„Fridays For Future”
Lauter Protest für Klimaschutz in Neubrandenburg

Die Anmelderin der Demonstration, Amelie Weißner (rechts), mit ihrer Freundin Mirjam.
Die Anmelderin der Demonstration, Amelie Weißner (rechts), mit ihrer Freundin Mirjam.
Natalie Meinert

Seit Monaten streiken weltweit tausende Schülerinnen und Schüler, um besseren Klimaschutz zu fordern. Am Freitag ging es auch in Neubrandenburg auf die Straße.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!” Dieser Sprechchor erschallte immer wieder Freitagvormittag über den Neubrandenburger Marktplatz. Dort haben sich dem ungemütlichen Wetter zum Trotz über 300 Schülerinnen und Schüler versammelt, um mit einem „Fridays For Future”-Streik für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren.

Mit etlichen selbstgebastelten Schildern, Bannern und schrillen Trillerpfeifen machten die jungen Menschen auf die Causa des Streikes aufmerksam. Auf dem Marktplatz tummelten sich neben den Schülerinnen und Schülern vom Albert-Einstein-Gymnasium, dem Lessing-Gymnasium, der Evangelischen Schule, dem Sportgymnasium und verschiedene Berufsschulen auch Erwachsene, die den Protest unterstützten.

"Schulstreik ist unsere einzige Möglichkeit"

Amelie Weißner vom Lessing-Gymnasium hatte die Veranstaltung angemeldet. „Weil wir in den Medien immer wieder Berichte von den weltweiten „Fridays for Future”-Demonstrationen sahen, keimte bei uns vor etwa zwei Wochen die Idee auf, dass wir so etwas auch in Neubrandenburg auf die Beine stellen sollten”, berichtete die 16-Jährige. „Schnell haben wir dann Jugendliche von unterschiedlichen Schulen der Stadt mithilfe von Social Media oder Flyern vernetzt.”

Was sagt sie zu den zahlreichen Erwachsenen, die den jungen Menschen vorwerfen, nur die Schule schwänzen zu wollen? „Wir sind noch keine Leistungsträgerinnen, dürfen nicht wählen und haben auch sonst kein politisches Mitspracherecht. Deshalb ist so ein Schulstreik unsere einzige Möglichkeit, die Gesellschaft und die Politiker auf unser drängendes Anliegen aufmerksam zu machen.” Ihre Freundin und Mitorganisatorin Mirjam fügte hinzu: „Bis 2050 könnten womöglich alle Ressourcen des Planeten aufgebraucht sein – was nützen uns dann heute noch der Biologie- oder Chemie-Unterricht?”

Seit Monaten streiken überall weltweit Tausende von Schülerinnen und Schülern jeden Freitag während ihrer Schulzeit und demonstrieren gegen die aktuelle Klimapolitik und für mehr Umweltschutz. Auch in Teterow oder Templin gingen viele Schüler auf die Straße. In ganz Mecklenburg-Vorpommern haben sich heute Tausende Schülerinnen und Schüler bei den "Fridays for Future"-Schülerstreiks beteiligt.

Kommentare (4)

fängt zu Hause an. Ich finde es gut,dass die Jugend sich bewegt. Leider nur mit Halbwissen. Schulen, sowie die Schulhöfen oder die Badestränden und Spielplätze werden ,nach nächtlichen Feten,verdreckt hinterlassen. Fastfood statt Schulmensa... Müll, Müll überall Müll.... Nur mal zum Nachdenken

Es ist richtig, dass Sie das geschrieben haben. Posten Sie das auch bei Facebook, Twitter, whats up?,...? ...aber das AEG hat doch eine Solaranlage und das neue alte Rathaus hat dann...? Vielleicht haben die Kinder das auf ihren Bildern nicht so deutlich gemalt.

Wenn der Schüler dort geraucht hat, ist ihm seine Zukunft wohl nicht so wichtig.

Eigentlich sind wir doch alle für den Schutz der Umwelt. Manche Leute handeln, manche Menschen demonstrieren, manche Leute reden oder schreiben darüber ("Das ist ganz, ganz toll was IHR macht!") , manche Umweltschützer machen fast alles. Wenn jetzt noch viele positive Taten folgen, ist eine Demo am Vormittag schon in Ordnung und war nicht umsonst.