Birger Neuendorf hat früher Elektriker gelernt und erweitert seine leuchtende Weihnachtsdeko Jahr für Jahr um ein pa
Birger Neuendorf hat früher Elektriker gelernt und erweitert seine leuchtende Weihnachtsdeko Jahr für Jahr um ein paar neue Elemente. Kai Horstmann
Gleich am Gartentor wird darauf hingewiesen, dass hier Santa Claus wohnt.
Gleich am Gartentor wird darauf hingewiesen, dass hier Santa Claus wohnt. Kai Horstmann
Wie jedes Jahr ist das Haus von Birger und Angela Neuendorf wieder ein richtiger Hingucker.
Wie jedes Jahr ist das Haus von Birger und Angela Neuendorf wieder ein richtiger Hingucker. Kai Horstmann
In dem Garten stehen verschiedene beleuchtete Weihnachts- und Schneemänner.
In dem Garten stehen verschiedene beleuchtete Weihnachts- und Schneemänner. Kai Horstmann
Vor der Haustür schwebt ein weiterer Weihnachtsmann.
Vor der Haustür schwebt ein weiterer Weihnachtsmann. Kai Horstmann
Wie jedes Jahr ist das Haus von Birger und Angela Neuendorf wieder ein richtiger Hingucker.
Wie jedes Jahr ist das Haus von Birger und Angela Neuendorf wieder ein richtiger Hingucker. Kai Horstmann
Weihnachtshaus

Neddemin ist da, wo auch Santa Claus wohnt

Seit gut 20 Jahren schmückt Birger Neuendorf sein Haus in Neddemin ganz weihnachtlich. Im Laufe der Zeit hat es sich zum Kultobjekt entwickelt, „Fans“ reisen von weit her an.
Neddemin

Auch in diesem Jahr ist das Weihnachtsmann-Haus von Neddemin von Birger und Angela Neuendorf ein richtiger Hingucker. Es liegt direkt an der L 35 gleich am Ortseingang, wenn man von Altentreptow in den Ort hineinfährt. Über die Jahre erreichte das Haus eine Berühmtheit, sodass es schon viele Fans hat, die einen Ausflug zur Weihnachtszeit nach Neddemin machen. Dabei hat das Dorf touristisch nichts weiter zu bieten. „Ich bin heute mit meiner Enkeltochter Fine hierher gefahren. In der Weihnachtszeit komme ich öfters hierher und muss sagen, das Haus wird von Jahr zu Jahr schöner“, sagt Angelika Fischer aus Stavenhagen.

Mehr als 10.000 Lichter im Weihnachtsschmuck

In diesem Jahr lassen rund 10.300 Lampen und Lämpchen das Haus sowie das Grundstück erstrahlen. Verpackt sind sie in Lichterketten, Weihnachts- und Schneemännern. Gleich am Gartentor zeigt ein erleuchtetes Schild an, wer da wohl in dem Haus wohnen mag: Santa Claus! Dieses hat Birger Neuendorf vor Jahren selber gebaut, genau wie die Kerzen mit dem elektrischen Licht. Der Rest ist nach und nach über die Jahre gekauft worden. Der immer größere Lichterweihnachtsschmuck sorgte für immer mehr Besucher. Vor allem stehen zahlreiche staunende Kinder mit großen Augen am Gartenzaun. „Es kamen schon Menschen aus vielen verschiedenen Ländern hierher, die bei der Reise durch unsere Region hier anhielten. So sprach ich mit Iren, Franzosen, Schweizern und Russen. Dazu kommen viele Leute aus anderen Regionen Deutschlands. Die meisten Besucher kommen aber aus der näheren Umgebung“, berichtet Birger Neuendorf.

Früher hatte er mal Elektriker gelernt. Auf die Idee, sein Haus so aufwendig zu schmücken, kam er in Prenzlau. Das war 2001, als er als Außendienstmitarbeiter einer Bausparkasse dort zwei weihnachtlich erleuchtete Häuser sah. Seitdem ist er immer wieder auf der Suche nach neuen Deko-Artikeln. Rund 500 Euro gibt Neuendorf jährlich für seine Sammelleidenschaft aus. In diesem Jahr musste die Eisenbahn ersetzt werden, weil die alte einen Getriebeschaden hat. „Ich möchte schon seit zehn Jahren mit dem Sammeln aufhören und dann kommt wieder Weihnachten“, sagt Birger Neuendorf mit einem Schmunzeln.

Am 2. Januar leuchtet das Haus zum letzten Mal

Seine Angela lässt ihn gewähren, empfindet das hellerleuchtete Haus mit seinem Grundstück sehr angenehm. Vor ein paar Jahren haben sie das Wohnhaus neu gestrichen – in rot, so wie die Kleidung des Weihnachtsmannes. Während ihr Mann für die Außendekoration in der Weihnachtszeit übernimmt, gestaltet sie die Innendekoration. „Von einigen Kindern hörte ich, wie sie sagen, oh seht mal, da wohnt der Weihnachtsmann“, schildert Angela Neuendorf.

Die ersten Lichter werden am Totensonntag angemacht, danach werden die Weihnachts- und Schneemänner aufgestellt, sodass das Haus dann zum 1. Advent erstrahlt. Am 2. Januar wird dann das Licht zum letzten Male angeschaltet. Bis Mitte Januar wird dann alles abgebaut, auf dem Dachboden verpackt und danach heißt es: Warten auf Weihnachten. Zurzeit verbraucht die Lichtinstallation täglich rund 2,5 Kilowatt, das sind 80 Cent. Doch rechnet man die gesamten Kosten für den Stromverbrauch zusammen, ergibt das laut Neuendorf eine Summe von etwa 350 Euro. „Ich schalte das Licht um 16.15 Uhr an. Dieses wird dann um 22.25 Uhr ausgeschaltet, weil dann die Kolonnen an Lkw hier durchgefahren sind, die von der hiesigen Spedition um dieses Zeit sind. Damit möchte ich den Fahrern eine gute Fahrt und eine schöne Weihnachtszeit wünschen. Genauso wie allen anderen, um mein Haus besichtigen“, so Birger Neuendorf.

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