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Nach Krimi jetzt Fantasy

Hobby-Autorin Beatrice Kietzmann hat mit "Thaline" bereits ihr sechstes Buch herausgebracht. Diesmal wagt sich die 50-Jährige aus Kaluberhof in die Welt der Fantasy.
Hobby-Autorin Beatrice Kietzmann hat mit "Thaline" bereits ihr sechstes Buch herausgebracht. Diesmal wagt sich die 50-Jährige aus Kaluberhof in die Welt der Fantasy.
Gesine Prägert

Ihre Bücher sind erwachsen geworden, sagt Hobby-Autorin Beatrice Kietzmann, "sie können von alleine stehen". 540 Seiten umfasst ihr neuestes Werk - mit "Thaline" bringt die 50-Jährige ihr sechstes Buch heraus. Und wagt sich auf neues literarisches Terrain.

Beim Zuklappen müsse der Leser etwas empfinden. Ob ein „Wow“, „Schön“ oder „Mmhh“, Freude, Rührung oder Ablehnung. „Egal“, sagt Beatrice Kietzmann, „ein gutes Buch löst Emotionen aus.“ Eine Herausforderung, der sich die 50-Jährige auch mit ihrem neuen Roman stellt.

Es sei alles immer so düster, sie solle mal ein positives Zukunftsbuch schreiben, hatte eine Freundin zu ihr gesagt. „Man könnte so viel Schönes schreiben“, dachte auch Beatrice Kietzmann. Was wäre, wenn ...? Sie begann zu spinnen, notierte erste Ideen. „Manchmal kommen sie mitten in der Nacht, manchmal nachmittags beim Kaffeekochen.“ Die Ideen müssen sofort auf einen Zettel. Oft schreibt die Hobby-Autorin kleine Episoden, versieht sie dann mit einer Nummer. Geordnet wird am Ende.

Beatrice Kietzmann lässt in ihre Romane viele Beobachtungen einfließen. „Am Essen, das in den Büchern serviert wird, erkennt man genau, wo ich Urlaub gemacht habe.“ In Thaline hat sich die Frau aus Kaluberhof ihre eigene Welt geschaffen. Die Geschichte spielt nach der Yellowstone-Katastrophe, dem Ausbruch eines großen Vulkans in den USA. „Das Leben blüht gerade wieder auf, ist aber viel radikaler als unser heutiges. Die Menschen haben sich genmanipulierte Wesen als Sklaven geschaffen. Der Roman ist aber auch nahe an der Realität.“ Der Leser solle sich am Ende fragen: War das jetzt noch Fantasy oder ist das vielleicht schon passiert?