Erste MSE-Unternehmensmesse

Kritische Töne auf Firmen-Messe in Neubrandenburg

Die erste Unternehmensmesse des Landkreises MSE sollte viel Austausch und neue Geschäftsbeziehungen bringen. Doch laut Meinung der Anwesenden gab es einiges an der Organisation zu bemängeln.
Natalie Meinert Natalie Meinert
Auf der Messe konnten sich die Unternehmer untereinander austauschen.
Auf der Messe konnten sich die Unternehmer untereinander austauschen. Anya Schlie
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Neubrandenburg.

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (WMSE) hatte am Donnerstag zur ersten Unternehmensmesse mit dem Titel „MSEunternehmen“ eingeladen. Im Haus der Kultur und Bildung (HKB) Neubrandenburg sollten sich regionale Betriebe einen Überblick über die Arbeits- und Branchenvielfalt im Landkreis verschaffen und miteinander austauschen. Die Veranstalter waren zufrieden, die Gäste vor Ort hatten hingegen Kritik.

„Wir werden immer wieder von Unternehmerseite darauf angesprochen, dass man gar nicht so genau wisse, welche Unternehmen den Landkreis in wirtschaftlicher Hinsicht prägen“, erläuterte Sabine Lauffer, die Geschäftsführerin der WMSE, im Vorfeld den Grund für die Messe. „Nichts ist überzeugender als die Erlebbarkeit und der persönliche Kontakt vor Ort.“

Im HKB waren dann rund 220 Personen und 90 Unternehmen vor Ort. Insgesamt 48 Stände informierten über die unterschiedlichen Betriebe. Michael Thurm von WMSE sagte, dass die Idee für ein solches Ereignis schon länger vorhanden war, es allerdings mehrerer Anläufe brauchte. „Mitte Januar haben wir dann die Website freigeschaltet und die Einladungen verschickt; den Eintrittspreis von 25 Euro haben wir extra so gestellt, dass sich alle Unternehmer in der Gegend das leisten können“, erläuterte Thurm die Vorbereitung. Die Messe sei ein Testballon gewesen. „Ich gehe aber davon aus, dass sich die Messe zu einer jährlichen Veranstaltung entwickeln wird, denn die Resonanzen waren bisher sehr gut.“

Dieser Meinung waren allerdings nicht alle der Anwesenden. „Der allgemeine Konsens unter uns Unternehmern hier ist, dass es einen viel niedrigeren Eintrittspreis hätte geben sollen für die Unternehmer ohne Stand“, sagte Heilpraktikerin Rita Meitzner. 25 Euro wären einfach zu viel gewesen, besonders für kleinere Unternehmer. Die Ständeinhaber hätten ihrer Meinung nach sogar mehr Geld für die Gebühr hingeblättert, damit die anderen Gäste weniger zahlen müssen. Sie fügte hinzu: „Ich war schon auf vielen Unternehmensmessen. Hier ist es einfach zu leer.“

Der gleichen Meinung war Thomas Schmidt von der ETL Steuerberatung: „Nicht nur ein niedrigerer oder gar kein Eintrittspreis wäre schön gewesen. Die Veranstaltung hätte außerdem für alle – Unternehmer sowie potenzielle Kunden – offen sein sollen.“ Auch wäre im Vorfeld zu wenig Werbung für die Veranstaltung gemacht worden. „Eine Unternehmensmesse ist aber weiterhin eine gute Idee für unsere Region.“