Havarie
Überschwemmung am Neubrandenburger Engels-Ring

Mit einem Schlauch wurde das Wassser aus einer Grube direkt an der Lohmühle in Richtung Kanalisation am Friedrich-Engels-Ring gepumpt.
Mit einem Schlauch wurde das Wassser aus einer Grube direkt an der Lohmühle in Richtung Kanalisation am Friedrich-Engels-Ring gepumpt.
Mirko Hertrich

Am Friedrich-Engels-Ring in Neubrandenburg sprudelte am Montag unerwartet und viel Wasser. Die Stadtwerke schritten ein und prüfen nun die Ursache.

Um trockenen Fußes von der Neubrandenburger Südstadt in die City zu kommen, mussten die Passanten am Montag ihre Route ganz genau wählen. In großen Mengen trat am Vormittag Wasser direkt vor dem Stargarder Tor aus und strömte auf Fuß- sowie Radweg. Es kam auch für knapp eine Stunde zu Beeinträchtigungen bei der Trinkwasserversorung in einem kleinen Teil der Innenstadt.

Auf dem nördlichen Seitenstreifen am Friedrich-Engels-Ring bildeten sich infolge des Wasserrohrbruchs Pfützen. Mehrere Bauarbeiter sowie Beschäftigte der Stadtwerke neu.sw waren unter anderem mit einem Bagger am Ort des Wasseraustritts und pumpten das Wasser mit einem Schlauch aus einer Grube direkt vor der Lohmühle in Richtung Kanalisation. Der Verkehr auf der Neubrandenburger Hauptverkehrsader war nicht beeinträchtigt.

Die Havarie konnte aber schnell behoben werden. Wie die Stadtwerke neu.sw dem Nordkurier mitteilten, kam es 11 Uhr kam zum Bruch einer Trinkwasserleitung in der Stargarder Straße nahe dem Stargarder Tor. Die Havarie wurde aber schnell behoben. "Nach rund 50 Minuten konnte die Wasserversorgung der betroffenen Kunden zwischen Pfaffenstraße und Stargarder Tor wieder hergestellt werden.

Grund für Rohrbruch nicht abschließend geklärt

Der genaue Grund für den Wasseraustritt war zunächst unklar. Erschütterungen durch Bauarbeiten und die kalte Witterung kommen als Ursache für den Rohrbruch in Frage", teilt die Pressesprecherin der Neubrandenburger Stadtwerke, Steffi Schwabbauer, mit.

Unweit des aktuellen Rohrbruchs beschäftigen die Neubrandenburger auch die Wasseransammlungen im Kulturpark. Auch hier ist noch nicht abschließend geklärt, woher das ganze Wasser kommt. In der Vergangenheit war es in der Viertorestadt zudem wiederholt zu Wasserrohrbrüchen gekommen. Ein Rohrbruch in der Markgrafenstraße legte Mitte Oktober 2018 die Innenstadt-Einfahrt vom Friedrich-Engels-Ring auf Höhe des Bahnhofs lahm. Infolge einer Verunreinigung nach einer Havarie musste im vergangenen Jahr auch über einen längeren Zeitraum das Neubrandenburger Trinkwasser gechlort werden.