VANDALISMUS IN NEUBRANDENBURG

Sicherheitsdienst geht gegen Spielplatz-Rowdys vor

Knapp eine halbe Million Euro hat der neue Spielplatz in Neubrandenburg gekostet, doch seit der Eröffnung mehren sich Vandalismus und Verschmutzung. Nun will die Stadt reagieren.
Der Themenspielplatz unter dem Motto „Rethra” im Kulturpark war erst im Frühjahr 2021 eingeweiht worden. Mehr als eine halbe Million Euro hatte die Anlage gekostet.
Der Themenspielplatz unter dem Motto „Rethra” im Kulturpark war erst im Frühjahr 2021 eingeweiht worden. Mehr als eine halbe Million Euro hatte die Anlage gekostet. Mirko Hertrich
Neubrandenburg ·

Der neue Spielplatz am Messeplatz in Neubrandenburg wird fortan verstärkt vom Ordnungsamt kontrolliert. Wie die Stadt Neubrandenburg mitteilte, sei seit dieser Woche gar ein Sicherheitsdienst eingesetzt, um auch in den Abend- und Nachtstunden den Platz im Auge zu behalten. Mit dieser Maßnahme solle künftig Vandalismus und Verschmutzung verhindert werden, mehrfach habe der Bauhof in den vergangenen Wochen Schäden reparieren müssen, heißt es aus dem Rathaus weiter. Besonders an den Wochenenden sei der Reinigungsaufwand hoch gewesen, zudem hätten sich immer mehr Anwohner über Lärm beschwert.

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Der Themenspielplatz unter dem Motto „Rethra” im Kulturpark war erst im Frühjahr 2021 eingeweiht worden. 330 000 Euro wurden investiert, die Stadt allein gab etwa 95 000 Euro dazu. Der Rest wurde durch Fördermittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung finanziert. 

Parkbänke mutwillig zerstört

Es ist nicht der erste Ärger, mit dem sich die Stadt derzeit auseinandersetzt. Ende der vergangenen Woche echauffierte sich die Verwaltung auf der eigenen Facebook-Seite über die wohl mutwillige Zerstörung von Parkbänken. Besonders die Sitzauflagen und Lehnen hätten es den Täter angetan. „Um die 10 Einsätze sind bisher zu verzeichnen, bei denen wir die demontierten Sitz- und Rückenauflagen ersetzen mussten. Brennpunkte hierbei sind der Kulturpark, der Wall, die Innenstadt und auch Bushaltestellen”, wird der Bauhof in der Mitteilung zitiert.

Jüngst wurde in Neubrandenburg ein Stadtverordnung erlassen, um gegen Vermüllung, Ruhestörung und andere Missetaten besser vorgehen zu können. 

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Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Neubrandenburg

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Kommentare (9)

Macht der Jugend Angebote, dann müssen sie nicht am Belvedere, am Brodaer Strand oder auf Spielplätzen abhängen und kommen dort nicht auf dumme Gedanken.

Richtig. Nur sind es eben Kinder und Jugendliche, diese dürfen nicht wählen und zahlen (ausser beim Einkauf) keine Steuern. Somit sind diese nicht relevant und uninteressant für die Stadtvertreter. Nicht nur in Neubrandenburg, besonders in Tourihochburgen ist dies zu beobachten. Während für die Touris ein Schlagerkonzert nach dem anderen stattfindet, gibt es für die Jugend nicht mal Jugendklubs o.ä. und wenn dann steht da ein Kicker- oder Billiardtisch drin weil die Stadtvertreter meinen die, wollen später mal Profitischfussballer werden.

Einen abgelegenen Kartoffelacker mit Stacheldraht,Wachtürmen und Scheinwerfern drum herum?

...die Stadt aus Sicht einiger User ihren Pflichten scheinbar nicht nachkommt, ist aus meiner Sicht jedoch keine Rechtfertigung für derartiges Verhalten. Ich kann doch auch nicht in das Zimmer der Jugendlichen gehen und dort meinen Gefühlen freien Lauf lassen nur weil ich mit der derzeitigen Corona-Politik nicht einverstanden bin.

Die Einrichtung von Spielplätzen und die Förderung und Entwicklung des Tourismus ist auch eine Pflichtaufgabe der Kommune. Die Durchführung von Konzerten jedoch nicht. Diese werden von privaten Veranstaltern organisiert und durchgeführt. Sind also zwei paar verschiedene Schuhe. Hier nutzen diese die kommunale Infrastruktur und müssen in der Regel dafür eine Gebühr bezahlen.

Es gibt genug Stadtfeste oder in den Ostseebädern diese Seebrückenfeste, diese sind nicht von Privatleuten sondern den Gemeinden organisiert. Dort gibts dann Bratwurst, Kinderschmicken und Schlager.

Für Jugendliche wird irgendwo am Stadtrand ein Klub oder unbrauchbarer Skatepark gebaut und sich gewundert warum die Kids nur saufen.
Fragt doch mal die Jugendlichen was sie brauchen und wollen.
Wird bei dem Wahlvieh doch auch gemacht. (Gut das sind dann meist eh leere Versprechungen)

Viel zu viele. Einige sind auch umsonst. Du 🤡

1. Habe ich nicht gesagt, dass ich das Beschädigen der Spielplätze und Bänke gutheiße.

2. Meine ich mit Angeboten nicht Konzerte. Die Jugendlichen wollen sicherlich nicht jeden Abend zum Konzert gehen, zumal sie sich die Karten bei den Preisen wohl kaum regelmäßig leisten können.

Sie brauchen Plätze, an denen sie sich treffen können, und zwar auch im Winterhalbjahr und bei schlechtem Wetter. Und gelegentliche Diskos für die Altersgruppe der 14 bis 18 Jährigen wären sicherlich auch keine schlechte Idee. Früher gab es z. B. alle zwei, drei Monate oder so eine Disko am Sonntag Nachmittag in der Stadthalle; zusätzlich zu den wöchentlichen Diskos in den vielen Jugendclubs der Stadt. Und das ganze zu zivilen Preisen, die sich die Jugendlichen auch leisten konnten!

Für die Senioren gibt es Frühlingssingen, Tanztee, Herbstball und dergleichen, wobei ich annehme, dass diese Veranstaltungen vom VZN organisiert werden, was ja wohl eine Tochtergesellschaft der Stadt Neubrandenburg sein dürfte. Warum können die sowas für Rentner machen, nicht aber irgendwas ähnliches (natürlich zielgruppengerecht) für Jugendliche? Warum kann man nicht wieder Jugendclubs einrichten, die jeden Nachmittag und Abend geöffnet haben und kostenlos besucht werden können?

Ist hier nichts,traurig aber wahr.

Das Vandalentum der Jugend kommt doch nicht von nicht vorhandenen Freizeitmöglichkeiten. Der Personenkreis hat eben nichts gescheites im Kopf und die Erziehung durch das Elternhaus ist bei diesen Familien ebenfalls sehr eingeschränkt.