DEMONSTRATION

Lehrer fordern in Neubrandenburg mehr Geld für Bildung

In Neubrandenburg sind Demonstranten durch die Innenstadt bis auf den Markt gezogen. Sie haben gegen den Personalmangel in Schulen und Kitas und für mehr Geld für die Bildung demonstriert. Auch in Schwerin, Rostock und Greifswald fanden Aktionen statt.
Die Teilnehmer der Demonstration trafen sich vor dem Haus der Gewerkschaften in Neubrandenburg. Foto: Thomas Beigang
Die Teilnehmer der Demonstration trafen sich vor dem Haus der Gewerkschaften in Neubrandenburg. Thomas Beigang
Neubrandenburg.

Etwa 250 Teilnehmer haben am Sonnabendvormittag in Neubrandenburg gegen den sich verschärfenden Personalmangel in Schulen und Kitas und für mehr Geld für die Bildung demonstriert. Zur Demo hatten die Gewerkschaft GEW, der Kreiselternrat und verschiedene Studentenparlamente aufgerufen.

Die Teilnehmer forderten mehr Investitionen in die Attraktivität der Schulen und ein Ende der Kürzungen, um den Personalmangel nachhaltig bekämpfen zu können. In den nächsten zehn Jahren, so heißt es, werden rund 8600 neue Lehrer benötigt. Die Demonstranten forderten die Landesregierung auf, in den aktuellen Verhandlungen um den Landeshaushalt der nächsten Jahre der Bildung mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Aktionen in Schwerin, Rostock und Greifswald

Geplant waren auch Aktionen in Schwerin, Rostock und Greifswald. Die Verbände fordern 100 Millionen Euro Mehrausgaben pro Jahr für Mecklenburg-Vorpommerns Schulen. Die von der Landesregierung zusätzlich eingeplanten 50 Millionen Euro reichten nicht, um Personalmangel zu bekämpfen und gute, inklusive Bildung zu bieten, hatte der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Maik Walm, vor den Demonstrationen gesagt.

Deshalb wolle man in allen Schulbezirken protestieren. Walm rechnet landesweit mit 2000 Teilnehmern. Der Protestaufruf wird neben der GEW auch von der Landeskonferenz der Studierendenschaften, dem Verband Sonderpädagogik und dem Landesschülerrat unterstützt.

Dieser Artikel wurde am Samstag, 19. Oktober, aktualisiert.

 

 

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Kommentare (4)

in Berlin - damit die ,,Entscheidungsträger,, mal aufwachen aus ihrer politischen Umnachtung, ....... - weiter so - und die Finger ganz tief in diese Wunde

Bildungspolitik liegt nicht in Zuständigkeit des Bundes, Berlin wäre somit der falsche Ort.

einfache Lösung: Sozialarbeiter und Polizistinnen ausmustern und ihnen ein (Zweit-)Studium auf Lehramt finanzieren bei gleichbleibenden Bezügen. In 2-3 Jahren sind diese Menschen fit in ihren zwei Lieblings-Fächern von der Schule her auch Schüler zu unterrichten. Meine Oma (grandma) brauchte seinerzeit nach ihrem Notabitur im April '45 nur ein knappes Jahr Lehrer-Grundausbildung, und dann hat sie ab Herbst 1946 bis zu 50 Kinder in einer Volksschule bei Stralsund unterrichtet.

weil das allen Beteiligten nur schadet. Gelegentliche gemeinsame Aktivitäten kann es ja trotzdem geben, so denn der Wunsch seitens der Schulkinder bestünde.