DEMONSTRATION

Demokratiefest in Neubrandenburg gestartet

Einige Parteien nutzen das Demokratiefest in Neubrandenburg, um ihre Programme und Kandidaten für die Kommunalwahl vorzustellen. Eine Partei steht etwas im Abseits.
Susanne Schulz Susanne Schulz
Die Schalmeienkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Malchin stimmte die Besucher auf ein launiges Fest ein.
Die Schalmeienkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Malchin stimmte die Besucher auf ein launiges Fest ein.
Stellvertretend für die erkrankte Neubrandenburger DGB-Chefin Gisela Ohlemacher begrüßte Guido Fröschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund/Neubrandenburg,d ie Gäste des Demokratiefestes.
Stellvertretend für die erkrankte Neubrandenburger DGB-Chefin Gisela Ohlemacher begrüßte Guido Fröschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund/Neubrandenburg,d ie Gäste des Demokratiefestes.
Das „Bündnis für einen kämpferischen 1. Mai” hatte am Morgen zu einer Demonstration aufgerufen.
Das „Bündnis für einen kämpferischen 1. Mai” hatte am Morgen zu einer Demonstration aufgerufen.
Neubrandenburg.

Mit schmissigen Schalmeienklängen und kämpferischen Worten hat das 10. Neubrandenburger Demokratiefest begonnen. Auf dem Marktplatz stellen sich bis zum Nachmittag Gewerkschaften, Parteien und Verbände mit Info-Ständen und Mitmach-Aktionen vor.

„Zusammen erreicht man mehr als viele Einzelne”, verwies Guido Fröschke, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Stralsund Neubrandenburg, auf das einigende Anliegen. Initiator des Demokratiefestes ist der DGB Ost-Mecklenburg-Vorpommern.

AfD darf nicht am Fest teilnehmen

Zahlreiche Parteien nutzen das Fest, um ihre Programme und Kandidaten für die bevorstehende Kommunalwahl vorzustellen. Für das Bühnenprogramm sorgen Akteure aus der Region wie die Schalmeienkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Malchin, Neubrandenburger Cheerleader sowie die Bands „Trialog” und „Son Kapital”.

Bereits am Morgen hatte das „Bündnis für einen kämpferischen Mai” zu einer Kundgebung und Demonstration aufgerufen. „Den Kampftag lassen wir uns nicht nehmen”, erklärte Sprecher Dieter Schultz. Zwar stehe das Demokratiefest für „Brot und Spiele, weniger für Kampfgeist”, doch wolle auch seine Initiative bei dieser Gelegenheit ihre Ziele darlegen.

In Sichtweite des Festes hat zudem die AfD einen Infostand auf dem Boulevard Turmstraße aufgebaut. Schon in den vergangenen Jahren war eine Beteiligung der Partei am Demokratiefest von dessen Veranstaltern abgelehnt worden.

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Kommentare (18)

Das ist Demokratie? Eine Partei die in einer freien Wahl, in einer Demokratie als stärkste Opositionspartei in den Bundestag gewählt wurde?
Eine Partei, die Aussicht hat bei den nächsten Lantagswahlen in mehreren Bundesländern als stärkste Kraft gewählt zu werden?
Das nennt Ihr Demokratie? Augen auf! Bei den nächsten wahlen kann ich da nur sagen!

@ DAGU
Schön, dass Sie unsere Prinzipien der Demokratie so vehement verteidigen. Ich habe allerdings ab und an den Eindruck, dass die AfD gerne so manchen Grundpfeiler unserer Demokratie beseitigen möchte: Beispielsweise die Pressefreiheit oder aber die Religionsfreiheit oder aber auch die Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Von daher kann ich die Skepsis der anderen Parteien und Organisationen gegenüber Björn Höcke, Gauland & Co. durchaus nachvollziehen. Auf der anderen Seite nutzt die AfD gerne die Vorzüge unserer Demokratie - Stichwort Wahlspenden - gerne schamlos aus, wie die jüngsten Spendenskandale von Frau Weidel und Herrn Meuthen zeigen. Die Privilegien von Bundestags- und Landtagsmandaten nehmen die AfD-ler auch gerne mit.
Im Übrigen, sorry, das ist jetzt oberlehrerhaft: "Augen auf!" - auch bei der deutschen Rechtschreibung. Die gehört doch schließlich zur deutschen Leitkultur.

Gelebte Demokratie ist, wenn keine Partei ausgegrenzt wird. Schon gar nicht die bald schon Stärkste.

Na ja ... Stärkste Parteien wollten schon viele werden ... Zuletzt gingen die Versuche in Deutschland mit ganz starken Parteien - NSDAP und SED - ja immer schief. Gott sei dank!

F.Wilhelm, vergessen sie nicht die CDU Spendenaffäre, deren Geheimnis der Herr Kohl mit ins Grab genommen hat!!!

... gehört es zu einer Demokratie, sich von einer System- und Menschen verachtenden, rechtspopulistischen Partei zu distanzieren.

Sie sollten, nein müssen in Ihre doch arg eingeschränkte Gedankenwelt und Sichtweise linkspopulistische Parteien mit einbeziehen! Es wäre neu, wenn diese nicht auch system- und menschenverachtend denken und handeln. Linke (aber auch weite Teile der SPD und der Grünen) wollen das derzeitige System abschaffen und dafür ein sozialistisches/kommunistisches System installieren. Die Erfahrungen damit in Deutschland und in anderen Ländern waren und sind auch grandios positiv... ... ... Wenn Sie bisher noch nicht mitbekommen haben, dass so ein System in weiten Teilen extrem menschenverachtend war und ist, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Wie gesagt, mit dem zweiten Auge sieht man besser! Sie vielleicht auch...

... gehört es zu einer Demokratie, sich von einer System- und Menschen verachtenden, rechtspopulistischen Partei zu distanzieren.

... gehört es zu einer Demokratie, sich von einer System- und Menschen verachtenden, rechtspopulistischen Partei zu distanzieren.

Ohne höhere Löhne gibt es keine Einheit! Fast 30 Jahre nach der Wende sind die Löhne In Mecklenburg und in Vorpommern immer noch nicht angeglichen. Nur in 23 Prozent der Betriebe gilt ein Tarifvertrag. Nur eine kleine Minderheit der Beschäftigten ist dadurch geschützt. Kein Wunder, dass jeder dritte Arbeitnehmer trotz Vollzeitarbeit nicht mehr als 2000 Euro brutto verdient. Öffentliche Aufträge dürfen nur noch an Betriebe mit Tarifvertrag vergeben werden!

Schön, das Sie einige Realitäten hier erwähnen. Nur zu den Ursachen und Verursachern sagen Sie leider nichts. Nämlich dass der Organisationsgrad der Beschäftigten in den Betrieben des Ostens betrüblich gering ist. Sei es aus Feigheit, Egoismus oder anderen Gründen. Da können nicht mal die Gewerkschaften helfen, wenn die Mitarbeiter selbst keinen Bock haben, ihr Schicksal selbst ein Stück in die Hand zu nehmen. Und Sie haben die Unternehmer vergessen, die nicht 40 Jahre darauf warten wollten, wie ihresgleichen im Westen, um schnell zu Wohlstand zu kommen. Sie sind die Lohndrücker und Mindestlohn-Fans und tun alles, um Tariflohn zu verhindern. Also selbst den Hintern hoch bekommen, sich organisieren und endlich mal anfangen zu kämpfen, statt immer nur auf Andere zu zeigen.

gibt es nur bei richtig geleistetem worauf man berechtigt Stolz sein kann - vornehm geht die Welt zugrunde - ein System feiert sich - kommt mir bekannt vor - potemkinsche Dörfer / Verwaltungen

wer von seinen werten überzeugt ist muss den politischen gegner nicht fürchten....
wie in der geschäfstwelt halt bin ich gut fürchte ich die konkurrenz nicht gut davon sind einige kifferbirnen weit entfernt
wo sind nur all die versprechen geblieben kindergartenplätze blühende landschaften mindestlohn ect :-))
da muss eine partei der andersdenkenden abseits stehen ( ihr dürft nicht mitspielen wie im kindergarten )
so etwas hatten wir alles schon mal es nannte sich DAS REICH verbot von andersdenkenden bla bla bla
HERZLICHEN WILLKOMMEN

Der größte antidemokrat war kohl, der nur versprach und millionen ddr bürger um ihre identität betrogen hat.seine schwarzgeldaffären sind weltmeisterlich. Demokratiebetrüger cdu!

Welche Partei, soll ich nun wählen ?, alle wollen, das Selbe, Ihre Taschen füllen

Auweia, dass die afd nicht teilnehmen durfte, hat doch nichts mit Demokratie zu tun. Es ist Sache des Veranstalters, die Entscheidung darüber zu treffen, wer mitmacht. Die afd lädt doch zu ihren Partys auch nicht die Grünen ein. Und allen afd-Freunden sei an dieser Stelle doch gesagt: spätestens dann, wenn dieses Partei eine Regierungsverantwortung innehat, werden Sie merken, wie ehrlich diese Partei ihren Wählern gegenüber war. Wobei ich jedoch sehr hoffe, dass diese Beweismöglichkeit nie eintrifft.

Abwarten, Herr Kumm, abwarten!
Wie sang Rudi Carrell einst, " Last euch Überraschen".

Die Besucherzahlen, laut Hochrechnung vom Nordmagazin, hält sich mit ~ 6000 doch auch ganz schön in Grenzen. War ja auch zu vermuten.