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Deponie-Brand Rosenow

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Linksfraktion will unklare Abläufe klären lassen

Die Feuerwehr war bei dem Deponiebrand schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und löschte. Doch mit dem aufsteigenden Qualm hatte sich offenbar niemand so richtig beschäftigt.
Die Feuerwehr war bei dem Deponiebrand schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und löschte. Doch mit dem aufsteigenden Qualm hatte sich offenbar niemand so richtig beschäftigt.
OVVD

In das Informations-Chaos nach dem Brand auf der Müllhalde in Rosenow soll jetzt der Fachausschuss des Seenplatte-Landkreises Ordnung bringen – vor Ort auf dem Deponiegelände.

Mit den Rauchschwaden vom Deponie-Brand in Rosenow beschäftigt sich nun auch die Kreispolitik. Die Linksfraktion des Seenplatte-Kreistages hat am Dienstag beantragt, die nächste Sitzung des Kreis-Ausschusses für Ordnung, Sicherheit, Brand und Katastrophenschutz auf das Deponiegelände von Rosenow zu verlegen.

Offenbar gebe es bei Gefahrensituationen wie beim Brand auf der Deponie vor einer Woche unklare Informationsabläufe innerhalb der zuständigen Strukturen, begründete Ausschussmitglied Dieter Kowalick von der Linksfraktion den Antrag.

Ursachen klären

„Zum einen sehen wir es als notwendig und gegeben an, dass sich der zuständige Fachausschuss einerseits mit den Ursachen des Brandes öffentlich befassen sollte und ferner von den zuständigen Verwaltungsmitarbeitern Hintergründe über die in der aktuellen Medienberichterstattung aufgegriffenen Problemlagen in der Informationspolitik erfährt“, sagte Kowalick. Er habe zudem vorgeschlagen, auch Kreisbrandmeister Norbert Rieger und die betroffenen ehrenamtlichen Bürgermeister zu der Beratung am 30. August einzuladen.

Bei dem Brand vor einer Woche hatte eine riesige Rauchwolke Anwohner in umliegenden Orten beunruhigt. Über mehrere Stunden war keine Behörde in der Lage, Auskünfte über mögliche Giftstoffe in den Rauchschwaden zu geben. Erst mit erheblicher Verspätung wurde ein Messwagen der Gielower Feuerwehr zur Deponie geschickt, da hatte sich die Qualmwolke allerdings bereits verzogen.

Für zusätzlichen Ärger sorgte anschließend das Kreisordnungsamt mit der Empfehlung, sich bei derartigen Bedrohungslagen an die Polizei oder den jeweiligen Bürgermeister zu wenden. Die Gemeinde-Chefs von Rosenow und dem benachbarten Ritzenow, Norbert Stettin und Dörte Uetrecht, widersprachen allerdings inzwischen. Sie seien nicht die richtigen Ansprechpartner und seien über den Brand und seine Folgen auch nicht informiert worden.