Verkehrs-Kontrolle

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Polizei hat Handy-Rüpel im Fokus

Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei die Handynutzung im Verkehr als Unfallursache zurückdrängen.
Mit verstärkten Kontrollen will die Polizei die Handynutzung im Verkehr als Unfallursache zurückdrängen.
Monika Skolimowska

Der erschreckenden Unfallbilanz zu Jahresbeginn begegnet die Polizei mit verstärkten Kontrollen. Im September soll das Telefonieren am Steuer eingedämmt werden.

Überhöhte Geschwindigkeit ist immer noch Todesursache Nummer eins auf den Straßen in der Region um Neubrandenburg. 2017 kamen im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg 20 Menschen durch zu schnelles Fahren ums Leben. Im ersten Halbjahr 2018 waren es zehn.

Um die Autofahrer in ihrem und im Interesse der Allgemeinheit zur Einhaltung der Verkehrsregeln zu bewegen, hat die Polizei im Frühjahr die landesweite Kampagne „Fahren.Ankommen.Leben!“ gestartet. Dabei rückt jeden Monat ein unterschiedlicher Unfallschwerpunkt in den Fokus ihrer Verkehrsüberwachung. Im August sollten Temposünder mit Kontrollen in der Region mit mehr Überwachung dazu gebracht werden, sich an Tempolimits zu halten.

Wie notwendig das ist, zeigt die Bilanz der themenorientieren Kontrollen. Allein im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg war fast jeder Siebte der knapp 3800 Kontrollierten zu schnell unterwegs.

Viele Unfälle mit dem Handy am Steuer

Ab Mittwoch (5. September) will die Polizei Handy-Nutzern am Steuer und Rüpeln beim Überholen genauer auf die Fahrweise schauen. Bei den Kontrollen wurden bislang mehrere solcher Delikte festgestellt. Auch hier sind die Unfallzahlen hoch, gerade beim Mobiltelefon sind die Fallzahlen eklatant nach oben geschnellt – im Bereich der Polizeiinspektion Neubrandenburg binnen zwei Jahren um sage und schreibe 145 Prozent auf 1745 in 2017. Dies ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass die Polizei nicht nur in Neubrandenburg genauer hinschaut.

Und das mit gutem Grund: Beim Telefonieren während der Fahrt steigt das Unfallrisiko laut Polizei um das Zwei- bis Fünffache. Bereits ein kurzer Blick aufs Mobiltelefon kann tödliche Folgen haben. Wer bei Tempo 80 nur zwei Sekunden abgelenkt wird, ist knapp 45 Meter im „Blindflug“ unterwegs.

Bußgeld wurde erhöht

Der Anteil der festgestellten Handyverstöße gemessen an allen Ordnungswidrigkeiten beträgt laut Polizei rund drei Prozent. Damit die ertappten Verkehrssünden auch im Geldbeutel wehtun, ist das Bußgeld vor knapp einem Jahr erhöht worden. Wer mit dem Mobiltelefon am Steuer erwischt wird, muss jetzt 100 Euro statt bisher 60 Euro zahlen und bekommt einen Punkt, bei Gefährdung drohen 150 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie einen Monat Fahrverbot.

Auch beim Stehen an der Ampel dürfen Autofahrer nicht schnell zum Handy greifen. Denn wenn sich das Fahrzeug – egal ob Verbrennungsmotor und Elektroantrieb – automatisch abschaltet, sieht der Gesetzgeber das nicht als Ausschalten des Motors. Daher heißt die Devise vor dem Telefonieren: rechts ranfahren und Motor aus. Auch Radler müssen übrigens 55 Euro berappen, wenn sie bei der Fahrt mit dem Mobiltelefon am Ohr ertappt werden.

Zweiter Themenschwerpunkt der Polizeikontrollen in diesem Monat ist verbotswidriges Überholen. 2017 verzeichnete das Neubrandenburger Polizeipräsidium pro Woche drei bis vier schwere Unfälle, die hierauf zurückzuführen waren.

Kommentare (6)

Endlich hat man mal die richtige Sicht auf das eigentliche Problem gefunden. Leider verstecken sich die Vorposten an besagten Blitzerstellen und nicht am Ort des häufigsten Geschehnes an Kreuzungen, wie am ehemaliegen Filmeck oder dem nahegelegenen Kreisel, wo immer von fast allen PKW und LKW Fahrern kräftig mit dem Smartfon gearbeitet wird. Als Fußgänger an diesen Stellen sieht man mehr als mit dem Fernglas!

Ist normaler Business Alltag in den Heimatlaendern userer Zuwanderer - viel Spass in der Zukunft bei Auffahrunfaellen

... kommen auch noch Zugvögel, Lebensmittel, Gemüse, Obst und Gewürze. Also - beim nächsten Artikel über Zugvögel oder Zimt das Wort "Zuwanderer" in Ihrem Kommentar schreiben.

... selbst bei einem Artikel, der ein typisches "Zivilisationsproblem" ohne jeglichen Bezug auf Zuwanderer beschreibt. noch einen Weg zu finden, braune Nazihetze zu verbreiten ist selbst für ihre Verhältnisse Bodenlos

Hier geht es doch nicht um braune Nazihetze! Es geht doch einfach nur darum das verschiedene Völker in ihrer Entwicklung überfordert sind und es sich so auch in unserem Land beuem machen. Ohne Handy sind diese Menschen hier verloren, denn sie sind nicht willig deutsch zu lernen und sich den Normen des sozialen Lebens in Deutschland zu unterwerfen. Ich komme gerade aus Westeuropa, wo auch Zuwanderer leben und arbeiten - sie sind dort integriert in die Gesellschaft, arbeiten und sind freundlich und stehen hinter dem Staat und ohne Messer im Gürtel nicht wie hier, wo der verbleibende Abschaum herzlich eingeladen ist und wir ihn durchfüttern müssen und bei jedem Wehwehchen mit menschnrechten drohen! Auch wir haben Rechte in unserem Land und stecken schon viel zurück! Nur soviel zu den "Zuwanderen". Aber das hat überhaupt nix mit dem Problem Handy am Ohr und im Blick zu tun. Nur wenn die Polizei es nicht sehen will manchmal schaut sie auch immer weg wenns es problematisch wird wie bei bekannten Messerstechern ect. - es könnte ja Ärger mit dem Clan geben....

alles andere wird nichts bringen. Über die Strafen kann man sich doch nur amüsieren. Nur konsequente härte wird helfen. Freisprecheinrichtungen bekommt man für 20€ zu kaufem.