30 Jahre Mauerfall
Neubrandenburg bereitet sich auf Wende-Jubiläum vor

Die Stadt Neubrandenburg plant Projekte rund um den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung.
Die Stadt Neubrandenburg plant Projekte rund um den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung.
Thomas Türülümow

Neubrandenburg will mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen an die Wendezeit vor 30 Jahren erinnern. Dabei sollen auch Menschen zu Wort kommen, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Wende haben.

Die Stadt Neubrandenburg wird im Herbst 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen an die Wendezeit vor 30 Jahren erinnern, heißt es aus dem Rathaus. Dabei sind Kooperationen mit der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz, der Hochschule Neubrandenburg, Kirchengemeinden und Augenzeugen geplant, die den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung damals selbst miterlebt haben.

Unterschiedliche Sicht auf die Wende

„Unser Ziel ist es, vielseitig und würdevoll an den Zeitpunkt in der deutschen Geschichte zu erinnern, der uns unser heutiges Leben in Freiheit ermöglicht hat“, sagt Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos). Angedacht seien auch Dialoge zwischen Menschen, die ganz unterschiedliche Sichtweisen auf die Wendezeit haben.

Die Stadt Neubrandenburg hatte sich im Zuge des Landtagsbeschlusses zu einer zentralen Erinnerungsstätte zum 30-jährigen Wendejubiläum als Gedenkort beworben. Die Stadt Waren/Müritz erhielt dafür vom Land den Zuschlag.

„Diese Entscheidung ist historisch nachvollziehbar. Daher kommen wir dem Wunsch des Landtages und unserer eigenen Überzeugung nach, möglichst auch dezentral im Land Aktionen zum Jubiläum zu initiieren“, betont der Oberbürgermeister. Er hatte unter anderem vorgeschlagen, die Eisenbahnbrücke an der Demminer Straße auf den Namen „Brücke der friedlichen Revolution von 1989“ zu taufen. Mit einer Beschlussvorlage im Mai soll die Stadtvertretung darüber entscheiden, ob und in welcher Form gefeiert wird.

Kommentare (2)

wertet lieber die Entwicklung D nach der Wende aus - das kann es doch wohl nicht gewesen sein - oder - glaubt jemand wirklich das der derzeitige Status unseren Landes das Maß aller Dinge ist - ?

doch die Entwicklungen nach der Wende bedingen sich nun einmal auch durch die Ursachen, durch welche sich diese Wende gründete. Die DDR war nunmal undurchdacht, in einer (größeren) Welt welche geil auf Kapitalismus war, da konnteste halt nicht mit erzwungenem Frieden und Freude und Eierkuchen für alle Genossen bestehen. .....Punkt Punkt Punkt Punkt.....Punkt, die (friedliche) Wende bleibt ein großer Erfolg auf diesem Planeten, wenn man die Umstände bedenkt, und sowieso wir hätten wie Nordkorea enden können...praise the sun.