NEUBRANDENBURGER BAHNHOF

Nach Überfall auf Mutter und Baby lädt Polizei erste Beschuldigte vor

Nach dem brutalen Überfall auf eine Mutter und ihr Baby im Neubrandenburger Bahnhof, hat die Polizei erste Zeugen vernommen. Zudem soll eine Beschuldigte vorgeladen werden - allerdings erst in zwei Wochen.
Noch immer wirft der Fall aus der Neubrandenburger Bahnhofshalle Fragen auf.
Noch immer wirft der Fall aus der Neubrandenburger Bahnhofshalle Fragen auf. Mirko Hertrich
Neubrandenburg.

Eine 30-jährige Mutter und ihre fünf Monate alte Tochter sollen am helllichten Tag in der Neubrandenburger Bahnhofshalle überfallen worden sein und niemand will etwas gesehen haben? Diese Frage stellt sich auch die Nordkurier-Leserschaft, nachdem der Fall in der vergangenen Woche bekannt geworden ist.

Die Frau wurde nach eigener Aussage von einer Personengruppe von hinten niedergetreten, um 70 Euro beraubt und eine der Tatverdächtigen soll ihrem kleinen Mädchen, das in einem Kinderwagen lag, ins Gesicht geschlagen haben. Doch offenbar scheint an dem Fall tatsächlich etwas dran zu sein. Denn wie die Polizeiinspektion Neubrandenburg auf Nordkurier-Nachfrage mitteilt, konnten erste Zeugen zu dem Sachverhalt und dem Tathergang befragt werden.

Auch der Vater des kleinen Mädchens hat sich an die Polizei gewandt. Auf Grund der bisherigen Aussagen konnten die Ermittler zumindest eine Beschuldigte in diesem Fall vorladen. Die Vernehmung soll allerdings erst in zwei Wochen stattfinden, wie die Polizei mitteilt.

Auf Facebook wird der Vater aktiv

Auf der Nordkurier-Facebookseite schreibt der, nach eigener Aussage, Vater in den Kommentaren, dass er eine Vermutung hat, welche Personen seine Freundin und das gemeinsame Baby überfallen haben sollen und fügt an, dass er nicht eher Ruhe geben wird, bis er diese Leute gefunden und der Polizei ausgeliefert hat. Auch den Verdacht vieler Leser, seine Freundin habe sich die Geschichte nur ausgedacht, dementiert der Mann und schreibt: „Sie hat sich das nicht ausgedacht. Ich war in der Notaufnahme mit bei.“ Auf eine Anfrage des Nordkurier hat der Mann bislang nicht reagiert.

Ob sich der Sachverhalt am 26. Mai gegen 16.30 Uhr in der Bahnhofshalle tatsächlich so zugetragen hat wie die 30-jährige bei der Anzeige erzählte, bleibt für die Polizeibeamten weiterhin zu ermitteln. „Wir haben jetzt zumindest einen Ansatz“, heißt es von der Polizei.

Für einige Leser bleiben dennoch die Fragen offen, warum die Frau nicht direkt vor Ort die Polizei gerufen hat und wo die zwei Frauen abgeblieben sind, die der Mutter beim Aufstehen geholfen haben sollen. Geschah der Vorfall vielleicht sogar aus persönlichen Gründen? Auf diese Fragen gibt es aktuell noch keine Antwort. Die Polizei hofft, dass die weiteren Ermittlungen und die Vernehmung der Beschuldigten ein bisschen Klarheit bringen können.

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