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Neubrandenburg begrüßt 65.000 Einwohner

Neubrandenburg ist berühmt für seine vier Stadttore. hier: das Treptower Tor
Neubrandenburg ist berühmt für seine vier Stadttore. hier: das Treptower Tor
Jens Büttner

Nachdem die Einwohnerzahl jahrelang einbrach, geht es nun wieder leicht aufwärts. Der offiziell 65000. Bürger wurde gerade erst geboren.

Die Stadt Neubrandenburg verzeichnet weiterhin steigende Einwohnerzahlen. Der offiziell 65.000. Bewohner der Stadt soll in der kommenden Woche von Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) begrüßt werden, wie ein Sprecher der Kreisstadt der Mecklenburgischen Seenplatte am Mittwoch bekanntgab. Der kleine Junge sei bereits im September geboren worden.

Damit steigt die Zahl der Neubrandenburger seit 2014 entgegen demografischer Prognosen weiter an. Damals lebten in der Stadt 63.311 Frauen, Männer und Kinder, Ende 2016 ab es 64 686 Neubrandenburger. Hauptursache ist der Zuzug von jährlich fast 4000 Menschen. Dazu gehören seit 2015 auch mehr Bewohner mit Migrationshintergrund, deren Anteil von knapp zwei auf fünf Prozent stieg.

Besondere Perspektive: Luftbilder zeigen Neubrandenburg bei Nacht.

Neubrandenburg zählte 1989 – damals noch „junge” DDR-Bezirksstadt – rund 90 000 Einwohner, war stark von Abwanderung betroffen und konnte dies trotz hoher Wirtschaftskraft bis Ende 2014 nicht dauerhaft umkehren. Die offiziellen Einwohnerzahlen für 2017 werden voraussichtlich zu Beginn des kommenden Jahres bekanntgegeben.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern muss laut einer Prognose in den kommenden Jahren einen Bevölkerungsrückgang verkraften.

Kommentare (12)

2014: 63.311 Einwohner davon 2% Bewohner mit Migrationshintergrund = 1.266; 2017: 65.000 Einwohner (nur ein Plus von 1.689) davon 5% Bewohner mit Migrationshintergrund = 3.250; das sind alleine 1.984 mehr Menschen mit Mitgrationshintergrund und die Hauptursache ist der Zuzug von jährlich (fast) 4000 Menschen, also in 3 Jahren 12.000 Menschen? Wie geht dieses Ergebnis mathematisch auf??

Es ziehen eben auch Menschen aus der Stadt weg. Was hat Ihre Frage nach dem mathematischen Sinn mit dem Anteil derjenigen Einwohner mit Migrationshintergrund zu tun? Was ist ein Migrationshintergrund? Zählt ein Schwabe, der nach Mecklenburg migriert, auch dazu?

Ihre Frage sollten Sie dem Autor des Nordkurierartikels stellen! J.P.

In Deutschland ist Migrationshintergrund ein Ordnungskriterium der amtlichen Statistik zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe, die aus seit 1949 eingewanderten Personen und deren Nachkommen besteht. (https://de.wikipedia.org/wiki/Migrationshintergrund)

Keine Ahnung, wer diesen Begriff erfunden hat und warum. Eingewanderte Holländer, Belgier, Franzosen (Hugenotten) oder Österreicher und deren Nachkommen sind z.B. auch per Definition Migranten. In Deutschland werden Personen mit Migrationshintergrund als Dunkelhäutigere klassifiziert.

In Ihrem Begriffsverständnis heißen diese Leute ja eher Goldschätzchen, Kulturbereicherer, Frauenversteher usw. unter der Flagge des Zentrums für politische Schönheit.

Solche Gruppen-Bezeichnungen habe ich bisher nur von Zynikern und Menschenfeinden in offensichtlichem Hass-Kontext gehört. Wozu die Ent-Individualisierung in Zusammenhang mit der Herabwürdigung von Gruppen führt, kennen wir zur Genüge aus der Geschichte. Am besten hören Sie gleich heute damit auf. Danke.

Der Kommentar bezieht sich auf einen Artikel im Nordkurier, mit der Formulierung "Migrationshintergund". Bezeichnen Sie den Nordkurier als Zeitung von "Zynikern und Menschenfeinden in offensichtlichem Hass-Kontext"?? Dann schreiben Sie doch bitte nicht unter Synonym! Welche Formulierung möchten Sie den gerne??

Ganz ruhig, Jürgen Pretzel. Mein Kommentar bezog sich direkt auf den Kommentar von R. Josch, der sich wiederum auf einen Kommentar von Karsten Doerre bezog. Also, lesen Sie bitte noch einmal meine Antwort im Kontext der Antwort von R. Josch. Das kann man übrigens auch prima anhand der Einrückungen feststellen ... Im Übrigen kann der Nordkurier von meiner hier hinterlegten Email-Adresse auf meinen Namen, Adresse, Biographie etc. schließen. Daher schreibe ich auch gern weiter unter Pseudonym (Synonyme sind dann doch etwas anderes ...). Also nochmals: lesen, Kontext verstehen, durchatmen, Blutdruck runterfahren, antworten. Auch Ihnen danke ich dafür im Voraus.

In Deutschland ist Migrationshintergrund ein Ordnungskriterium der amtlichen Statistik zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe, die aus seit 1949 eingewanderten Personen und deren Nachkommen besteht. (https://de.wikipedia.org/wiki/Migrationshintergrund)

Lau. Ihrem Link ist der Begriff "Migrationshintergrund" 1998 durch eine Pädagogikprofessorin enstanden. Kein Deutscher würde auf die Idee kommen, dass ein in Deutschland Geborener Migrationshintergrund habe, wenn seine Eltern in Luxemburg geboren sind und bei Geburt ihres Kindes die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Bei Dunkelhäutigen, deren Eltern in Deutschland geboren sind und bei Geburt die deutsche Staatsbürgerschaft haben, ist der Mainstream auf Migrationshintergrundtrip, obwohl dies nicht zutrifft. Der Mainstream schert sich nicht um Statistikkriterien. Wie sollte es auch, man erkennt auf der Straße keinen Menschen mit Migrationshintergrund.

Mein Begriffsverständnis bezieht sich aus der Definition "Migrant". Ihr Versuch, mir was in den Mund zu legen, ist nett gemeint, aber erfolglos.