STRAßENBAU

Kreistag der Seenplatte schmettert Kritik an B96-Ausbau ab

Grüne und Linke wollten die Kritik an den Ausbauplänen der B96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz in den Kreistag tragen, kamen aber nicht weit.
Die B96 zwischen Neubrandenburg und Oranienburg soll ausgebaut werden, doch die Pläne vor allem zwischen Neubrandenburg u
Die B96 zwischen Neubrandenburg und Oranienburg soll ausgebaut werden, doch die Pläne vor allem zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz sorgen auch für Kritik. Bernd Settnik
Neubrandenburg ·

Der Kreistag der Mecklenburgische Seenplatte hat sich in der Frage des umstrittenen Ausbaus der Bundesstraße 96 zwischen Neubrandenburg und Neustrelitz nicht auf die Seite der Ausbaugegner gestellt. Entsprechende Anträge der Fraktionen Bündnis 90/Grüne und die Linke wurden am Montagabend mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. „Da geht Tier vor Mensch – das soll nicht sein”, kommentierte Frank Benischke (CDU) den Vorstoß der Grünen.

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Grünen wollten "politisches Signal" setzen

Die Bundesstraße sei unter anderen Bedingungen geplant worden und erfülle nicht mehr zeitgemäße Anforderungen. Die wichtige Versorgungsfunktion der Straße könne nicht wegdiskutiert werden. Auch Robert Schnell von der AfD-Fraktion kritisierte, dass die Anträge nur den Ausbau insgesamt verhindern sollen und eigentlich auf keine Anpassungen abzielen.

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Laut Falk Jageszent, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen sollte damit jedoch ein politisches Signal gesetzt werden. Es dürfe nicht auf das Planfeststellungsverfahren gewartet werden. „Wir wollen den Ausbau so nicht.” Das Geld müsse besser in den Nahverkehr investiert werden.

Alternativplanung vorgelegt

Neben zwei Ortsumgehungen ist in den Plänen der Planungsgesellschaft Deges ein zum Teil dreispuriger Ausbau der Bundesstraße vorgesehen. Grüne und Linke wie auch einige an der Strecke liegende Anwohnergemeinden kritisieren, das die zum Teil parallel zur bestehenden B96 geplante neue Straße mehr Fläche als notwendig verbraucht und nur wenige Auffahrten für Anlieger bietet. Ein Aktionsbündnis „B96-Ausbau: So nicht!“ dieser Kritiker hat entsprechende Alternativplanungen vorgelegt.

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In Anträgen beider Fraktionen sollten nun den Landrat und die Kreisverwaltung aufgefordert werden, sich intensiver der Kritik zu widmen und sich die Vorschläge des Aktionsbündnisses zum Teil zu eigen zu machen. Das lehnte die Mehrheit der Kreistagsmitglieder jedoch ohne Aussprache zu dem Thema ab.

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Kommentare (1)

dass die wirklich etwas für Autofahrer machen wollen? Mit ihren Scheinargumenten wollten sie doch nur den Ausbau verzögern oder dieses wichtige Projekt für unsere Region totquatschen. Damit nehmen sie billigend in Kauf, dass es auf dieser Strecke weiterhin zu vielen schweren Unfällen kommt und Menschen sterben.