MESSER-ATTACKE IN NEUBRANDENBURG

Mordanklage gegen Flüchtling erhoben

Im Mai hatte ein Asylbewerber seine Ex-Freundin und deren Begleiter am Kino angegriffen. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage wegen versuchten Mordes.
dpa
Am Neubrandenburger Stadtringtreff hat sich im Mai eine blutige Messerstecherei ereignet.
Am Neubrandenburger Stadtringtreff hat sich im Mai eine blutige Messerstecherei ereignet.
Neubrandenburg.

Drei Monate nach einer Messerattacke in Neubrandenburg ist Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben worden. Dem zum Tatzeitpunkt 27-jährigen Mann aus der Türkei werden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, erklärte Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler am Montag. Er habe eingeräumt, seine Ex-Freundin und deren Begleiter Mitte Mai an einem belebten Imbisslokal mit Messern angegriffen zu haben.

Beide Opfer wurden lebensgefährlich verletzt, sie überlebten dank Notoperationen. Der Beschuldigte kommt aus dem Kreis Teltow-Fläming bei Berlin. Der Prozess soll im Oktober beginnen.

Asylantrag des Täters abgelehnt

Die Frau und der Tatverdächtige seien bis 2017 ein Paar gewesen, hieß es. Der Beschuldigte habe erklärt, er habe „die beiden gesehen und sei dann wütend geworden“. Vor Zeugen wurde erst auf den 31 Jahren alten Nebenbuhler – einen Deutsch-Türken – eingestochen. Dieser wurde am Hals verletzt und sei bewusstlos zusammengebrochen. Dann habe der Tatverdächtige, der aus der Türkei stammt, seiner deutschen Ex-Freundin ein Messer in den Rücken gestochen.

Nach Hinweisen von Zeugen wurde der Verdächtige kurz danach in Neubrandenburg gefasst. Der Mann hatte den Ermittlungen zufolge einen Asylantrag gestellt, der aber abgelehnt worden sein soll. Nach der Tat hatte es deswegen aus politische Diskussionen gegeben. Das Opfer war zur Tatzeit 38 Jahre alt und ist Mutter von vier Kindern

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