Der mutmaßliche Täter konnte in der Wohnung von der Polizei gestellt werden.
Der mutmaßliche Täter konnte in der Wohnung von der Polizei gestellt werden. Felix Gadewolz
Das lebensgefährlich verletzte Opfer hat sich mit schweren Bauchverletzungen bis in die eigene Wohnung geschleppt.
Das lebensgefährlich verletzte Opfer hat sich mit schweren Bauchverletzungen bis in die eigene Wohnung geschleppt. Felix Gadewolz
Gewalttat

Mann lebensbedrohlich mit Messer in Neubrandenburg verletzt

Nach einer Messerattacke im Reitbahnviertel am Dienstagabend nahm die Polizei zwei betrunkene Tatverdächtige fest. Das Opfer konnte mit lebensbedrohlichen Bauchwunden fliehen.
Neubrandenburg

Nach einem Streit bei einem Zechgelage ist am späten Dienstagabend im Neubrandenburger Reitbahnviertel ein 24 Jahre alter Mann mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen befand sich das spätere Opfer zusammen mit zwei 32- und 33-jährigen Neubrandenburgern in einer Wohnung in der Traberallee, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Im Laufe des Abends sei es zunächst zu einer verbalen und später zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei wurde der 24-Jährige mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt und musste im Neubrandenburger Klinikum Neubrandenburg notoperiert werden.

Das Opfer konnte trotz der lebensbedrohlichen Verwundung aus der Wohnung fliehen, Blutspuren vor dem Wohnhaus zeigten das Ausmaß des Blutverlustes deutlich.

Blutspuren führten Polizei zu Tatverdächtigen

Auch in der Wohnung sowie im Hausflur konnte die Polizei Blutspuren feststellen können. Nach sofortiger Suche nach dem Verletzten sowie der Auswertung weitere Spuren gelang es den Beamten kurze Zeit später, einen Tatverdächtigen in der Wohnung festzunehmen. Dieser stand offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Alkohol.

Opfer wurde mit lebensbedrohlichen Wunden gefunden

Der Geschädigte wurde wenig später in der Neubrandenburger Südstadt gefunden. Ein Passant habe den Schwerverletzten, der inzwischen nicht mehr in Lebensgefahr sei, kurz nach Mitternacht außerhalb dessen Wohnung entdeckt, hieß es. Wie er es bis in die Südstadt geschafft hat, ist bislang nicht eindeutig geklärt, so ein Sprecher der Polizei. Der junge Mann sei schließlich mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht worden. Währenddessen fanden Ermittler des Kriminaldauerdienstes am Tatort weitere Spuren und auch die mutmaßliche Tatwaffe, diese wird nun im Zuge der weiteren Ermittlungen untersucht.

Täter sind polizeilich bekannt

Worum es in dem Streit ging, ist noch nicht bekannt. Die beiden 32- und 33-jährigen Tatverdächtigen waren laut Polizei beide alkoholisiert. Bei dem Opfer konnte aufgrund der Schwere der Verletzung zunächst kein Atemalkoholtest durchgeführt werden. Die mutmaßlichen Täter wurden vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht. Die beiden Deutschen sind polizeibekannt, der eine wegen Diebstahls, der andere wegen Körperverletzung und Raub. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg laufen derzeit die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, sagte eine Polizeisprecherin.

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