EXPLOSION

"Mudder Schulten" funkt SOS vom Tollensesee (Video)

Die Übung wirkte so echt, dass zivile Bootsführer und sogar ein Hubschrauber helfen wollten. Feuerwehr und Rettungsdienst übten am Samstag die Evakuierung eines brennenden Fahrgastschiffs.
Mirko Hertrich Mirko Hertrich
Felix Gadewolz Felix Gadewolz
Die „Mudder Schulten” trieb bei dem Einsatz circa 1000 Meter von Land entfernt. Insgesamt fünf Boote waren be
Die „Mudder Schulten” trieb bei dem Einsatz circa 1000 Meter von Land entfernt. Insgesamt fünf Boote waren bei der Übung im Einsatz, um das havarierte Fahrgastschiff „abzulöschen”. Felix Gadewolz
Rund 30 Statisten wurden für die Übung präpariert und aufwändig geschminkt. Einige bekannten erschreckend
Rund 30 Statisten wurden für die Übung präpariert und aufwändig geschminkt. Einige bekannten erschreckend echte Brandverletzungen aufgemalt, anderen schienen die Hände zu bluten. Felix Gadewolz
Neben der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg beteiligte sich der Katastrophenschutz des Landkreises an der Übung, ebenso die
Neben der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg beteiligte sich der Katastrophenschutz des Landkreises an der Übung, ebenso die Sanitätsdienste und Rettungshundestaffeln sowie Suchhunde und Wassergefahrengruppen.. Felix Gadewolz
Bei der Übung wurde simuliert, dass es auf dem Passagierschiff zu einer Explosion mit anschließendem Feuer kommt. Z
Bei der Übung wurde simuliert, dass es auf dem Passagierschiff zu einer Explosion mit anschließendem Feuer kommt. Zivile Boote wollten zur Hilfe kommen. Felix Gadewolz
Eine Drohnenaufnahme der „Mudder Schulten” von oben während der Übung auf dem Tollensesee.
Eine Drohnenaufnahme der „Mudder Schulten” von oben während der Übung auf dem Tollensesee. Felix Gadewolz
Ein Zugführer der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr beobachtet das Training auf dem Tollensesee aufmerksam.
Ein Zugführer der Neubrandenburger Berufsfeuerwehr beobachtet das Training auf dem Tollensesee aufmerksam. Felix Gadewolz
Neubrandenburg.

Wald- und Erntebrände, abgestürzte Kampfjets, die Feuerwehren und Katastrophenschützer in Deutschlands größtem Landkreis hatten dieses Jahr wahrlich viel zu tun. Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, wurde jetzt der Rettungseinsatz im Falle eines brennenden Passagierschiffs auf dem Tollensesee in Neubrandenburg geübt.

Rund 200 Einsatzkräfte aus der Mecklenburgischen Seenpatte probten den Ernstfall. Mit einer durchaus aufwändigen Organisation und Planung begann die Übung bereits um 6.30 Uhr in den Räumen der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg. Hier wurden die vorher angeworbenen 30 Statisten präpariert, Verletzung nachgestellt und die Komparsen aufwändig geschminkt. Einige bekannten erschreckend echte Brandverletzungen aufgemalt, anderen schienen die Hände zu bluten.

Explosion im Maschinenraum

Anschließend ging es für alle Betroffenen dann zum Fahrgastschiff „Mudder-Schulten” auf dem Tollensesee in Neubrandenburg. Eingeweiht waren nur wenige Personen sowie die Crew des Fahrgastschiffes. Nachgestellt wurde eine normale Rundfahrt, bei der es unvermittelt zu einer Explosion im Maschinenraum kommt. Das Szenario sah vor, dass das Schiff Feuer fängt. Personen wurden verletzt und gingen teilweise über Bord.

Neben der Versorgung von 29 schwer- und zum Teil schwerstverletzten Personen mussten die Rettungskräfte bei der Übung auch noch ihr Können bei der Bergung eines simulierten Todesopfers unter Beweis stellen, das leblos aus dem Wasser geholt werden musste. Ein extra am Einsatzort eingerichtetes mobiles Krankenhaus übernahm die aufwändig von Wasser an Land überbrachten Patienten und behandelte diese dort weiter.

Fünf Boote im Einsatz

Die „Mudder Schulten” trieb bei dem Einsatz circa 1000 Meter von Land entfernt. Insgesamt fünf Boote waren im Einsatz, um das havarierte Fahrgastschiff abzulöschen und Verletzte und Tote an Land zu bringen. Einsatzleiter Roland Flassig führte an, sicher könne es auf einem Schiff zu einer Havarie kommen – etwa durch einen Motorschaden. Dass es aber gleich zu einer Explosion mit Brandfolge komme, sei keine Routine. Auch ein „Massenanfall” von Verletzten in dieser Größenordnung gehöre „nicht zum Tagesgeschäft”.

Der stellvertretende Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller, erläuterte, Hauptziel der Übung sei, das Zusammenwirken der verschiedenen Kräfte zu trainieren. Neben der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg beteiligte sich der Katastrophenschutz des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte an der Übung, ebenso die Sanitätsdienste und Rettungshundestaffeln sowie Suchhunde und Wassergefahrengruppen.

Weil einige zivile Bootsführer die Übung für echt hielten, eilten auch diese zur Hilfe, auch der Hubschrauber Christoph 48 bot seine Hilfe aus der Luft an. Ebenfalls wurden die Bergungs- und Rettungsmaßnahmen aus der Luft durch eine Drohne unterstützt.

 

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Kommentare (1)

Na so schlimm wünsche ich es dem Schiff nicht. Trotzdem bin ich froh das diese Übung statt gefunden hat.