TÖDLICHES FAMILIENDRAMA

Mann aus Neubrandenburg ermordet Ehefrau

In Niedersachsen hat ein 47-Jähriger seine getrennt lebende Ehefrau mit mehreren Messerstichen getötet. Opfer und Täter stammen aus Neubrandenburg.
Carsten Korfmacher Carsten Korfmacher
Der Neubrandenburger Volker K. (47) hat am Sonntag seine ebenfalls aus Neubrandenburg stammende Ehefrau Doreen K. (40) mit mehreren Messerstichen getötet.
Der Neubrandenburger Volker K. (47) hat am Sonntag seine ebenfalls aus Neubrandenburg stammende Ehefrau Doreen K. (40) mit mehreren Messerstichen getötet. Facebook/NK-Collage: Hannes Ackermann
Winsen.

Schockstarre in der idyllischen Kleinstadt Winsen in Niedersachsen. Am Sonntagabend ereignet sich hier, nur wenige Kilometer südlich von Hamburg, eine Familientragödie. Es ist immer noch hell. Doch der warme Frühlingstag neigt sich bereits dem Ende zu, als laute Schreie der Angst aus einem der weiß gestrichenen Reihenhäuser zu vernehmen sind.

Die Nachbarn, von den Schreien aufgescheucht, alarmieren die Polizei. Als der Streifenwagen gegen 19.30 Uhr eintrifft und die Beamten das fragliche Haus betreten, kommt ihnen aus der Küche bereits ein Mann entgegen. Er riecht nach Alkohol, sein Körper ist mit Blut überströmt.

Als die Beamten ins Obergeschoss gehen, eröffnet sich ihnen ein Bild des Grauens. Überall Blut, eine Frau liegt leblos auf dem Fußboden, ihr Körper von Messerstichen übersät. Auch zwei Kinder befinden sich im Haus, Jungen im Alter von acht und zwölf Jahren. Bei der erstochenen Frau handelt es sich um ihre Mutter, die 40-jährige Neubrandenburgerin Doreen K. Sie ist trotz der tiefen Wunden nicht tot, wird unter Reanimationsmaßnahmen ins Krankenhaus gebracht. Doch sie überlebt ihre schweren Verletzungen nicht.

Ehepaar soll seit Monaten getrennt gelebt haben

Die Beamten nehmen den Mann, den sie in der Küche antrafen, fest und führen ihn in Handschellen ab. Auch er, der 47-jährige Volker K., Ehemann des Opfers, stammt aus Neubrandenburg. Das Ehepaar soll seit einigen Monaten getrennt leben. Nach Polizeiangaben hat es vor der Attacke einen Streit zwischen den beiden gegeben. Im Verlauf dieses Streits soll der zu diesem Zeitpunkt stark alkoholisierte Volker K. plötzlich ein Messer gezogen und wie von Sinnen auf seine Ehefrau eingestochen haben.

Worum es bei dem Streit ging und warum sich das Paar trennte, ist unklar. Nach Angaben der „Hamburger Morgenpost” haben Nachbarn die Familie nach der Tat als nett, freundlich und stets zuvorkommend beschrieben, von Konflikten innerhalb des Hauses scheint nichts nach außen gedrungen zu sein. Die Polizei äußert sich nicht zum derzeitigen Stand der Ermittlungen und zum familiären Hintergrund der Tat. Unterdessen wurde Volker K. einem Haftrichter vorgeführt, er sitzt nun in Untersuchungshaft.

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