Stadtvertreter debattieren

Marx-Denkmal liegend oder stehend?

Eine Entscheidung zur Statue von Karl Marx in Neubrandenburg wird zur Stunde heftig in der Stadtvertretung debattiert.

In der Neubrandenburger Stadtvertretung tobt zur Stunde eine heftige Debatte um den Umgang mit dem Karl-Marx-Denkmal. Entgegen der Intention der Stadt, das Denkmal von Gerhard Thieme künftig liegend zu präsentieren, fordert die Fraktion Die Linke, die Skulptur in ihrer ursprünglichen Form wieder aufzustellen. SPD- Stadtvertreter wiederum brachten den Antrag ein, die Skulptur im Regionalmuseum aufzustellen und in einen geschichtlichen Kontext einzuordnen.

Der Stadtverwaltung zufolge soll der Liegend-Entwurf Nachdenken und Diskussionen über das Werk des Philosophen und seine spätere Auslegung auslösen.

Stadtvertreter Jan Kuhnert (Die Linke) zufolge hat Thiemes Sohn, der seit 2011 per Vollmacht im Namen seines inzwischen 90-jährigen Vaters handelt, einer solchen Veränderung widersprochen. Die Abwandlung erfordert die Zustimmung sowohl des Urhebers als auch der Denkmalschutzbehörde.

Die Skulptur war in den 60er Jahren auf dem Marktplatz errichtet und später an die Bibliothek umgesetzt worden. Baubedingt entfernt, ist sie seit Jahren in einem Depot eingelagert. Der Denkmalstatus erfordert jedoch, dass sie öffentlich zugänglich gemacht wird. Der Liegend-Entwurf hat in den vergangenen Wochen kontroverse Diskussionen ausgelöst.

Susanne Schulz

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