WALDFRIEDHOF

Muslimischer Friedhof in Neubrandenburg wird eingemessen

In Neubrandenburg konnte die erste muslimische Bestattung nach allen Regeln bereits stattfinden. In Carlshöhe wird ein Teil des Friedhofes jetzt speziell vorbereitet – für weitere Bestattungen mit dem Blick nach Mekka.
Thomas Beigang Thomas Beigang
Für das muslimische Gräberfeld in Neubrandenburg sind keine Gießkannen vonnöten. Denn eine Bepflanzung dieser Ruhestätten ist nicht üblich.
Für das muslimische Gräberfeld in Neubrandenburg sind keine Gießkannen vonnöten. Denn eine Bepflanzung dieser Ruhestätten ist nicht üblich.
Neubrandenburg.

Die Premiere hat schon stattgefunden: Zum Ende des vergangenen Jahres ist der erste verstorbene Neu-Neubrandenburger muslimischen Glaubens mit allen Ritualen, die sein Glauben verlangt, unter die Neubrandenburger Erde gebracht worden. Mit dem „Blick” in Richtung Mekka und mit einem Leinentuch anstelle des üblichen Sarges – so wie es der Koran verlangt. Die Friedhofsverwaltung hat ein Fleckchen Erde dafür gefunden.

Jetzt soll aber auf dem Waldfriedhof in Neubrandenburg-Carlshöhe eine größere Fläche speziell für muslimische Bestattungen eingemessen werden, so eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage des Nordkurier. Dies geschehe in Absprache mit einen islamischen Verband, der sich gerade in Neubrandenburg in Gründung gefindet. Damit auch nichts falsch gemacht oder vergessen wird.

Gebühren genauso hoch wie bei Erdbestattung

Wichtig zum Beispiel: Bestattungen nach dem Islam dürfen nur in „jungfräulicher” Erde stattfinden. Nie zuvor darf dort jemand zur letzten Ruhe beigesetzt worden sein. Solche Flächen seien auf dem Waldfriedhof vorhanden, heißt es. Der nächste Schritt siehe vor, diesen Platz künftig entsprechend einzurichten und dann auch Sarg- oder Tuchbeerdigungen nach den geforderten Ritualen zu ermöglichen.

Die Gebühren sind dabei genauso hoch wie bei einer Erdbestattung. In der Friedhofssatzung wird das nicht ausdrücklich als muslimische Bestattung aufgeführt, sondern als Sonderform von Gräbern, so die Auskunft aus dem Rathaus. Damit bleibe auch die Möglichkeit, Bestattungsritualen anderer Glaubensrichtungen bei Bedarf nachzukommen.

Dabei ist in Neubrandenburg schon eine ganze Weile vor der ersten regelkonformen muslimischen Bestattung ein Mann Allahs beigesetzt worden – schon im Jahr 2017. Ohne dass dabei alle Besonderheiten beachtet werden mussten. Denn es hat sich seinerzeit bei den Hinterbliebenen um keine sehr konservative oder gläubige Familie gehandelt.

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Kommentare (12)

Bald gibt es auch eine Pilgerstraße, nach Mekka, wie früher, die Salzstraßen

@Feuerfuchs, Siee können unsere christlichen Pilgerwege auch kennenlernen. Es gibt sehr viele Wege über den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Nicht nur im Fernsehen oder in Büchern. Ist es zu weit, können Sie auf dem Bonifatiusweg von Mainz nach Fulda pilgern. Sie kennen Bonifatius nicht? Er ist der Apostel der Deutschen. Er wurde von Heiden ermordet.

Bonifatius wird überbewertet. Er wurde erschlagen, weil er anderen seinen Glauben aufzwang. Oft mit Gewalt. Man kann es auch als Strafe dafür sehen, daß er die Donar-Eiche bei Geismar(Hessen) fällte.
Mein Apostel ist er nicht, viele Deutsche sind bus heute Heiden/Atheisten/religionslos.

... behauptet, dass es Ihr Apostel sein soll. Feuerfuchs beklagte lediglich, dass Pilgerwege nach Mekka entstehen könnten. Wenn er/sie/es sonst keine Sorgen hat, geht es ihm/ihr/es sehr gut.

Das Wandern, ist des Müllers Lust

Ich habe mich nicht beklagt, es gibt ja so viele Alleen. mit Kämpfernamen. Und die Straße, der Befreiung, nachher, waren die Häuser zerstört

@Feuerfuchs, stimmt.. Ich finde diese meeresfrüchte bei uns an den Straßenschildern auch komisch, wozu gibt es GPS? Dann spart man sich doch die ganze Beschilderung.

Hauptsache, der Satellit geht nicht kaputt, und landen in der Taiga

Ich kenn mich nicht, so in der Christenlehre aus , war Bonifatius, der 13 Apostel ?. Sind das die selben Apostel, vom Prager Rathaus ? Ich lese immer, den Heidedörfler, und auch, den Gemeindebrief, wer alles von uns gegangen ist, aus Neustrelitz

Schön wie so Etwas über den Kopf der Neubrandenburger entschieden wird.
Ob wir so Etwas hier überhaupt möchten.
Irgendwann ist dann auch mal Schluss mit Religion und Sitten.
Dann sollen die Leute in ihrem Heimatland bestattet werden, wenn sie an ihrem religiösen Glauben festhalten, aber nicht hier und so.

Geboren in Deutschland, deutsche Staatsangehörigkeit, ich werde schön hier bleiben mit meinem Glauben. Oder wo soll ich nach deiner Meinung hin?

deren Überreste verbuddelt werden müssen, nehmen den Lebenden Platz weg. Was kümmerts mich da, woran die im Leben geglaubt haben, oder nach welchen Riten die bestattet werden wollen.