AUS NRW NACH MV

Mädchen pflanzt Bäume aus Hambacher Forst in Neubrandenburg

Schülerin Lilly Schmidt aus Neubrandenburg hat einen Platz für ihr Weihnachtsgeschenk – vier gerettete Baumsetzlinge aus dem Hambacher Forst – gefunden.
Tim Prahle Tim Prahle
Der Ort, den Andreas Vogel von der Stadt und Lilly ausgesucht haben, besticht durch seine fulminante Aussicht.
Der Ort, den Andreas Vogel von der Stadt und Lilly ausgesucht haben, besticht durch seine fulminante Aussicht. Tim Prahle
Neubrandenburg.

Lillys Alltag ist schnell beschrieben. Zumindest, wenn es nach der Neunjährigen selbst geht: „Erst bin ich in der Schule, dann im Hort und dann zu Hause, um die Bäume zu gießen.“ So einfach ist das. Die Bäume haben längst ihren Platz in Lillys Alltag gefunden.

Dabei stehen die zwei Stieleichen und zwei Hainbuchen gerade mal seit einem knappen Monat auf dem Balkon der Familie Schmidt. „Sie hatte mitbekommen, dass im Hambacher Forst Bäume gerodet werden“, blickt Mutter Claudia zurück. „Dann wollte sie ein paar Bäume retten.

Der Energiekonzern RWE hatte nichts dagegen, kurz vor Weihnachten reisten die Setzlinge dann aus dem noch 200 Hektar großen Wald in NRW an den Datzeberg. „Es war das perfekte Weihnachtsgeschenk“, sagt Claudia Schmidt und blickt liebevoll auf ihre Tochter, die gerade auf die zwei Herren von der Stadt wartet, um mit ihnen einen geeigneten Platz für die geliebten Bäume zu finden.

Bäume nur halb so groß wie ihre Retterin

Andreas Vogel und Jan Brauns aus der Abteilung Stadtgrün sind dazugekommen. Und Lilly zeigt den Herren gleich mal, wie und wo sie sich das mit den Bäumen so vorstellt. Ganz in die Nähe des eigenen Blocks sollen sie, damit sie sie immer im Auge hat. Hier an den Hängen oberhalb des Sandkrugweges sollen die Bäume stehen. An guten Abenden ließen sich hier fantastische Sonnenuntergänge beobachten, weiß Claudia Schmidt.

Diese Sicht sollen die Bäume, die aktuell nur halb so groß sind wie ihre Retterin, nicht beschränken. „Man muss davon ausgehen, dass zumindest einer der vier perspektivisch komplett auswächst“, sagt Abteilungsleiter Andreas Vogel. Die beiden werden sich schnell einig.

Ein Ort ist gefunden. Nun müssen sie nur noch eingepflanzt werden. Am liebsten würde Lilly das zusammen mit Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt machen. Der hätte sich auch schon so für ihre Schule eingesetzt. Ein Termin für das Frühjahr muss allerdings noch gefunden werden.

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Kommentare (1)

rettet die ganze Welt. (aus dem Talmud)