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Löschangriff nass ganz wörtlich

Im Vordergrund Burg Stargard als Sieger der Jugendmannschaften. Im Hintergrund die beste Männermannschaft: die Feuerwehr Lindetal.  FOTOs: Bärbel Gudat

VonBärbel GudatBei Dauerregen absolvierten Freiwillige Feuerwehren und die Jugendwehren des Stargarder Landes in Dewitz ihren Amtsausscheid.Dewitz.Den Umgang ...

VonBärbel Gudat

Bei Dauerregen absolvierten Freiwillige Feuerwehren und die Jugendwehren des Stargarder Landes in Dewitz ihren Amtsausscheid.

Dewitz.Den Umgang mit Wasser sind die Freiwilligen Feuerwehren eigentlich gewöhnt. „Aber soviel von oben?“, der Amtswehrführer des Stargarder Landes, Hans-Jürgen Lode, schüttelt ob des stundenlangen Regens wie viele andere nur den Kopf. Irgendwie scheint Petrus den Wettkampfinhalt „Löschangriff nass“ wörtlich genommen zu haben. Selbst die dicken blauen Jacken mit den phosphorisierenden Streifen schützen die Männer langsam nicht mehr. Die Zuschauer am Rand haben ihre Schirme aufgespannt, doch auch die halten dem Nass von oben kaum noch stand. „Es ist ganz schön kalt“, bekennen zwei Frauen, aber sie wollen unbedingt noch die Wettkämpfe der Jugendwehren sehen und ihre Kinder anfeuern. Zuvor sprinten neun Männermannschaften über den frisch gemähten Rasen des Dewitzer Sportplatzes. Der Ehrgeiz gute Zeiten zu laufen, ist förmlich zu spüren. Die Lindetaler und die Burg Stargarder liefern sich ein packendes Duell. Bei der späteren Auswertung wird klar: Die beiden Mannschaften trennt nur eine Sekunde. Lindetal gewinnt vor Burg Stargard. Bei den Frauen tritt nur Neu Käbelich mit einer eigenen Mannschaft an. Die Stargarderinnen brauchen männliche Hilfe und werden deshalb bei den Männermannschaften gewertet. Sie schaffen einen sechsten Platz.
Endlich starten die Jugendmannschaften. Zwei Läufe hat jeder. Wie bei den Großen wird die beste Zeit gewertet. Die Burg Stargarder wollen unbedingt eine gute Zeit laufen. Mit ihren Jungendwarten Thomas Schröder und Steffen Ehrlich prüfen sie noch einmal, ob Schläuche und Verteiler perfekt liegen. Auch die Teschendorfer auf der Bahn nebenan legen alles sorgsam zurecht.
Sprecher Wilfried Krage ruft die beiden Gruppen an den Start. „Auf die Plätze fertig...“ - der Knall der Starterklappe schickt die jungen Feuerwehrleute auf die Strecken. „Hoffentlich hat sich das ganze Üben ausgezahlt“, fiebert Steffen Ehrlich am Rand mit. Kurz darauf reißt der Schlussläufer den Arm in die Höhe. Nicht mal 24 Sekunden haben die Burg Stargarder gebraucht. Sie waren die Letzten am Start, aber es heißt nun warten, denn so um die 24 Sekunden haben fast alle sechs Teams erreicht. Als Hans-Jürgen Lode nach gut einer Stunde den Sieger verkündet, marschieren die Stargarder unter dem Jubel stolz nach vorn. Die vielen Sonnabendvormittage und auch das Üben am Nachmittag haben sich ausgezahlt.

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b.gudat@nordkurier.de