TROTZ SPENDER UND OP

Neubrandenburg konnte Maik nicht retten

Das Schicksal eines an Blutkrebs erkrankten jungen Vaters aus Neubrandenburg hat viele Menschen bewegt, sich als Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Doch Maik hat den Kampf verloren.
Anke Brauns Anke Brauns
Der Neubrandenburger Maik R. ist an seiner Erkrankung gestorben.
Der Neubrandenburger Maik R. ist an seiner Erkrankung gestorben. Facebook-Seite Neubrandenburg rettet Maik
Neubrandenburg.

Sein Kampf gegen den Blutkrebs hat viele Menschen in der Region berührt und vor allem mobilisiert, sich selbst als Knochenmarkspender registrieren zu lassen. Doch jetzt hat Maik Ringk den Kampf verloren. Auf der Facebook-Seite der Initiative „Neubrandenburg rettet Maik“ wurde am Samstag mitgeteilt, dass der ehemalige Bundeswehrsoldat, der erst im Frühjahr zum zweiten Mal Vater geworden war, gestorben ist. Hunderte Menschen haben auf der Seite bereits ihr Beileid bekundet.

Der Kampf gegen den Krebs

Im Dezember war bei dem Neubrandenburger zum zweiten Mal Akute Lymphatische Leukämie festgestellt worden. Auf der Suche nach einem passenden Knochenmarkspender halfen zahlreiche Freunde, Kollegen, aber auch Fremde, die das Schicksal berührte, Typisierungsaktionen in Neubrandenburg zu organisieren.

Im Februar ließen sich 1380 Menschen im Rathaus registrieren, im März zudem mehr als 320 Soldaten und Zivilangestellte bei der Bundeswehr. Es gab Benefizkonzerte und zahlreiche Spenden für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei.

Virus nach Transplantation

Im März hatte sich tatsächlich ein passender Spender für Maik Ringk gefunden. „Nachdem die Transplantation gut verlaufen war und alles Grobe überstanden schien, machte sich eine hartnäckige Virusinfektion in Maiks geschwächten Körper breit. Nach unzähligen OPs versagten nicht nur die Nieren, sondern nach einer zusätzlichen Lungenentzündung auch die anderen Organe“, schreiben die Unterstützer auf der Facebook-Seite.

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