SKELETT IM BRUNNEN

Lange Haft für Totschlag an Neubrandenburger

Vor Jahren wurde Maik Pelikan aus Neubrandenburg getötet. Dafür musste sich ein 34-Jähriger vor Gericht verantworten. Jetzt wurde ein Urteil gesprochen.
dpa
Der 34-jährige Meik E. (Mitte) muss für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.
Der 34-jährige Meik E. (Mitte) muss für siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Bernd Settnik
Neuruppin.

Im Prozess um den gewaltsamen Tod des Neubrandenburger Geschäftsmanns Maik Pelikan aus Neubrandenburg hat das Landgericht Neuruppin den Angeklagten zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der ehemalige Lebens- und Geschäftspartner von Pelikan soll sein Opfer umgebracht haben, weil dieses eine neue Liebe gefunden habe, hieß es am Mittwoch. „Der 34-Jährige hat mitbekommen, dass sich sein Partner trennen wollte, dann kam es zu einer Auseinandersetzung”, sagte Richter Udo Lechtermann am Mittwoch in Neuruppin. Nach dem Totschlag habe sich der Verurteilte seinerseits wie der Geschäftsinhaber aufgeführt.

Die Indizien belegten zudem, dass der Verurteilte 2009 nur noch allein mit dem späteren Opfer auf einem Hof in Schönermark (Uckermark) gewohnt habe. Das Opfer war in jenem Jahr umgebracht und in einem Brunnenschacht am Hof versteckt worden.

Leiche 2015 gefunden

Der Fall hatte für viel Aufsehen gesorgt, weil die skelettierte Leiche erst 2015 in dem Brunnen entdeckt wurde. Der jetzt Verurteilte wurde Anfang des Jahres festgenommen. Er stammt aus Neustrelitz, wo er schon kurz nach der Tötung das erste Geld vom Konto seines Opfers abgehoben haben soll. Die Verteidigung hatte Freispruch aus Mangel an Beweisen gefordert.

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