CORONA-REGELN

Lockerungen in der Seenplatte noch nicht möglich

Während in großen Teilen MVs bald Corona-Regeln fallen, müssen sich die Menschen in der Seenplatte weiter gedulden. Auch Schulen und Kitas dürfen noch nicht vollständig öffnen.
Mögliche Lockerungen der Corona-Regeln in der Seenplatte hängen von den Inzidenzwerten ab.
Mögliche Lockerungen der Corona-Regeln in der Seenplatte hängen von den Inzidenzwerten ab. © photoguns - stock.adobe.com
Seenplatte ·

Die Inzidenz im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt noch nicht seit fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 und deshalb können die vom Land angekündigten und im Bundes-Infektionsschutzgesetz festgelegten Erleichterungen noch nicht in Kraft treten. „Das betrifft uns derzeit beim Schulunterricht und in der Kindertagesförderung“, erklärt der Stellvertretende Landrat Thomas Müller am Mittwochmittag. „In den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege tritt unser Landkreis ab dem 17. Mai zunächst in die so genannte Schutzphase ein“, so Thomas Müller.

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Tests für Eltern

Während der Schutzphase dürfen nur Kinder die Krippe, den Kindergarten oder die Kindertagespflegestelle besuchen, wenn sich mindestens ein Elternteil zweimal pro Woche beziehungsweise sich zwei Elternteile jeweils mindestens einmal in der Woche testen oder testen lassen, hieß es vom Landkreis. Diese Testung soll nicht an zwei aufeinander folgenden Tagen erfolgen.

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Regelung gilt nicht für Hortkinder

Eltern von Hortkindern sind von der Testpflicht ausgeschlossen, so die Kreissprecherin. Kinder, die den Hort besuchen, müssen sich im Rahmen des Präsenzunterrichts oder der Notbetreuung in der Schule testen, sodass eine zusätzliche Testung der Eltern für den Besuch des Hortes nicht erforderlich ist. Während der Schutzphase ist der Besuch der Horte im Landkreis nur für Kinder möglich, die bereits jetzt die Schule im Rahmen des Wechselunterrichts oder die schulische Notbetreuung besuchen dürfen.

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Schulfrage hängt von Inzidenz am Mittwochabend ab

„Was nun den Unterricht in unseren Schulen betrifft, gibt es noch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Wenn am Mittwochabend, 12. Mai, die Inzidenz erstmals unter 100 liegt, dann können wir laut den Regelungen der Landesregierung ab Montag, 17. Mai, in den unteren Klassen in den Präsenzunterricht gehen. Bleibt es am Mittwoch jedoch bei den ‚magischen 100‘, dann kommen wir mit unserer Inzidenz in die dafür geltende Stufe 2“, betont der Stellvertretende Landrat.

+++ Aktualisierung: Am Mittwoch wurden in MV insgesamt 217 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, neun Menschen starben. Die Inzidenz ist jetzt nur noch in zwei Landkreisen über 100. +++

„Das heißt, ab dem kommenden Montag (17. Mai) werden die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 11 in den Wechselunterricht gehen, wenn die Inzidenz heute über 100 liegt. Für die Abschlussklassen gilt dann weiterhin, dass Präsenzunterricht möglich ist“, sagt Thomas Müller. Was den Unterricht an den Musikschulen betrifft, gibt es seitens des Landes leider noch keine Informationen zur Öffnung.

Neuinfektionen nehmen nur langsam ab

„Ich hoffe sehr, dass wir im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schon bald dauerhaft unter eine 7-Tage-Inzidenz von 100 kommen, damit die angekündigten Lockerungen für Schule, Kita, Gastronomie und Einzelhandel bei uns in Kraft treten können“, so Müller. Denn auch was die Öffnungen in der Gastronomie und im Einzelhandel betrifft, muss der Landkreis mindestens 5 Tage lang unter den Wert von 100 kommen, bevor sie möglich werden.

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„Die Zahl der Neuinfektionen nimmt zwar stetig, aber leider nur sehr langsam ab. Immer wieder sind in unserem Landkreis Familien betroffen, weil beispielsweise Elternteile außerhalb des Landes arbeiten und den Virus sozusagen am Wochenende mit nach Hause bringen“, erklärt der Vize-Landrat.

Informationen zu den Testverpflichtungen, die Eltern bei den Kitas und Tagespflegepersonen vorlegen müssen:

Die benannte Testverpflichtung der Eltern kann erfüllt werden durch das Beibringen einer Bescheinigung über einen Antigen-Schnelltest oder einen anderen Test auf das Coronavirus SARS-CoV-2 mit negativen Testergebnis, der in einem Testzentrum, einer Arztpraxis oder an anderer zulässiger Stelle durchgeführt wurde. Darüber hinaus ist eine Selbsterklärung der Eltern über einen zu Hause durchgeführten Selbsttest oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers, dass bei Beschäftigten unter Begleitung die Durchführung eines Schnelltests oder eines Selbsttests veranlasst wurde, möglich.

Ein entsprechendes Formular zur Selbsterklärung eines negativen Testergebnisses ist u. a. auf der Internetseite des Landkreises www.lk-mecklenburgische-Seenplatte.de zu finden und wird den Einrichtungsträgern und Kindertagespflegepersonen zur Verfügung gestellt.

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Kommentare (4)

Es wird immer dämlicher

Wenn Elternteile, die auswärts arbeiten, das Virus am Wochenende mit nach Hause bringen, wäre ein Ausreiseverbot doch wohl sinnvoller als die geltenden bizarren Einreiseverbote. Ich will keine Kennzeichen aus MV mehr in Schleswig-Holstein, Brandenburg oder Berlin sehen!

und umgedreht genauso......

in bester Ausführung! Warum nicht alles noch auf Gemeindeebene runterbrechen? Wozu haben wir eigentlich Bundesländer?