Investition ins neues Wasserwerk

Millionen für die Wasserversorgung

Fast 40 Jahre leistete das alte Wasserwerk III den Bürgern der Stadt zuverlässige Dienste. Jetzt wird es durch einen Neubau ersetzt.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Zur Grundsteinlegung ließen neu.sw-Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, OB Silvio Witt und Stadtwerke-Chef Ingo Meyer eine Zeitkapsel ins Fundament ein.
Zur Grundsteinlegung ließen neu.sw-Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, OB Silvio Witt und Stadtwerke-Chef Ingo Meyer eine Zeitkapsel ins Fundament ein. Mirko Hertrich
Zur Grundsteinlegung befüllten die neu.sw-Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, Oberbürgermeister Silvio Witt und Stadtwerke-Chef Ingo Meyer eine Zeitkapsel.
Zur Grundsteinlegung befüllten die neu.sw-Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk, Oberbürgermeister Silvio Witt und Stadtwerke-Chef Ingo Meyer eine Zeitkapsel.
Der pensionierte Wassermeister Heiko Stramm (rechts) zeigt OB Witt einen Presseartikel von der Übergabe des alten Wasserwerks III von Ende 1981.
Der pensionierte Wassermeister Heiko Stramm (rechts) zeigt OB Witt einen Presseartikel von der Übergabe des alten Wasserwerks III von Ende 1981. Mirko Hertrich
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Neubrandenburg.

Zur Grundsteinlegung für das neue Wasserwerk haben Kollegen Heiko Stramm einen Ausschnitt aus der Freien Erde von 31. Dezember 1981 mitgebracht. Der damalige Brigadier und spätere Wassermeister hat das alte Wasserwerk III miteröffnet und brachte auch sein langjähriges Wissen in das neue Werk ein, für das am Freitag der Grundstein gelegt wurde.

Die Stadtwerke neu.sw investieren 3,2 Millionen Euro in das neue Werk, das 2021 in Betrieb gehen soll. Das neue Werk soll seinen Vorgänger ersetzen, dessen Technik nach 40 Jahren überholt ist. Weil eine Sanierung teurer geworden wäre als ein Neubau, haben sich die Neubrandenburger Stadtwerke in diesem Fall für den Ersatz entschieden, der nun an dem Standort unweit von Weitin an der Woggersiner Straße entsteht.

Das Wasserwerk III versorgt einen großen Teil der Stadt Neubrandenburg mit Trinkwasser, aber auch die Orte Weitin, Zirzow, Woggersin, Blankenhof, Gevezin, Wulkenzin, Neuendorf und Neu Rhäse. Insgesamt beliefert neu.sw nach eigenen Angaben rund 78 000 Menschen in der Stadt und im Umland mit jährlich knapp vier Millionen Kubikmetern Wasser. Dafür betreiben die Stadtwerke zwei Wasserwerke in Neubrandenburg und eines in Groß Nemerow. Mit dem neuen Werk steigt dann unter anderem die Aufbereitungskapazität von jetzt rund 6000 Kubikmeter Wasser pro Tag auf dann etwa 8000 Kubikmeter. Die sechs Filterkessel sind deshalb größer als die beim alten Werk. Auch die Versorgungssicherheit wird den Angaben zufolge weiter erhöht, weil die moderne Technik künftig zum Beispiel während Wartungsarbeiten nicht abgeschaltet werden muss, sondern weiter Trinkwasser aufbereitet werden kann.

In die Zeitkapsel, die dann im Grundstein versenkt wurde, packten der Vorsitzende der neu.sw-Geschäftsführung, Ingo Meyer, die Aufsichtsratsvorsitzende Diana Kuhk sowie Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) unter anderem die Baupläne, einen Zehn-Euro-Schein und eine aktuelle Ausgabe des Nordkurier. Just zur Zeremonie ging dann ein Graupelschauer über dem Areal nieder, der aber Heiko Stramm ebenfalls nicht schrecken konnte. „Bei der Übergabe Ende 1981 hatte wir minus 10 Grad Celsius“, erinnert er sich dann in den trockenen Räumen des damals eröffneten Wasserwerks, das nach Fertigstellung des neuen abgerissen wird.