Ein dicker Brocken?

Namens-Zusatz für Altentreptow gesucht

Ob in Zukunft der Zusatz „Findlingsstadt” auf den Altentreptower Ortseingangsschildern steht, ist nach wie vor offen. Die Bürger sollen mitreden dürfen.
Vielleicht haben die Altentreptower eine zündende Idee, welchen Namenszusatz die Stadt tragen könnte? Er muss nur mi
Vielleicht haben die Altentreptower eine zündende Idee, welchen Namenszusatz die Stadt tragen könnte? Er muss nur mit dem Großen Stein zu tun haben. Kai Horstmann
Altentreptow

Welchen Beinamen soll Altentreptow bekommen? Eine Frage, die erst einmal in den Ausschüssen der Stadt kontrovers diskutiert wurde. Der von der Verwaltung vorgeschlagene Zusatz „Findlingsstadt“ fand bei den Mitgliedern jedenfalls nur wenig Anklang. Und die Altentreptower scheinen es ähnlich zu sehen, wie eine nicht repräsentative Umfrage unter den Lesern ergab.

„Findlingsstadt” findet wenig Zuspruch

Fast alle, die sich in den vergangenen Wochen daran beteiligt hatten, sprachen sich gegen Findlingsstadt aus. Entweder sollte man es ganz sein lassen oder sich stattdessen eine Namensvariante überlegen, die nicht unbedingt gekoppelt ist, so der allgemeine Tenor. Also eher so etwas wie „Altentreptow – Die Stadt mit dem Großen Stein“, „Die Stadt mit dem Eiszeit-Findling“ oder in plattdeutsch „De Stadt am groten Brocken“, um nur einige Vorschläge zu nennen. Ob diese nun deutlich besser sind, sei mal dahingestellt. Aber es zeigt einmal mehr, wie sehr dieses Vorhaben die Menschen in der Stadt beschäftigt.

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Um die Bürger bei der Namensfindung beteiligen zu können, folgte der Hauptausschuss auf seiner jüngsten Sitzung auch der Empfehlung des Finanz-und Sozialausschusses und wies die Beschlussvorlage an die Verwaltung zurück. Wie Silvana Knebler auf Anfrage deutlich machte, werde bereits an einem entsprechenden Aufruf gearbeitet. „Den werden wir dann im nächsten Fachausschuss zur Diskussion stellen. Hauptkriterium bleibt aber, dass der Zusatz mit unserem Alleinstellungsmerkmal, dem Großen Stein, in Zusammenhang stehen soll. Da er eng mit der geschichtlichen Entwicklung Altentreptows verbunden ist, hätten wir auch keine Schwierigkeiten den Antrag beim Innenministerium zu begründen“, erklärte die erste Stadträtin

„Niemand muss seinen Ausweis ändern”

Sie wollte gleichzeitig mit einem Gerücht aufräumen, das derzeit in Altentreptow die Runde macht: Sollte die Stadt einen Namenszusatz bekommen, bliebe für die Bürger alles beim Alten, versprach sie. „Es muss also niemand für den Schriftverkehr mit Behörden seine Adresse oder die Angaben auf dem Personalausweis ändern lassen, wie es von manchen schon befürchtet wurde. Altentreptow bleibt Altentreptow“, versicherte Knebler.

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Große Mehrausgaben für die Stadt seien bei der Umsetzung des Namens-Projektes ebenfalls nicht zu befürchten. Der Briefkopf, den ohnehin bald ein neues Logo vom Großen Stein zieren soll, lasse sich mit wenigen Klicks am Computer anpassen. Nur für die neuen Ortsschilder müsste Geld in den Haushalt für 2022 eingestellt werden. Die Kosten sind mit schätzungsweise 80 Euro pro Schild allerdings überschaubar.

Stadtvertreter arbeiten an Ablauf der Bürgerbefragung

Wie die Bürgerbeteiligung genau abläuft, soll mit den Stadtvertretern beraten werden. Im Gespräch war dazu zuletzt auch ein Projekt, das die Stadt gemeinsam mit Schülern der Kooperativen Gesamtschule auf die Beine stellen könnte. „Ob man über die besten Vorschläge dann am Ende auf der Internetseite der Stadt abstimmen lässt oder Briefe rausschickt, auf denen die Leute ihren Favoriten ankreuzen können, müssen wir schauen“, betonte Knebler.

 

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