:

Mäkelbörger verschwindet aus Stadtbild

Die Filiale im Marktplatz-Center wird in der kommenden Woche schließen.
Die Filiale im Marktplatz-Center wird in der kommenden Woche schließen.
A. Segeht / Montage: J. van Betteray

In den kommenden Monaten werden alle Filialen des Unternehmens verkauft, geschlossen oder zum „Lila Bäcker“. Damit endet eine Ära.

Die Zeit einer eigenständigen Großbäckerei in Neubrandenburg wird bald beendet sein. Voraussichtlich ab April kommenden Jahres gibt es keine „De Mäkelbörger“-Filialen mehr – weder in Neubrandenburg noch woanders. Schon am 24. Dezember schließt die Filiale im Marktplatz-Center, bis zum Jahresende macht auch die Filiale im Obi-Baumarkt an der Demminer Straße zu. Die Unternehmensführung in Neubrandenburg und Pasewalk gibt zu dem Thema allerdings keinerlei Stellungnahme ab. Sie verweigert jegliches Statement gegenüber der Öffentlichkeit.

Die Informationen werden von Betriebsrat Peter Völzke bestätigt. Die ehemals rund 50 Filialen von „De Mäkelbörger“ werden in den kommenden Monaten entweder zum „Lila Bäcker“ umfirmiert, verkauft oder geschlossen. Der Pasewalker „Lila Bäcker“ hatte im vergangenen Sommer die Neubrandenburger Traditionsfirma „De Mäkelbörger“ nach deren Insolvenz übernommen und ist nun mit rund 3000 Beschäftigten die größte ostdeutsche Bäckerei. Weil „De Mäkelbörger“ in Insolvenz ist, heißt das neue Unternehmen nun „De Mäkelbörger -N-“.

Einige Filialen – so in Broda, in der Oststadt, auf dem Datzeberg und im Lindenpark – sind bereits auf „Lila Bäcker“ umgestellt. Die Filiale im Marktplatz-Center wird kurzfristig aufgegeben. Center-Manager Michael Dittrich verhandelt mit anderen Bäckereien, um diesen gut gehenden Standort zu erhalten.

Bisher haben alle betroffenen Angestellten einen neuen Arbeitsvertrag angeboten bekommen, sagt nicht nur Peter Voelzke, sondern auch Jörg Dahms von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Allen werde ein Lohn knapp oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns angeboten – allerdings bislang ohne Anrechnung der bisherigen Betriebszugehörigkeit. Das sei nicht korrekt, so Voelzke.