Ring und Ortsumgehung

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Neue Runde im Baustellen-Karussell von Neubrandenburg

Der Bahnübergang in der Sponholzer Straße bleibt ab heute für fünf Tage wegen Bauarbeiten für alle geschlossen.
Der Bahnübergang in der Sponholzer Straße bleibt ab heute für fünf Tage wegen Bauarbeiten für alle geschlossen.
Thomas Beigang

In Neubrandenburg steht wegen der Ortsumgehung die nächste Vollsperrung samt langer Umleitung an. Auch am Ring drohen erneut Staus und Frust - obwohl die Bauarbeiter hier besonders fleißig waren und zumindest eine Strecke in die Innenstadt wieder frei ist.

Den Autofahrern in dem von Baustellen geplagten Neubrandenburg steht eine neue Hürde ins Haus. Ab Freitag wird die Sponholzer Straße, die wichtige Verbindung zwischen dem Osten und Norden der Stadt, im Bereich des Bahnübergangs bis Dienstag komplett dichtgemacht. Die Sperrung gilt nicht nur für motorisierte Verkehrsteilnehmer, betroffen sind ebenfalls Fußgänger und Radfahrer.

Den Grund für die Sperrung liefern diesmal die Erbauer der Ortsumgehung von Neubrandenburg: Weil hier ein Abschnitt jener Entlastungsstrecke gebaut wird, müssen die Stadtwerke noch schnell ihre Fernwärmeleitungen um- und neu verlegen. Eine Umleitung, so wird versichert, sei rechtzeitig ausgeschildert.

Freie Fahrt in die Innenstadt

Dafür kann an anderer Stelle aufgeatmet werden – allerdings erst ab Montag. Zu Beginn der neuen Woche wird die Einfahrt vom Friedrich-Engels-Ring in die Stargarder Straße wieder geöffnet. Über ein Provisorium werden Autofahrer an der Baustelle vorbei über die Post- und die Markgrafenstraße in die Innenstadt geleitet. Die beiden kleinen Straßen bleiben für die Zeit des Provisoriums als Einbahnstraßen ausgeschildert.

Parken ist hier künftig verboten – und damit auch Fußgänger eine Chance haben, die Poststraße zu überqueren, lassen die Verantwortlichen aus dem Rathaus unmittelbar an der Einmündung zur Stargarder Straße eine Ampel aufstellen.

Nach Änderungen ist mit Stau zu rechnen

Aber Achtung: Die neue Einfahrt vom Friedrich-Engels-Ring ist hier nur Leichtgewichten möglich. Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen müssen nach wie vor einen Umweg fahren und dürfen erst über die Große Wollweberstraße in die City. Beim Verlassen der Innenstadt bleibt alles beim Alten: Raus geht es nur über die Wollweberstraße.

Damit aber immer noch nicht genug in Sachen Veränderungen und Gewöhnung an neue Streckenführungen. Weil die Bauleute vom Straßenbauamt auf ihrer Ring-Baustelle gegenüber des Bahnhofs in den vergangenen Wochen richtig in die Hände gespuckt haben, können die Arbeiten für die beiden inneren Ringspuren an diesem Abschnitt schon beendet werden. Die Bauleute ziehen nach außen, deshalb wird am Freitagnachmittag der Verkehr hier von außen auf die beiden fertigen Ringspuren geleitet.

Die Straßenbauer heben jetzt schon den Finger: Wie immer, wenn sich Verkehrsführungen und Baustelleneinrichtungen ändern, ist an den ersten Tagen mit erheblichen Beeinträchtigungen und längeren Wartezeiten in Staus zu rechnen.

Kommentare (2)

Da sind die Stadtwerke ja Lichtjahre den restlichen Bauarbeiten vorraus! Am besten wäre noch eine Brücke über die Bahngleise um die unendlichen Staus der Bahnschranke aufzuheben. Die DB ist ja auch nicht in der Lage normale zeitnahme Schrankenschließzeiten zu realisieren. Es geht immer nur auf die Benutzer der Verkehrswege.

Wieso ist die DB nicht in der Lage "normale" Schliesszeiten des Bahnübergangs zu realisieren?? Was sind "normale" Schliesszeiten? Wenn in Sponholz ein Zug losfährt müssen die Schranken an der Sponholzer Strasse schliessen, da sonst der Zug keine Einfahrt erhalten kann, denn bereits mit dem Überfahren des Neubrandenburger Vorsignal müssen die Schranken "unten" sein. Ebenso aus der anderen Richtung. Die Schliesszeiten an der Sponholzer Strasse sind im Gegensatz zu anderen Bahnübergängen noch sehr "human" und sehr kurz. Es gibt Bahnübergänge da ist die Mindestschliesszeit schon 10 Minuten. Oder verlangt man das die Züge nun bei offenen Schranken fahren, dann würden sich wieder hier Kommentatoren über die Sicherheit bei der DB echofieren. Und zum Schluß. Keine Sorge Netto76 der Bü wird durch eine Brücke ersetzt. Bald hat das "warten" an der Schranke ein Ende.