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte könnte im kommenden Jahr für Entlastung bei der Kreisumlage sorgen. In Neubrandenburg keimt Hoffnung auf, auch wenn eine sinkende Kreisumlage nicht automatisch mehr Geld für die Stadt bedeutet.
Jörg Franze Jörg Franze
Georg Wagner Georg Wagner
Wie viel Geld muss Neubrandenburg im kommenden Jahr an den Landkreis überweisen? Diese Frage bewegt die Stadtvertreter, denn das beeinflusst auch, wie viel Einsparpotenzial sie noch finden müssen.
Wie viel Geld muss Neubrandenburg im kommenden Jahr an den Landkreis überweisen? Diese Frage bewegt die Stadtvertreter, denn das beeinflusst auch, wie viel Einsparpotenzial sie noch finden müssen. Georg Wagner
Neubrandenburg.

Nein, auf Gerüchte will sich Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt bei der Haushaltsplanung nicht verlassen. Obwohl es durchaus bequem wäre und Neubrandenburg bei der Finanzplanung für 2018 helfen könnte. Ein bisschen vorausschauende Kühnheit habe sich die Stadtverwaltung allerdings schon geleistet, erklärte der Bürgermeister am Donnerstag bei der ersten Lesung des städtischen Haushaltsentwurfs für 2018.

Ein Telefonat mit Landrat Heiko Kärger habe ihm zumindest das Vertrauen in eine einprozentige Senkung der Kreisumlage für 2018 vermittelt. Und die hat die Stadt auch gleich eingepreist. Trotzdem müsste Neubrandenburg im kommenden Jahr immer noch 29,2 Millionen Euro an den Landkreis überweisen, 1,6 Millionen mehr als in diesem Jahr. Das Plus trotz einprozentiger Senkung der größten Abgabe hat mit steigenden Bemessungsgrundlagen zu tun.

Kärger will Kreisumlage weiter drosseln

Jeder Prozentpunkt weniger bedeute 600.000 Euro Entlastung für die Stadt. Nach Informationen des Nordkuriers will Landrat Heiko Kärger (CDU) dem Kreistag vorschlagen, den Satz für die Umlage sogar um zwei Punkte auf dann 46,3 Prozent zu senken. Noch ist das freilich nicht offiziell.

zur Homepage