Einige Schüler schafften sogar mehr als 30 Runden – das hat sich gelohnt für die Spendenkasse.
Einige Schüler schafften sogar mehr als 30 Runden – das hat sich gelohnt für die Spendenkasse. Tobias Holtz
Einen Spendencheck über 1000 Euro gab es allein von der Altentreptower Wählergemeinschaft für die ukrainischen
Einen Spendencheck über 1000 Euro gab es allein von der Altentreptower Wählergemeinschaft für die ukrainischen Kinder, die sich am Spendenlauf beteiligt hatten. Tobias Holtz
Einige Schüler schafften sogar mehr als 30 Runden – das hat sich gelohnt für die Spendenkasse.
Einige Schüler schafften sogar mehr als 30 Runden – das hat sich gelohnt für die Spendenkasse. Tobias Holtz
Hilfe für Ukraine

Mit vereinten Kräften beim Spendenlauf für den guten Zweck

Die Schülerinnen und Schüler der KGS hatten bei ihrem diesjährigen Spendenlauf nur ein Ziel vor Augen: So viele Runden wie möglich über den Klosterberg zu drehen, damit am Ende jede Menge Geld für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine zusammenkommt. Und das vorläufige Ergebnis übertrifft alle Erwartungen.
Altentreptow

Es war ohne Zweifel ein sichtbares Zeichen der Solidarität, das am Donnerstag in der Tollensestadt gesetzt wurde. Weit über 180 Schüler aller Jahrgangsstufen hatten sich rund um den Großen Stein versammelt – Seite an Seite mit den Kindern, die erst vor kurzem ihre Heimat verlassen mussten, getrieben von einem unsinnigen Krieg, der seit seinem Beginn vor drei Wochen nichts anderes als Leid und Zerstörung mit sich gebracht hat. Jetzt gingen auch sie als Teilnehmer beim Spendenlauf der Kooperativen Gesamtschule an den Start, um gemeinsam Gutes zu tun, nicht nur für ihre eigenen Familien, sondern auch für die anderen Menschen, die in Altentreptow eine sichere Bleibe gefunden haben.

„Bevor wir eine Corona-Pause einlegen mussten, kam das gesammelte Geld immer der Kinderkrebsstation in Greifswald zu Gute. Doch aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine hatte der Schülerrat vorgeschlagen, den kompletten Erlös auf das Spendenkonto der Stadt zu überweisen, damit die Menschen in der Gemeinschaftsunterkunft bestmöglich versorgt werden können. Dem haben wir natürlich zugestimmt und freuen uns über das große Engagement“, erklärte Lehrerin Kerstin Heusner im Gespräch mit Nordkurier. Trotz der eher kurzen Vorlaufzeit sei die Sponsorensuche der Schüler äußerst erfolgreich verlaufen. So hätten neben den eigenen Familienangehörigen auch Unternehmen aus der Region nicht lange gezögert, die Aktion der Schule finanziell zu unterstützen. Von 50 Cent bis 50 Euro pro Runde war alles dabei. Außerdem stand für Besucher eine Spendenbox parat, die sich im Minutentakt immer mehr füllte. Die Altentreptower Wählergemeinschaft hatte sich kurzerhand bereit erklärt, die Mannschaft mit den ukrainischen Kindern zu sponsern. „Egal wie viele Runden sie heute schaffen. Es gibt auf jeden Fall 1000 Euro von unserer Fraktion“, verkündete der Vorsitzende Mirko Renger bei der symbolischen Scheckübergabe.

Am Donnerstagabend schon 5000 Euro Spenden

Bürgermeisterin Claudia Ellgoth ließ es sich indes nicht nehmen, selber für den guten Zweck mitzulaufen. „Das stand für mich von Anfang an fest“, betonte die Rathauschefin, der selbst nach einer knappen Stunde noch immer nicht die Puste auszugehen schien. 30 Minuten später waren dann allerdings die meisten Teilnehmer mit ihrer Kraft am Ende. Einige von ihnen sind über 30 Runden gelaufen. Bei der 400 Meter langen Strecke hat so mancher Schüler also mehr als 12 Kilometer zurückgelegt. „Da kommt garantiert ein Großteil an Spenden zusammen. Schon jetzt sind wir bei 5000 Euro“, freute sich Lehrerin Maria Wittchen von der KGS am Donnerstagabend. Das endgültige Ergebnis soll am Montag feststehen, wenn alle Überweisungen der Sponsoren auf dem Verwahrkonto der Stadt eingegangen sind.

Sobald es die pandemische Lage wieder zulässt, möchte die Schule noch weitere Aktionen mit den ukrainischen Kindern durchführen. „Es wäre schön, wenn dadurch auch einige Freundschaften entstehen, aber wenn ich mich hier so umschaue, sind die ersten Kontakte heute schon geknüpft worden“, meinte die Lehrerin augenzwinkernd.

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