Sieben Millionen Euro

Neubrandenburg hat mehr als 400 Wohnungen verkauft

Um den eigenen Haushalt zu sichern, hat die Stadt Neubrandenburg zahlreiche Wohnungen verkauft. Vor allem zwei Immobiliengesellschaften aus Berlin und Hamburg haben zugeschlagen.

Die Stadt Neubrandenburg kann mit 6,76 Millionen Euro aus dem Verkauf kommunaler Wohnungen rechnen. „Wir haben fast alle 425 Wohnungen verkauft, wie im Konzept zur Haushaltssicherung vorgesehen”, sagte der Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (Neuwoges), Frank Benischke, am Donnerstag. Die Entscheidung, kommunale Wohnungen zu veräußern, war in der Stadtvertretung lange Zeit heiß umstritten.

Schutz für Mieter vereinbart

Die elf Gebäude – zwei sind Hochhäuser – sind von vier Käufern erworben worden. Das Gros erwarben zwei bundesweit agierende Immobiliengesellschaften aus Berlin und Hamburg. Sie bewirtschaften bereits Wohnungen in Neubrandenburg, sagte Benischke. Bestandteil der Kaufverträge sei eine Sozialcharta, um den Mietern die gewohnten Konditionen zu sichern und einen Weiterverkauf innerhalb der nächsten zwei Jahre auszuschließen. 

115 Wohnungen in der Petrosawodsker und Monckeshofer Straße wechseln zum 1. September den Besitzer. Weitere 294 Wohnungen in der Hufeland-, Pawlow-, Erich-Zastrow- und Kurzen Straße sowie An der Hürde gehen zum 1. Januar an einen neuen Eigentümer über. Für zwei Wohnhäuser in der Ihlenfelder Straße sei der Verkauf ebenfalls so gut wie besiegelt.

Die Neuwoges ist mit rund 12.000 Wohnungen einer der größten Vermieter im Nordosten. Neubrandenburg sei die erste Stadt im Land, die zum Abbau ihrer Altschulden von rund 90 Millionen Euro kommunale Wohnungen verkauft.

 

Susanne Schulz

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s.schulz@nordkurier.de

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