SCHANDFLECK AM NEUBRANDENBURGER RING

Luhmann-Villa steht endlich vor Sanierung

Schon in diesem Jahr könnten an dem maroden Gebäude die Arbeiten beginnen.Der neue Besitzer erbittet sich jedoch noch etwas Zeit, bevor er in Erscheinung tritt.
Das denkmalgeschützte Haus an der westliche Auffahrt zum Friedrich-Engels-Ring, auch bekannt als „Club der Intellig
Das denkmalgeschützte Haus an der westliche Auffahrt zum Friedrich-Engels-Ring, auch bekannt als „Club der Intelligenz“, wartet seit Jahren auf einen Besitzer, der sich die Sanierung zutraut. Tim Prahle
Neubrandenbrug.

Geraune, Gestaune, Applaus. Ein kurzer Abschnitt von Oberbürgermeister Silvio Witts Rede ließ die Zuhörer beim Bürgerempfang der Stadt Neubrandenburg besonders aufhorchen. „Sehr wahrscheinlich werden wir 2020 auch den Beginn der längst überfälligen Sanierung der Luhmann-Villa, vielen noch bekannt als Club der Intelligenz, feiern können“, erwähnte der Oberbürgermeister beinahe beiläufig.

Damit erfuhr erstmals eine breitere Öffentlichkeit, dass es mit dem altehrwürdigen Gebäude wohl bald wieder aufwärts gehen könnte. Hintergrund, wie der Nordkurier auf Nachfrage erfuhr: ein Besitzerwechsel. „Der Eintrag im Grundbuch ist bereits geändert“, verdeutlichte Witt.

Neubrandenburger Unternehmer neuer Eigentümer

Von 2013 an war die markante Villa am Friedrich-Engels-Ring im Besitz eines Landwirts aus der Nähe von Woldegk. Vor zwei Jahren meldete sich ein neuer Interessent, ein Gastronom aus Neubrandenburg. Zum Besitzerwechsel kam es schlussendlich nicht. Auf Pläne, die zunächst Wohnungen, dann sogar einen Biergarten offerierten, folgten keine Taten. Nur der Turm wurde eingerüstet, um den Dachstuhl abzusichern. Das war im Februar 2018. Danach wurde es still um die mehr und mehr zum Geisterhaus verkommene Villa.

Nun also der nächste Anlauf. Nach Nordkurier-Informationen handelt es sich beim neuen Eigentümer um einen Neubrandenburger Unternehmer, der auch schon andernorts in der Vier-Tore-Stadt seine baulichen Spuren hinterlassen hat. Im Gespräch bittet dieser jedoch noch um ein wenig Zeit, ehe er mit seinem Namen und den genauen Plänen an die Öffentlichkeit geht.

Stadt hält 100.000 Euro Fördermittel bereit

Zumindest scheint bislang klar, dass es einzig um die Sanierung des Bestandsgebäudes geht. Wohl ab Sommer soll dort sichtbar gearbeitet werden. Schon zuletzt machte der Hinterhof, der vom Oberbach aus gut zu sehen ist, einen aufgeräumten Eindruck. Die Stadt Neubrandenburg, die sich auf einem vor Jahren extra aufgestellten Hinweisschild des Verdachts erwehrt, selbst verantwortlicher Eigentümer zu sein, frohlockt ob der neuen Entwicklung. „Die Luhmann-Villa gehört zu der Visitenkarte, die wir mit den vier Toren haben. Und diese Visitenkarte sieht aktuell nicht so gut aus“, sagte Silvio Witt.

Gänzlich heraushalten wird sich die Stadt wohl ohnehin nicht. Über das Sanierungsgebiet „Treptower Tor“ ist sie bei Vorhaben an der Villa involviert – und würde immerhin 100.000 Euro aus den Städtebaufördermitteln zur Verfügung stellen. „Die sind auch für dieses Jahr fortgeschrieben“, bestätigt eine Sprecherin.

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