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Kultur zwischen Kerzenleuchter und Fenstersanierung

Der Kerzenleuchter, der durch Spendenmittel restauriert wurde, wird beim Konzert für Atmosphäre sorgen. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns

VonAnke BraunsDer Kerzenleuchter strahlt, jetzt hat der Lebbiner Kulturverein die Holzfenster des Gotteshauses im Blick. Dafür wird auch beim Konzert am ...

VonAnke Brauns

Der Kerzenleuchter strahlt, jetzt hat der Lebbiner Kulturverein die Holzfenster des Gotteshauses im Blick. Dafür wird auch beim Konzert am nächsten Sonnabend gesammelt.

Lebbin.Dass Spendengelder zurückgehen, beklagt so mancher Verein. Der Lebbiner Kulturverein nicht. Die Mitstreiter organisieren jedes Jahr eine Spendensammlung im Dorf und diesmal sind über 1700 Euro zusammengekommen. „Das ist Wahnsinn“, sagt Vorsitzende Kathrin Glutsche. „Dafür können wir nur danken. Es ist auch eine ganz große Spende von Familie Eschenburg dabei, die sich besonders für den Kerzenleuchter eingesetzt hat“, erzählt sie. Für den Leuchter habe der Verein „seit Jahren gestrampelt“, so Kathrin Glutsche. Er fand sich auf dem Boden der St. Petri Kirche und wurde für das Lebbiner Gotteshaus aufgearbeitet. Knapp 800 Euro Spendenmittel des Vereins wurden dafür aufgebracht. Nun haben die Kulturmacher das nächste Ziel im Blick: Die Holzfenster müssen unbedingt saniert und neu gestrichen werden. Dafür sollen weiter Spenden gesammelt werden und dazu trägt sicher auch das erste Konzert des Jahres am 8. Juni in der Lebbiner Kirche bei.
Wer das kleine Gotteshaus betritt, hat sofort eins der bisher größten Projektes des Vereins im Blick: das sanierte, wunderbar bemalte Tonnengewölbe, an dem jetzt auch der Leuchter hängt. Dabei hatte die Kirchengemeinde das Gebäude schon aufgegeben, als Mitte der 90er Jahre der Verein gegründet wurde, erinnert Kathrin Glutsche. Ganz viele Menschen haben mitgezogen und die Sanierung der Kirche von außen nach innen angeschoben. Die rund 40 Mitglieder des Vereins seien fast alle Atheisten. „Wir machen das, um die Kirche als Baudenkmal und Mittelpunkt im Dorf zu erhalten und sie mit Leben zu erfüllen“, sagt sie. Jede Baumaßnahme werde aber von der Kirchengemeinde mitgetragen. „Es ist ein Idealfall, dass die Zusammenarbeit von Gemeinde, Kirche und Verein über die Jahre so gut klappt“, weiß die Vorsitzende. Es gebe „ein ehrliches Interesse und Wertschätzung für unsere Arbeit“. Da muss den Vereinsmitgliedern auch vor den nächsten großen Aufgaben nicht bange sein. Die Innenwände und auch die Bestuhlung müssen in den nächsten Jahren noch saniert werden.
Von dem, was schon geschafft ist und was noch ansteht, können sich auch die Besucher des Konzertes mit Wein und Kerzenschein am nächsten Sonnabend überzeugen. Ross Copeland (Gitarre/Gesang), selbst Mitglied des Vereins, und Christoph Hornig (Cajon) sind um 19.30 Uhr zu Gast und wollen mit Liedern von Künstlern wie Bob Dylan, Neil Young und Van Morrison begeistern. Karten gibt es im Vorverkauf im Keramik- und Geschenke-Laden in der Stargarder Straße 23 in Neubrandenburg oder unter Telefon 03961 216665.

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a.brauns@nordkurier.de