Wahlticker für Neubrandenburg, Neustrelitz und Umgebung
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Gut besucht sind die Neubrandenburger Wahllokale wie dieses hier in der Oststadt.
Gut besucht sind die Neubrandenburger Wahllokale wie dieses hier in der Oststadt.
A.Segeth

Die CDU liegt bei den Kreistagswahlen vorne mit 38,2 Prozent, gefolgt von der Partei Die Linke (22,1 Prozent). SPD rutscht zehn Prozentpunkte ab. In Neubrandenburg liegen die Linken deutlich vorne. In Altentreptow hat die Wählergemeinschaft sensationell gesiegt. In Woldegk, Wesenberg und Mirow wurden die Amtsinhaber als Bürgermeister bestätigt.

19:00: Sonderschicht für Nordkurier

Eine Sonderschicht mussten am Montag Dagmar Schneider und Gabriela Krüger vom Amt Neustrelitz-Land einschieben. Sie wurden von Chef Arnold Krüger aus dem Feierabend zurück in die Behörde beordert, nachdem durch ein Missverständnis die Wahlergebnisse der elf Gemeinden nicht an den Nordkurier übermittelt worden waren.     

 

18:30 Uhr: Stichwahl in Groß Miltzow

Die Groß Miltzower müssen sich noch ein paar Wochen gedulden, bevor sie erfahren, wer ihr neuer Bürgermeister ist. In der Gemeinde hat keiner der drei Kandidaten die 50 Prozent-Hürde geschafft. Folglich muss es eine Stichwahl geben. Diese findet am 15. Juni statt. Es treten an: Elvira Janke (CDU) und Peter Nordengrün (Wählergemeinschaft). Aus diesem Grund findet am 15. Juni eine Stichwahl zwischen Elvira Janke (CDU) und Peter Nordengrün (WGM) statt. Elvira Janke hat bei der Wahl 47,76 Prozent der Stimmen bekommen, Peter Nordengrün 28,66 Prozent.

 

15:30 Uhr:  NPD  hat nur noch zwei Vertreter im Kreistag

Nur noch mit zwei statt bisher vier Abgeordneten ist die rechtsextreme NPD im neuen Kreistag der Mecklenburgischen Seenplatte vertreten. Jens Blasewitz aus Neubrandenburg und Torsten Schmidt aus Neukalen müssen ihre Plätze räumen, weil die NPD trotz exzessiver Plakatwerbung nur auf 3,3 statt bisher 4,8 Prozent der Stimmen kam. Im Kreistag bleiben der 1988 geborene Hannes Welchar aus Friedland und der 1983 geborene Norman Runge aus Burg Stargard. Die NPD verliert außerdem ihren Fraktionsstatus und entsprechende Kreiszuschüsse, weil dazu mindestens vier Abgeordnete notwendig sind. Norman Runge hat also keine Einkommensquelle als Fraktionsgeschäftsführer mehr.

 

15:00 Uhr: Ex-Minister findet Trost

Ex-Kultusminister Henry Tesch (CDU) hat sich über die Niederlage bei der Bürgermeisterwahl in Mirow damit hinweggetröstet, dass die Christdemokraten stärkste Fraktion in der Stadtvertretung sind. "Man muss mal sehen, was man daraus macht." Tesch hatte seine Gemeinde Roggentin in die Fusion mit Mirow geführt.   

 

14:30 Uhr: Poland als Stadtpräsident in Neustrelitz im Gespräch

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Poland ist als neuer Stadtpräsident in Neustrelitz im Gespräch. Er hat die mit Abstand meisten Stimmen von allen Wahlbewerbern gezogen und stellt zudem mit seinen Christdemokraten die stärkste Fraktion in der Stadtvertretung.

 

13.40 Uhr: Irina Parlow ist die beliebteste Politikerin Neubrandenburgs

Niemand erhielt bei der Wahl in Neubrandenburg so viele Kreuze wie die Linken-Politikerin Irina Parlow. 5328 Neubrandenburger sprachen ihr das Vertrauen aus. Parlow ist schon seit 1991 kommunalpolitisch aktiv. 2008 trat sie bei der Oberbürgermeisterwahl erfolglos gegen Paul Krüger (CDU) an. Parlow wird nun nicht nur in der Stadtvertretung, sondern auch im Kreistag sitzen. In Neubrandenburg erntete sie knapp 1400 Wählerstimmen mehr als die CDU-Fraktionsvorsitzende Diana Kuhk. Dritter in der Hitliste der beliebtesten Kommunalpolitiker ist Hans-Jürgen Schwanke (CDU), gefolgt von Roman Oppermann (SPD) und dem Polit-Neuling Nicola D’Aniello, der aber als Gastronom stadtbekannt ist.  Weitere Top-Plätze auf der Liste: Dieter Kowalick (Linke), Marco Messner (CDU), Michael Stieber (SPD) – und Jens Blasewitz von der NPD, bei dem 1574 Neubrandenburger ihr Kreuz machten.

 

13.30 Uhr: Woldegk vertraut Ernst-Jürgen Lode

Ernst-Jürgen Lode (Einzelbewerber) ist alter und neuer Bürgermeister der Windmühlenstadt Woldegk. Er hat seinen Konkurrenten Hans Mordhorst (CDU) klar abgehängt, teilte Woldegks Wahlleiter Roger Wallit mit. Eines von Lodes ersten großen Zielen in der neuen Legislaturperiode ist die Fertigstellung des Gesundheitshauses in Woldegk.

 

12:45 Uhr: Einzelbewerber erringt zwei Sitze

In Neubrandenburg gibt es ein echtes Wahlphänomen.Der Einzelbewerber Nicola d'Aniello, der sich bisher einen Namen als Gastronom gemacht hat, hat so viele Stimmen geholt, dass er rein theoretisch zwei Sitze in der Stadtvetretung beanspruchen könnte. Er kam mit 2283 Stimmen auf 3,6 Prozent aller Stimmen in der Stadt. Allerdings kann er natürlich keine zwei Sitze besetzen. Deshalb wird es in der nächsten Wahlperiode nur 42 statt 43 Stadtvertreter geben, teilt Gemeindewahlleiter Peter Modemann mit. Neben Nicola d'Aniello hat es übrigens nur noch Michael Nötzel als Einzelbewerber in die Stadtvertretung geschafft. Hans-Jürgen Schulz und André Sandmann, beides Urgesteine der Neubrandenburger Kommunalpolitik, erhielten nicht ausreichend Stimmen.

 

12.40 Uhr: Einzelbewerber im Kreistag

Neustrelitz. Der Neustrelitzer Bürgermeister Andreas Grund hat es als parteiloser Einzelbewerber in den Kreistag der Seenplatte geschafft. Nahtlos ging er am Montag zur Tagesordnung über und hisste die Blaue Umweltflagge in der Badeanstalt am Glambecker See. 

 

12.30 Uhr: Wesenbergs "Chef" bleibt im Amt

In Wesenberg wollte Bürgermeister-Kandidat Steffen Rißmann in die Fußstapfen seines Vaters treten, der den Posten schon mal inne hatte. Der Bürgermeister wird in Wesenberg aber auch weiterhin Helmut Hamp heißen, den die Wähler im Amt bestätigten.

 

26. Mai 12.00: Bürgermeisterwahlen Mirow: Schmettau hängt Tesch ab

Bei der Bürgermeisterwahl in Mirow hat Amtsinhaber Karlo Schmettau (FDP) seinen Posten klar verteidigt. Herausforderer Henry Tesch (CDU) brachte es nach vorläufigen Angaben auf 761 Stimmen, Schmettau verbuchte 1132 Stimmen für sich.

 

26. Mai, 11.00: Die Linke stellt stärkste Fraktion in Neubrandenburg

Die Sitzverteilung in der Neubrandenburger Stadtvertretung steht jetzt fest: Die Linke ist stärkste Fraktion mit 12 Sitzen, die CDU hat 11 Sitze. Drittstärkste Fraktion bleibt die SPD mit 9 Sitzen. Die Grünen ziehen mit Verrtetern ins Neubrandenburger Stadtparlament, die AfD kommt immerhin auf zwei Sitze. Jeweils einen Sitz haben die FDP, die Piraten und die NPD. Nur zwei von sieben Einzelbewerbern haben es geschafft: Nicola d'Aniello und Michael Nötzel.

 

24.00 Große Überraschung in Altentreptow

Die Plätze für die CDU fast halbiert, die SPD auf eine Stimme geschrumpft, dafür ein sensationeller Sieg für die neue Altentreptower Wählergemeinschaft. In der Stadtvertretung sind die Mehrheiten ab sofort ganz neu verteilt. Mit sieben Mitgliedern zieht die Wählergemeinschaft ins Rathaus ein.

 

23.40 Uhr Keine Überraschungen in der Altentreptower Region

Überraschungen sind ausgeblieben bei den Bürgermeisterwahlen. Alle Amtsinhaber, die wieder angetreten waren, dürfen weiter die Geschicke der Gemeinden lenken. In Golchen und Knorrendorf ging‘s relativ knapp zu. Vier Gemeinden - Breest, Bartow, Golchen und Grapzow - haben künftig ein neues Gemeindeoberhaupt. In Altenhagen und Grischow gab es keine Bewerber, der Bürgermeister muss aus der Mitte der Gemeindevertretung gewählt werden.

 

23.10 Uhr: Erste Zahlen  aus der Stadt: Linke vorne

Mittlerweile liegen erste Zahlen für die Stadtvertretung Neubrandenburg vor. Sie sind mit Vorsicht zu genießen, denn momentan sind erst 24 von 61 Wahllokalen ausgezählt. Dennoch scheint sich hier ein komplett anderer Wahlgewinner herauszukristallisieren. Während im Kreis und bei der Europawahl die CDU dominiert, holen in der Viertorestadt die Linken fast ein Drittel aller Stimmen. Sie liegen derzeit mit 31,4 Prozent an der Spitze. Es folgen die CDU mit 24,3 und die SPD mit 21,5. Die Grünen holen 5,2 Prozent und die AfD springt aus dem Stand auf 4,8 Prozent. Die NPD liegt derzeit bei 3 Prozent, die FDP stürzt auf 2,3 Prozent und die Piraten holen 1,6 Prozent. Unter den sieben Einzelbewerbern liegt Nicola d'Aniello mit drei Prozent ganz vorn. Die Wahlbeteiligung in Neubrandenburg liegt bei 40 Prozent.

 

22.45 Uhr: Die Linke macht Feierabend

Im Cayenne an der Friedländer Straße haben sich die Linken-Politiker und ihre Freunde nach und nach verabschiedet. Die Nachhut bilden an einem Tisch im Freien die Stadtparlaments-Kandidaten Uwe Richter und Beate Schult, die Kreistagspolitikerin Irina Parlow und der stellvertretende Landrat Siegfried Konieczny. Alle wirken nicht besonders fröhlich, obwohl die Linke ihre Fraktionsstärke im Kreistag offenbar halten kann. Die Verluste der SPD schmerzen, sagt Irina Parlow. „Wenn man etwas erreichen will, muss man Verbündete haben. Wir wissen jetzt noch nicht, wer von der SPD tatsächlich im Kreistag sitzt.“ Das sei wichtig, weil die Kreistags-SPD bisher sehr zerstritten gewesen sei. Und somit kein verlässlicher Bündnispartner in der Kreispolitik. Draußen wird es derweil kühl – die Kommunalpolitiker stehen auf und gehen nach Hause.

22.26 Uhr:FDP unter drei Prozent

Lange Gesichter bei der Neubrandenburger FDP. Sie kommt im Kreis und in der Europawahl auf unter drei Prozent. Ortsvorsitzender Dietrich-Eckhard Krause macht dafür vor allem den bundesweiten Abwärtstrend der FDP verantwortlich. Nun hofft er auf bessere Ergebnisse für die Stadtvertretung.

 

22.25 Uhr: SPD abgerutscht

Die SPD ist im Landkreis gegenüber der letzten Wahl rund zehn Prozentpunkte abgerutscht und liegt momentan bei 20 Prozent. Als "sehr ernüchternd", kommentiert der Kreisvorsitzende Michael Stieber dieses Ergebnis. Allerdings habe man sich leider wieder auf das "normale" SPD-Ergebnis der Region eingependelt. Bei der letzten Kreistagswahl im Jahr 2011 schwamm die SPD im ganzen Land auf einer Welle des Erfolges und hatte beispielsweise in der Stadt Neubrandenburg rund 35 Prozent erreicht. Davon ist nun keine Rede mehr.

 

22.20 Uhr:Polin hilft im Wahllokal

 Europäisch ging es im Neustrelitzer Wahllokal in der Glambecker Straße zu. Zu den dort rührigen Wahlhelfern gehörte auch die junge Polin Anna Bialkowska. Die Azubine in der Neustrelitzer Kreisverwaltung stammt aus der Partnerstadt Szczecinek und wartet laut Auskunft von Vizebürgermeister Christian Butzki (CDU) mit Bestnoten auf.

 

21.25 Uhr Linke sucht erst Grund zur Feier

Keine Wahlparty haben die Linken in Neustrelitz angekündigt. Man müsse erst mal das kommunale Wahlergebnis abwarten, und das sei ja am Sonntag ohnehin nicht zu erfahren, hieß es am Rand der Friedensdemonstration vom Freitag auf dem Markt der Residenzstadt.

21.22 Uhr: Bündnisgrüne feiern basisnah

Die Bündnisgrünen der Seenplatte bleiben auch nach dem Urnengang basisnah. Sie haben sich zur Wahlparty im "Basement" am Neustrelitzer Markt versammelt. Mit am Tisch der Kandidat für das Europaparlament, Ralf-Peter Hässelbarth, aus Burg Stargard.

21 Uhr: 166 von 382 Wahlbezirken ausgezählt

Die ersten Ergebnisse für die Kreistagswahl in der Mecklenburgischen Seenplatte liegen vor: Momentan sind 166 von 382 Wahlbezirken ausgezählt, die Wahlbeteiligung liegt bei 42,7 Prozent. Die CDU liegt auch im Kreis klar vorn. Sie erreicht 38,3 Prozent. Es folgen die Linke mit 22,1 Prozent und die SPD mit 18,2 Prozent. Viertstärkste Kraft auch im Kreistag könnte mit 4,3 Prozent die AfD werden. Es folgen die Grünen mit 4,0 Prozent, die NPD mit 3,7 Prozent, die Freien Wähler mit 2,7 und die FDP mit 2,4 Prozent.

Aber noch ist mehr als die Hälfte aller Wahlbezirke noch auszuzählen, es bleibt spannend.

Zu viel CDU für zu wenig Bildschirm. Auf der Terrasse des neu eröffneten Hotels Alter Kornspeichers mit Seeblick am Neustrelitzer Hafen haben sich die örtlichen Christdemokraten versammelt. Allerdings wenig Konzentration auf den Sonnenuntergang. Noch nie haben vermutlich so viele Augenpaare auf den am TIsch vorhandenen Mini-Laptop geschaut, an dem die Wahlergebnisse verfolgt werden. Dass die CDU als stärkste Kraft aus der Europawahl hervorgeht, ist immerhin zu erkennen.

20.30 Uhr:Wahlbeteiligung 40,01 Prozent in Neubrandenburg

In Neubrandenburg lag die Wahlbeteiligung bei den Europawahlen bei 40,01 Prozent. Das teilte soeben Gemeindewahlleiter Peter Modemann mit. Hier sind die Briefwähler schon inklusive - mehr Prozente werden es also nicht mehr.

20.25 Uhr CDU liegt bei Europawahl in der Seenplatte ganz klar vorn

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind die Stimmzettel zur Europawahl in 384 von 398 Wahlbezirken ausgezählt. Die Wahlbeteiligung wird vom Landeswahlbeauftragten derzeit auf 45 Prozent beziffert. Weit vorn liegt in der Seenplatte momentan die CDU mit 36,2 Prozent. Weit abgeschlagen die Verfolger: Die Linke mit 21,6 Prozent, die SPD mit 20,0 Prozent, es folgt die AfD mit 6,2 Prozent, die Grünen mit 3,9 Prozent, die NPD mit 2,9 Prozent, die FDP und die Familienpartei mit jeweils 1,6 Prozent, die Piraten und die Tierschutzpartei mit jeweils 1,1 Prozent und die Freien Wähler kommen auf 0,7 Prozent. Diese Zahlen lassen sicher gewisse Rückschlüsse auf die Kreistags- und Stadtvertreterwahlen zu - das ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Denn gerade bei Kommunalwahlen gehen Personen oftmals vor Parteizugehörigkeit. Es bleibt also spannend.

20.30 Uhr: Enttäuschung

 Enttäuschung über die Wahlbeteiligung im Amt Neustrelitz-Land. "Wir sind zwar immer noch am Zählen, aber das Ergebnis wird nicht so toll ausfallen", so der Leitende Verwaltungsbeamte Arnold Krüger kurz nach 20 Uhr. Eine guten Job hätten die Wahlhelfer im Amtsbereich gemacht.

20.20 Uhr: Hier  heißt es:Immer  wieder durchzählen

 Wo steckt nur der fehlende Stimmzettel? Noch mal und noch mal mussten die Wahlhelfer im Altentreptower Rathaus die mehr als 500 Europawahl-Stimmzettel durchzählen, bis sie endlich mit der Zahl der registrierten Wähler überein stimmte. Das ging gut los, wo doch die "komplizierteren" Auszählungen noch bevorstanden. Als der Fehler gefunden war, konnte der Amtsbereich Treptower Tollensewinkel vermelden: Europa ist durch.

 

20 Uhr: CDU stärkt  sich mit  Schmalzstullen  für die Wahlnacht

Im Raum Rostock des Neubrandenburger Radisson-Hotels warten gut 20 CDU-Politiker auf Ergebnisse. Parteichef Frank Benischke sucht in seinem Tablet-Computer nach Zahlen für den Seeplatten-Kreis. „Alles gut“, sagt er dann. „Wir sind hier besser als bei der Wahl 2009. Die Union komme kreisweit auf 36.7 Prozent, also 3,5 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Allerdings erringt nach Benischkes Recherchen auch die AfD als Neuling gleich 6,3 Prozent der Stimmen, sie wird also im Kreistag landen. Und AfD-Stimmen könnten auch von Wählern kommen, die sonst bei der CDU ihr Kreuz machen.Vor dem Versammlungsraum hat die Hotel-Crew ein kleines Buffet aufgebaut. Bei der CDU gibt es Schmalzbrote, Zaziki und Gulaschsuppe.

20 Uhr: Enttäuschendes Ergebnis

Enttäuschung über die Wahlbeteiligung im Amt Neustrelitz-Land. "Wir sind zwar immer noch am Zählen, aber das Ergebnis wird nicht so toll ausfallen", so der Leitende Verwaltungsbeamte Arnold Krüger kurz nach 20 Uhr. Eine guten Job hätten die Wahlhelfer im Amtsbereich gemacht.

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Jeannine Pflugradt war mit Mann Holger und dem Junior und Erstwähler Arne (16) in Neustrelitz an der Urne. "Das Wahlrecht ist hart erkämpft, wir verstehen nicht, wenn Leute nicht wählen gehen." Und genügend Zeit für eine Fahrradtour sei am Wahlsonntag auch noch geblieben, bevor es zur Wahlparty des SPD-Ortsvereins in die Neustrelitzer Tiergartengaststätte ging.

19 Uhr:Linke  versammelt  sich  zur Wahlparty

Die Linken-Politiker Neubrandenburgs sitzen schon in Fraktionsstärke im Steakhaus Cayenne an der Friedländer Straße. Auf zwei Bildschirmen laufen unbeachtet die Wahlsendungen von ARD und ZDF. Gerade ist die scheidende Ratsfrau Caterina Muth gekommen. Munter plaudert sie mit ihren Parteifreunden.

18.30 Uhr: Das  große Zählen  hat begonnen

Kurz nach 18 Uhr war es in allen 47 Wahllokalen der Stadt Neubrandenburg so weit. Wie hier im Wahlraum 2 in der Evangelischen Schule in der Innenstadt wurden die Wahlurnen geöffnet und das große Zählen begann. Zuerst werden überall die Stimmen für das Europäische Parlament ausgezählt. Danach folgt die Urne mit den Stimmen für den Kreistag, am Ende die Stadtvertretung. In den Dörfern werden nach den Stimmen für die Gemeindevertretung noch die Voten für die ehrenamtlichen Bürgermeister ausgezählt. Das kann bis tief in die Nacht hinein dauern.

18 Uhr: Überstunden im Wahllokal

Überstunden im Wahllokal Glambecker Straße in Neustrelitz. Um 17.58 wird noch ein Herr im Jogginganzug vorgelassen. Er hat offenbar genaue Vorstellungen und ist bereits drei Minuten später fertig. Die Dame mit den zwei Kindern, die um 18.01 Uhr noch wählen will, muss abgewiesen werden. Was sie aber auch nicht verstimmt.

17.30 Uhr: Zur Kaffeezeit  wird  es voller in den Wahllokalen

Lange Wartezeiten gab es im Turnraum der Altstrelitzer Natur- und Umweltkita "Löwenzahn" nicht. Hier im Wahllokal 3 hatte die Amtsleiterin des Rechnungsprüfungsamtes der Stadtverwaltung Neustrelitz, Daniela Benzin, gemeinsam mit ihren Kollegen für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. "Es ist alles ruhig", so die Wahlvorsteherin. Zur Kaffeezeit füllte sich der Turnraum dann doch etwas mehr. Anscheinend wurde der Urnengang von vielen mit dem Sonntagsspaziergang verbunden. "Doch nach einer sehr guten Wahlbeteiligung sieht es zur Zeit noch nicht aus", schätzte Daniela Benzin ein. Zwei Stunden vor Ultimo lag die Wahlbeteiligung bei etwa 25 Prozent.

15.45 Uhr: Wahlbeteiligung in Neustrelitz "nicht gerade prickelnd"

In der Residenzstadt Neustrelitz zeichnet sich eine schlechte Wahlbeteiligung ab. Bis 14 Uhr lag die Quote bei lediglich 32,61 Prozent, was die Europawahl angeht, und bei 32,34 Prozent bei den Wahlen zum Kreistag und zur Stadtvertretung, an denen ja bereits 16-Jährige teilnehmen können. "Das ist nicht gerade prickelnd", kommentierte Wahlleiter Christian Butzki das Zwischenergebnis. "Bei der letzten Europawahl waren am Ende des Tages 45 Prozent auch kein Ruhmesblatt für unsere Stadt." In Neustrelitz und Ortsteilen gibt es 14 Wahllokale. 17582 Bürger sind zur Eurowahl berechtigt, 17930 für die beiden anderen Urnengänge.

15 Uhr: Reibungsloser Ablauf

Über rege Wahlbeteiligung freut sich Karola Kroll aus dem Amt Woldegk. "Es waren schon viele Leute hier und es kommen ständig weitere", sagt sie am Mittag. "Wir sind bis jetzt sehr zufrieden und hoffen, dass noch viele weitere Leute kommen." In Woldegk und den zum Amt gehörenden Gemeinden sind 21 Wahlbüros geöffnet. Die Windmühlenstadt hat neun Büros eingerichtet, vier Büros hält Gross Miltzow als größte Gemeinde vor. In allen anderen Gemeinden gibt es jeweils ein Wahlbüro. Alle Anlaufstellen für die Wähler verzeichnen bislang einen reibungslosen Ablauf.

15 Uhr: Nur 20 Prozent Wahlbeteiligung bisher

In Neubrandenburg waren bis 14 Uhr weniger als 20 Prozent wählen. Bis 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Durchschnitt bei nur 26,9 Prozent. Kreiswahlleiter Johannes Waeller gibt sich trotzdem optimistisch, dass am Ende des Tages mehr als die Hälfte aller Bürger über ihre Kreistage, Stadtvertretungen, Bürgermeister und natürlich das Europäische Parlament abgestimmt haben werden. Viele gehen erfahrungsgemäß erst am Nachmittag wählen, zudem werden nach 18 Uhr auch die Briefwähler mitgezählt, sagte er. Ob die "50-Prozent-Hürde" auch in der Kreisstadt Neubrandenburg geknackt wird, dürfte fraglich sein. Immerhin haben hier nach Auskunft von Gemeindewahlleiter Peter Modemann bis 14 Uhr nur 19,5 Prozent aller wahlberechtigten Bürger ihr demokratisches Wahlrecht wahrgenommen.

 12 Uhr:Die Wahllokale in Neubrandenburg sind gut besucht

Im Wahllokal 34 in der Oststadt gab es heute Vormittag zwar noch keine großen Staus, aber auch noch keinen Leerlauf. Etwas Zeit sollte man trotzdem mitbringen. Viele Wähler nehmen sich in den Kabinen Zeit, um die drei großen Wahlzettel mit den vielen Namen gründlich zu studieren, bevor sie ihre Kreuze machen.