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Mecklenburger tanzen wie Maori-Krieger

Anne Quinten gehört zu den jüngsten Teilnehmerinnen des Aroha-Kurses an der Volkshochschule.
Anne Quinten gehört zu den jüngsten Teilnehmerinnen des Aroha-Kurses an der Volkshochschule.
Ingmar Nehls

Mit dem rituellen Haka-Tanz haben die neuseeländischen Maoris ihre Gegner eingeschüchtert. Etwas verändert tanzen ihn Mecklenburger Frauen, um sich in Form zu bringen.

„Spannt an! Wir sind Kriegerinnen. Macht alles fest!“, fordert Trainerin Liane Schlünz ihre Kursteilnehmerinnen auf. Die Stunde neigt sich dem Ende zu und auch die Kräfte schwinden zunehmend. Im Dreivierteltakt bewegen sich die Frauen zu der speziellen Musik. Die weichen und fließenden Bewegungen wechseln sich mit ausdrucksstarken Figuren ab, die Tiger, Panther, Schwert oder Schild heißen. Liane Schlünz gibt die Kommandos und motiviert die Frauen, letzte Kräfte aus sich heraus zu holen.

„Man kann sich schön auspowern“, sagt Anne Quinten erschöpft, aber glücklich. Die 27-Jährige aus Glocksin gehört zu den jüngsten im Volkshochschulkurs Aroha. Nach dem Zumba-Boom wird nun dieser Tanz immer populärer. Aroha ist an den rituellen Haka-Tanz der neuseeländischen Maori angelehnt. Berühmt gemacht hat ihn die neuseeländische Rugby-Auswahl All Blacks. Wie früher die Maori-Krieger führen die Sportler, von den viele Maori sind, ihn vor jedem Spiel auf, um den Gegner einzuschüchtern. Aroha bedient sich beim Haka und greift außerdem Elemente aus dem traditionellen Kung Fu-Fighting und Tai Chi auf.

Liane Schlünz hat vor ein paar Jahren den neu entwickelten Tanz kennengelernt. „Das liegt mir“, hat sie damals gespürt und sich 2007 zur Trainerin ausbilden lassen. An der Volkshochschule gibt sie jetzt schon im vierten Semester Kurse. Am 8. Frauensporttag am 27. Oktober in Neubrandenburg in der Sporthalle in der Geschwister-Schull-Straße ist sie mit Aroha dabei. Wie Andrea Anna vom Kreissportbund verrät, liegen für Aroha bisher die meisten Anmeldungen vor.