LEITSTELLE DER SEENPLATTE

Modernste Notruf-Zentrale in MV ist jetzt am Netz

Wer in der Seenplatte die Notrufnummer 112 wählt, landet nun bei den Disponenten in Neuendorf. Die freuen sich über bessere Arbeitsbedingungen.
Die Räumlichkeiten bieten deutlich besser Arbeitsbedingungen als die bisherige Leitstelle in Neubrandenburg.
Die Räumlichkeiten bieten deutlich besser Arbeitsbedingungen als die bisherige Leitstelle in Neubrandenburg. Archiv/Robin Peters
Die neue Leitstelle hat jetzt den Betrieb aufgenommen. Sie steht auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neu
Die neue Leitstelle hat jetzt den Betrieb aufgenommen. Sie steht auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neuendorf bei Neubrandenburg. Robin Peters
Neuendorf ·

Die neue Integrierte Leitstelle der Mecklenburgischen Seenplatte ist in dieser Woche ans Netz gegangen. Das wurde jetzt aus der Kreisverwaltung bestätigt. Nunmehr gehen also alle Notrufe aus dem Landkreis auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Neuendorf ein. „Wir sind sehr froh, dass mit dem entscheidenden Knopfdruck zur Abschaltung der alten und zugleich Freischaltung der neuen Leitstelle ein reibungsloser Neustart erfolgt ist”, sagte der zuständige Dezernent und Zweite Stellvertretende Landrat Thomas Müller (CDU) am Donnerstag.

Geheimhaltung im Vorfeld

Der Übergang sollte möglichst unbemerkt ablaufen. Deshalb wurde der genaue Start wochenlang geheim gehalten. In der Leitstelle arbeiten neben dem Leiter insgesamt 21 Disponenten und zwei Datenpfleger. Aber nicht gleichzeitig: In der Regel sitzen vier Disponenten in 12-Stunden-Schichten an den hochmodern ausgestatteten Arbeitsplätzen und nehmen die Notrufe über die Rufnummer 112 entgegen. Bei größeren Katastrophen könnten aber noch weitere Disponenten unterstützen.

Fördergeld vom Innenministerium

Die Leitstelle ist die modernste Notruf-Zentrale in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Und das hat einiges gekostet: Insgesamt verschlang die Einrichtung etwa 6,7 Millionen Euro. Rund die Hälfte steuerte das Innenministerium dazu. „Unser Dank geht an dieser Stelle an alle Firmen, die uns ein schönes, zweckmäßiges Haus gebaut und eine ausgezeichnete, hochmoderne Technik eingerichtet haben. Der Notruf 112 war zu jeder Zeit des Umzugs erreichbar und arbeitsfähig”, sagte Thomas Müller. Die Disponenten seien erleichtert, jetzt unter deutlich besseren Arbeitsbedingungen ihrem wichtigen Einsatz nachgehen zu können.

Bislang saßen die Mitarbeiter in der alten Leitstelle in der Neubrandenburger Ziegelbergstraße. Doch diese Einrichtung bot nicht mehr genug Platz, beispielsweise für die mittlerweile nötige technische Ausstattung.

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Kommentare (1)

interessant für welches Amt oder welche Institution als nächstes keine Räumlichkeiten oder kein Platz mehr in Neubrandenburg ist. Soviel mir bekannt ist wurde auch schon das Landessozialgericht aus Platzmangel, von Neubrandenburg nach Neustrelitz verlagert. Man bekommt irgendwie den Eindruck das man die Stadt Ämterfrei machen möchte. Der Anfang wurde mit der sogenannten Kreisgebietsreform gemacht wo z.B. jetzt alle Neubrandenburger ihre Grundbuch Angelegenheiten in Demmin erledigen müssen. Da wird auf einer Seite eine CO2 Einsparung gefordert und auf der anderen Seite die Leute durch die Gegend geschickt, da fängt doch der Blödsinn schon an. Weil man bei der Reform mit Widerstand der ehemaligen Städte wie Waren ,Neustrelitz und Demmin rechnen mußte hat man Ihnen eben noch einzelne Ämter gelassen und die Bürger reisen jetzt im Kreis hin und her.