STAATSAKT

MV trauert um Sylvia Bretschneider

In der Neubrandenburger Konzertkirche fand am Montag der Trauerstaatsakt für die verstorbene Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider statt.
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dpa
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte Bretschneider als  „kluge, starke und entschlossene Frau“.
Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte Bretschneider als „kluge, starke und entschlossene Frau“. Bernd Wüstneck
Bei einem Trauerstaatsakt in der Neubrandenburger Konzertkirche haben politische Weggefährten die verstorbene Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider gewürdigt.
Bei einem Trauerstaatsakt in der Neubrandenburger Konzertkirche haben politische Weggefährten die verstorbene Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider gewürdigt. Marion Richardt
Neubrandenburg.

Bei einem Trauerstaatsakt in der Neubrandenburger Konzertkirche haben politische Weggefährten die verstorbene Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider gewürdigt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte in ihrer vorab verbreiteten Rede, Bretschneider sei eine „kluge, starke und entschlossene Frau“ und eine „mutige Kämpferin für Demokratie und Freiheit, Weltoffenheit und Toleranz“ gewesen.

„Engagiert und streitbar, gleichzeitig aber auch überparteilich geachtet”, habe die Verstorbene das wichtige Amt der Landtagspräsidentin ausgeübt, so Schwesig weiter. Den Feinden der Demokratie sei sie mit offenem Visier und klarem inneren Kompass entgegengetreten.

"Gesicht des Landesparlaments"

Landtagsvizepräsidentin Beate Schlupp (CDU) sagte in einer emotionalen Ansprache, Bretschneider habe „im Wortsinn die parlamentarische Demokratie” gelebt. „Sie war das Gesicht unseres Landesparlaments”, so Schlupp. Ihr und Manuela Schwesig versagten bei ihren Reden zeitweise die Stimmen. 

Zum Staatsakt war die gesamte Schweriner Landesregierung gekommen, auch der gerade als Finanzminister zurückgetretene Mathias Brodkorb, der nun Landtagsabgeordneter ist. Abschiedsworte für Bretschneider hielten zudem die Präsidentin der Hamburger Bürgerschaft, Carola Veit, sowie der ehemalige Präsident des Landtages Niederösterreich, Hans Penz. Mecklenburg-Vorpommern und das Bundesland in Österreich arbeiten unter anderem beim Tourismus auf dem Land zusammen. 

500 Menschen bei Trauerstaatsakt

Neben den Reden wurde der erste Trauerstaatsakt in Mecklenburg-Vorpommern von der Neubrandenburger Philharmonie geprägt, die Bretschneider immer besucht hatte. Gespielt wurde unter anderem die „Morgenstimmung” von Edvard Grieg und zum Abschluss „Aus der neuen Welt” von Antonin Dvorak. Beim Abschiednehmen an der Urne der Verstorbenen an der Bühne in der Konzertkirche bildete sich eine lange Schlange.

Insgesamt nahmen bei dem Trauerstaatsakt rund 500 Menschen Abschied von Sylvia Bretschneider.  Beim Abschiednehmen an der Urne der Verstorbenen in der Konzertkirche bildete sich eine lange Schlange. 

Bretschneider war seit 2002 Landtagspräsidentin und am 28. April in Neubrandenburg an einem Krebsleiden gestorben. Sie hatte das Amt seit Ende 2017 ruhen lassen, aber bis zum Schluss gearbeitet, so wie es die Erkrankung zuließ. Die gebürtige Warenerin war nach Schule und Lehrerstudium 1983 nach Neubrandenburg gekommen, wo sie mit Familie lebte.  Sie hinterlässt neben ihrem Ehemann drei Töchter und drei Enkelkinder.

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Kommentare (4)

es das andersdenkende ausgeladen wurden...
grade die spd und der linke flügel geben sich doch so weltoffen wenn ich von meiner ideologie überzeugt bin muss ich den gegner nicht fürchten
politisch sechs setzen

ansonsten mein beileid

Andersdenkende dürfen, zumindest offiziell, nicht dabei sein.
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Die Kommentare zeigen von Pietätlosigkeit, billiger Häme und und infantilem Denken.
Wieso lässt der Nordkurier so etwas Unpassendes unkommentiert stehen?

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