Andrang bei Handarbeitsbörse

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Massen erkunden bei Messe neueste Trends für Handarbeit

Klar, wo hier die Aufmerksamkeit liegen sollte: auf dem handgefertigten Halsschmuck! So sehen Modenschauen während der Handarbeitsbörse aus ...
Klar, wo hier die Aufmerksamkeit liegen sollte: auf dem handgefertigten Halsschmuck! So sehen Modenschauen während der Handarbeitsbörse aus ...
Anett Seidel

Eine Frau klöppelt seit zwei Jahren. Die nächste hat ihr Hobby rund um die Wolle zum Beruf gemacht und die Mitglieder der Patchwork-Gilde präsentieren eine komplette Ausstellung. Besucher aus Nah und Fern machen in Neubrandenburg deutlich: Um das Phänomen Handarbeit kommt derzeit niemand herum.

An immer neue Besucherrekorde sind die Veranstalter der Neubrandenburger Handarbeitsbörse schon gewöhnt. Mit rund 130 Ausstellern aus dem ganzen Land - 20 mehr als im Vorjahr - stoßen sie nun aber wirklich an Kapazitätsgrenzen, sagt Ausstellungsleiter Werner Hasart. Die meisten Händler sind "Wiederholungstäter", und so auch viele Besucher. Im Umkreis von 100 Kilometern bieten Reiseunternehmen Bus­touren zur Börse an.

Handarbeit ist angesagt. Längst wird nicht mehr in der Ofenecke gestrickt, gestickt, gehäkelt, genäht oder gebastelt. Selbst Männer entdeckt man zwischen den tausenden Handarbeits-Frauen. Ihr Interesse steigt, wenn Technik mit im Spiel sei.

Im nächsten Jahr steht die 20. Messe an und Ausstellungsleiter Hasart verrät: „Es geht mit Sicherheit um Fashion und Style.“ Das spielte bei den Modenschauen bereits diesmal eine Rolle. Wer die Börse verpasst hat, sollte sich den 21. und 22. Februar vormerken. Dann heißt es in der Stadthalle „Hobby kreativ“. Die nächste Handarbeitsbörse ist am 26. und 27. September 2015 im Jahnsportforum.