„DING DES JAHRES”

Neubrandenburger mit Dusch-Idee bei Pro7-Show

Zwei Neubrandenburger kämpfen am Dienstagabend um den Einzug ins Finale der Show „Das Ding des Jahres”. Die Idee für ihre Erfindung kam einem der beiden dabei an einem ungewöhnlichen Ort.
Jörg Franze Jörg Franze
Die beiden Neubrandenburger Stefan Goletzke (Mitte) und David Bredt (rechts) wollen mit ihrem Geschäftspartner Arvid Reinwaldt und der Idee eines Duschentfeuchters die TV-Show „Das Ding des Jahres“ gewinnen.
Die beiden Neubrandenburger Stefan Goletzke (Mitte) und David Bredt (rechts) wollen mit ihrem Geschäftspartner Arvid Reinwaldt und der Idee eines Duschentfeuchters die TV-Show „Das Ding des Jahres“ gewinnen. Jessica Brach, pixflut
Neubrandenburg.

Zur abendlichen Hauptsendezeit dürfte es am heutigen Abend in etlichen Neubrandenburger Haushalten nur eine Wahl im TV geben: Pro7. Denn wenn „Das Ding des Jahres“ gewählt wird, spielen auch zwei Neubrandenburger Jungs oder vielmehr junge Männer eine Rolle.

Bei der Show der ungewöhnlichen Erfindungen steht an diesem Dienstag das Finale an. Doch bevor es zur endgültigen Entscheidung geht, wetteifern noch einmal sechs Kandidaten um einen letzten Platz in der Endrunde. Und mit dabei sind auch die Gründer der Firma „Duschkraft“ aus Rostock, deren Wurzeln zu zwei Dritteln in der Viertorestadt liegen.

In Wohngemeinschaft oft lange heiß geduscht

Also werden Familienmitglieder, Freunde und Bekannte beobachten, ob Stefan Goletzke und David Bredt zusammen mit ihrem Freund und Geschäftspartner Arvid Reinwaldt die TV-Jury und das deutsche Fernsehpublikum von ihrer Idee überzeugen können. „Wir träumen von einer Welt, in der verschimmelte Badezimmer dauerhaft der Vergangenheit angehören“, lautet die Mission des Gründer-Trios, die einen Luftentfeuchter für die Dusche entwickelt haben.

Stefan Goletzke machte 2007 sein Abitur am Neubrandenburger Einstein-Gymnasium und zog dann nach Rostock zum Studium der Betriebswirtschaftslehre. Hier traf er auf David Bredt, der am Viertorestädter Lessing-Gymnasium seine Hochschulreife erworben und dann in der Hansestadt ein Maschinenbau-Studium begonnen hatte. Und der brachte auch eine Idee mit in die Runde.

„David wohnte damals mit zwei Mädels in einer Wohngemeinschaft. Und die beiden haben immer besonders lange und heiß geduscht“, erinnert sich Goletzke an die Geburtsstunde von „Duschkraft“. Da ließen Schimmel-Probleme im Bad nicht lange auf sich warten.

Jung-Unternehmer heimsten Gründerpreis ein

Aber als sich der angehende Ingenieur die Armatur genau anschaute, kam ihm eine Idee, die er zusammen mit seinem Kommilitonen Arvid Reinwaldt ausformulierte. Das brachte einen zweiten Platz beim Ideenwettbewerb der Universität Rostock. Und anstatt das Preisgeld auszugeben, steckte das Duo die 500 Euro in einen Prototyp des Geräts, das in die Wand eingebaut oder als Aufbau an die vorhandene Dusche nachgerüstet werden kann und während des Duschens die Luftfeuchtigkeit entzieht, testete den in der WG und holte Betriebswirtschaftler Goletzke mit ins Boot.

Mit ihrer Idee konnten sich die Jung-Unternehmer bereits in der MDR-Show „Einfach genial!“ präsentieren und heimsten auch den Gründerpreis der „Wirtschaftswoche“ ein. Die Jungunternehmer wollen nun nicht nur das Publikum in Neubrandenburg, sondern ganz Deutschland von ihrer Idee überzeugen. „Das ,Ding des Jahres‘ zu werden, wäre klasse“, hofft Goletzke, der am Donnerstag 31 Jahre alt wird, auf viele Anrufer in der Show. Vielleicht machen die Zuschauer ihm und seinen Mitstreitern ja dieses Geburtstagsgeschenk.

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